Unaufmerksames Öffnen von Anhängen in Bewerbungsmails kann derzeit verheerende Folgen haben.
Malware- und Phishing-Warnungen sind zu einer bedenklichen Routine geworden, die jede Woche aufs Neue vor neuen Maschen der Cyberkriminellen warnen sollen. Laut der Polizei Niedersachsen ist derzeit eine besonders perfide Methode beliebt, vor der sich speziell Personalverantwortliche in Unternehmen hüten sollten. Dabei werden täuschend echte Bewerbungsmails verschickt, die sich auf tatsächlich ausgeschriebene Stellen beziehen. Im Anhang befindet sich allerdings der Verschlüsselungstrojaner Gandcrab 5.2. Der gelangt schließlich als Word-Datei getarnt über die Makros des Textverarbeitungsprogramms auf den Rechner. Zu einer Deaktivierung der Office-Funktion wird dementsprechend dringend geraten.
Die besagten Mails sollen kaum von echten Bewerbungen zu unterscheiden sein. Sowohl Name, als auch E-Mail-Adresse, Anhang und Anschreiben machen einen glaubwürdigen Eindruck und verraten sich allenfalls im Detail. So können im Einzelfall widersprüchliche Namensangaben ins Auge fallen. Die „Zentrale Ansprechstelle Cybercrime” des LKA Niedersachen führt auf seiner Webseite einige der häufig genutzten Decknamen an:
Wer bereits einen verdächtigen Anhang geöffnet hat, soll den betroffenen Computer umgehend vom Firmennetzwerk trennen, die IT-Abteilung einschalten und Anzeige erstatten.
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