Mit der netzwerkbasierten Speicherlösung Compellent FS8600 von Dell können performance-intensive Workloads besser verarbeitet werden.
Bei zwei Ankündigungen werden insbesondere Rechenzentrumsverantwortliche die Ohren spitzen: Ab sofort sind neue Networking Switches der Serie S6000 sowie die netzwerkbasierte Speicherlösung Compellent FS8600 verfügbar. Beide sind in der konvergenten Active-Infrastructure-Familie des Herstellers Dell angesiedelt, die bereits im Laufe des Jahres immer wieder Zuwachs bekommen hatte. Zuletzt von dem Poweredge VRTX, einem integrierten Server-, Storage- und Networking-System, sowie von flashoptimierten Solutions, die laut Anbieter eine vollständige, zu 100 Prozent auf Flash-Storage beruhende Lösung zum Preis eines herkömmlichen 15K-Festplattensystems bieten sollen. Bei der Serie S6000 handelt es sich um den jüngsten Spross im Netzwerkportfolio des Anbieters. Die Switches sollen sich für hochvirtualisierte Rechenzentren (RZ) eignen und hier eine Plattform mit höchster Dichte für IT-Systeme mit einer Höheneinheit und 10/40 GbE bieten. Mit seinem 1-HE-Formfaktor verdoppelt der Switch laut Anbieter Dichte und Durchsatz und verbraucht dabei bis zu 50 Prozent weniger Strom als die bisherige Generation.
Integrierte, erweiterte Virtualisierungs- und Automatisierungsfunktionen sollen die Anwender zudem bei der Skalierung für größere virtuelle Deployments mit einer kleineren physischen Stellfläche unterstützen und es erlauben, virtualisierte und nicht virtualisierte Aspekte einer IT-Infrastruktur miteinander zu vereinbaren. Die netzwerkbasierte Compellent FS8600 stellt inklusive des Fluid File System in Version 3 (FluidFS v3) ein performantes sowie skalierbares File-Storage mit automatischem Tiering bereit und unterstützt bis zu zwei Petabyte in einem einzigen Namespace. Performance-intensive Workloads sollen durch ein leistungsfähiges File-Storage-System besser verarbeitet werden. Bei dem System handelt es sich um eine primäre Storage-Lösung mit Policy-gesteuerter Datenreduktion bei variablen Blöcken; es verwendet Deduplizierung und Komprimierung, so dass redundante Daten effizienter gespeichert werden sollen.
Neben reinen Infrastrukturthemen hatte der Hersteller auch Neuigkeiten hinsichtlich der Big-Data-Welt in petto: So bieten Dell und SAP nun auf Basis der In-Memory-Technologie von Hana gemeinsame Lösungen für Unternehmen jeder Größenordnung und Branche. Diese sollen ihnen dabei helfen, schnellere Entscheidungen zu treffen, größere Datenvolumina zu verarbeiten sowie Analysen in Echtzeit zu erstellen. Als erste Kunden setzen beispielsweise die Aareon AG, Atos sowie die Gesellschaft für Information und Bildung (G.I.B) auf die Kombination der beiden Hersteller.
Der Hintergrund: Verantwortliche müssen in der Lage sein, aktiv ihre Geschäftsabläufe zu überblicken, um schnell auf Änderungen im Markt reagieren zu können. Die Masse an operativen Daten übersteigt allerdings vielfach die Datenmenge, die herkömmliche Festplattensysteme in einem vertretbaren Zeitrahmen verarbeiten können. Dies führt oftmals zu einem unzureichenden Zugriff auf Informationen und inakzeptablen Zeitverzögerungen. Die neue „Active Infrastructure Solutions for SAP Hana“ soll hier Abhilfe schaffen und den Kunden ein kostengünstiges Modell bieten, um schneller zu Ergebnissen zu kommen und damit auch Risiken zu minimieren.
Nicht zuletzt kündigte man mit der Precision M3800, die ab Mitte November verfügbar sein soll, eine neue mobile Workstation an. Herstellerangaben zufolge handelt es sich dabei um die derzeit dünnste und leichteste mobile 15-Zoll-Workstation auf dem Markt. Denn das Gerät ist nur knapp 18 Millimeter dick und startet mit einem Gewicht von 1,88 kg. Dank integrierter Nvidia-Optimus-Technologie kann das Gerät eine Akkulaufzeit von über zehn Stunden erreichen. Es wird wahlweise mit den Betriebssystemen Windows 8.1 Pro oder Windows 7 Professional geliefert und ist mit einem Arbeitsspeicher von bis zu 16 GB ausgestattet. Erhältlich ist das Device ab 1.399 Euro aufwärts.
Mit der neuen Workstation will der Anbieter vor allem Ingenieure und kreative Köpfe ansprechen, die damit von unterwegs beispielsweise 3D-Animationen rendern, CAD-Entwürfe direkt bei Kunden präsentieren oder Videos noch am Drehort editieren können. Apropos Videos: Als ein Anwender von Dells Endgeräten zeigte Joe Hahn, DJ und Sampler der US-Band Linkin Park, wie man mithilfe der Devices das Video des aktuellen Hits „A Light That Never Comes“ nicht nur konzipierte, sondern letztlich bis ins letzte Detail auch umsetzte.
