VMworld 2013 zeigt neue Virtualisierungssoftware

VMware-Tools weiter ausgebaut

Auf der VMworld 2013, die Ende August in San Francisco stattfand, stellte VMware ­eine Reihe neuer Produkte und Services rund um das Software-Defined-Datacenter (SDDC) vor – darunter die Erweiterung von Virtualisierungssoftware und Cloud-Computing-­Lösungen auf die Bereiche Netzwerk und IT-Sicherheit, Speicher und Verfügbarkeit.

San Francisco, Bildquelle: Thinkstock/iStock

Die diesjährige VMworld von VMware fand Ende August in San Francisco statt.

Ein Jahr nach der Vorstellung des Software-Defined Datacenter (SDDC) komplettiert VMware die Architektur. Die Prinzipien der Virtualisierung – die Abstraktion der IT-Services von der zugrundeliegenden Hardware, die Zusammenfassung in Pools sowie die automatisierte Verwaltung – werden auf sämtliche Rechenzentrumsbereiche (RZ) erweitert. Die Provisionierung und das Management von Rechenleistung, Speicher- und Netzwerkressourcen können nunmehr von intelligenter, richtliniengesteuerter Software zentral organisiert und nach Vorstellung der VMware-Verantwortlichen erheblich vereinfacht und beschleunigt werden. Das jetzt präsentierte SDDC-Konzept basiert im wesentlichen auf vier Produkten, mit denen Unternehmen private, hybride und öffentliche Cloud-Umgebungen aufbauen und betreiben können.

Mit NSX präsentierte man zudem ein neues Betriebsmodell für das Netzwerk im Rechenzentrum, bei dem sowohl Netzwerk als auch Sicherheit komplett von der Hardware entkoppelt sind. Da das Netzwerk nicht mehr den Beschränkungen der Hardware unterliegt, können Daten deutlich schneller als bisher übermittelt werden. Bei der Netzwerkvirtualisierung wird ähnlich wie bei der Servervirtualisierung das physikalische Netzwerk in virtuelle Pools aufgeteilt, die je nach Bedarf abgerufen und genutzt werden. Die virtuellen Netzwerke werden regelbasiert erstellt, ausgerollt sowie verwaltet und verwenden die darunterliegenden physischen Netzwerke als einfache IP-Verbindungen. Die Lösung NSX soll laut Anbieter noch in diesem Jahr verfügbar sein.

Erweiterung der Virtualisierungssoftware vSphere

Mit dem Virtual SAN erweitert das Unternehmen zudem die Virtualisierungssoftware vSphere um die Möglichkeit, Rechenleistung und Direct-Attached Storage (DAS) in Pools zu bündeln. Virtual SAN liefert eine virtuelle Datenebene, welche die lokalen Server Disks und Flash Disks (SSD) clustert. Virtuelle Maschinen erhalten dadurch belastbaren und leistungsstarken Shared Storage. Die Lösung erschließt nach Herstellerangaben eine neue Stufe konvergenter Infrastruktur, die eine schnelle und granulare Skalierung von Rechen- und Speicherressourcen ermöglichen soll. Sie eignet sich insbesondere für Unternehmen, die anfangs noch einen geringen Speicherbedarf haben und diesen erst nach und nach erweitern wollen.

Nicht zuletzt stellt die vCloud Suite 5.5 eine Update-Version der Cloud-Infrastruktur- und Management-Suite des Anbieters dar. Die Suite soll Unternehmen jeder Größe den Aufbau und Betrieb einer auf ­vSphere-basierten Private Cloud mit SDDC-Architektur ermöglichen. Die virtualisierten Infrastrukturservices verfügen über eingebaute Intelligenz zur automatisieren On-Demand-Bereitstellung, Konfiguration und richtliniengesteuerten Kontrolle von Applikationen, so dass die Einhaltung von SLAs jederzeit gewährleistet sei. Die Suite basiert auf der Virtualisierungsplattform vSphere 5.5, die um zusätzliche Funktionen erweitert sowie in Bezug auf Rechenleistung, Verfügbarkeit, Storage- und Backup-Funktionen verbessert wurde.

Neue Big-Data-Extension

Mit einer Big-Data-Extension können Kunden jetzt neben anderen Anwendungen auch Apache Hadoop und Big-Data-Workloads darauf betreiben. Darüber hinaus unterstützt die Lösung nun auch die nächste Generation von Intel-Prozessoren wie Xeon E5 v2 und Atom C2000. „Neue Lösungen wie NSX und Virtual SAN definieren den Hypervisor und seine Rolle im Rechenzentrum neu. Zusammen mit dem vor kurzem vorgestellten vCenter Log Insight präsentieren diese Technologien eine neue Welle der Innovationen. Wir entwickeln die Architektur des Software-Defined Datacenter kontinuierlich weiter, damit die IT noch besser geschäftsunterstützend arbeiten kann“, verspricht Raghu Raghuram, Executive Vice President Cloud Infrastruktur und Management von VMware.

www.vmware.com/de

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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