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Warum es sich lohnt, „kopflos“ zu sein

Eine möglichst passgenaue Kundenansprache ist essenziell für den Geschäftserfolg im Omnichannel-Zeitalter. Warum das mit einem „kopflosen“ Ansatz am besten gelingt, zeigen verschiedene Argumente für den Headless Commerce.

Glühbirne als Kopf

Der Headless-Ansatz kann im E-Commerce diverse Vorteile mit sich bringen.

Beim Headless Commerce – einer Software-Architektur, die Frontend und Backend voneinander trennt – stehen alle verkaufsrelevanten Daten wie Preise oder Produktinformationen via Programmierschnittstelle (API) im Backend zur Verfügung. Das Frontend beinhaltet keine Daten, es ist „kopflos“. So kann sich die Frontend-Gestaltung ganz auf die User Experience (UX) konzentrieren, während die Prozesse und Datenflüsse im Backend losgelöst davon realisiert und optimiert werden.

Ein modernes Order-Management-System (OMS) wie etwa Aroma von Arvato Systems kann als Drehscheibe zwischen allen relevanten Systemen im Unternehmen (ERP, Payment, Logistik, Point of Sale, Webshop etc.) fungieren und somit auch die Architektur des Headless Commerce optimal bedienen. Denn vertreiben Handelsunternehmen ihre Produkte über den eigenen Onlineshop hinaus im Omnichannel, hat das „kopflose“ System klar die Nase vorn. Die folgenden Argumente sprechen dafür:

Schnellere Bestellvorgänge: Beim „kopflosen“ System sind zwar Backend und Frontend voneinander getrennt, doch kommunizieren sie miteinander. Klickt etwa ein Käufer auf die Schaltfläche „Zum Warenkorb hinzufügen“, greift das Frontend via API auf die verkaufsrelevanten Informationen im Backend wie Preise und persönliche Vorlieben des Käufers zu. In dem Fall löst ein Klick auf den Button den Befehl aus, den passenden Preis für das bestellte Produkt zu berechnen. So erfolgt der Bestellvorgang in Sekundenschnelle und unabhängig davon, auf welchem Kanal der Kunde ihn auslöst. Während das Backend-Team alle Daten aktuell hält, kann das UX-Team losgelöst davon neue Frontends entwickeln oder bestehende überarbeiten.

Verbesserte User Experience

In Sachen User Experience punktet Headless Commerce klar gegenüber einer klassischen Software-Architektur. Denn via API aus dem Backend ausgespielte und persönlich zugeschnittene Daten sorgen für ein gleichbleibend positives Nutzererlebnis, egal wo sich der Kunde gerade auf seiner Reise durch den Omnichannel befindet. Kundenspezifische Frontends, beispielsweise mit individuellen Produktempfehlungen oder Rabatten, lassen sich dank API-Anbindung mit vergleichsweise geringem Aufwand umsetzen.
Stationäre Shops einbinden:  Die positive Kundenerfahrung lässt sich bis in den stationären Shop fortsetzen: Dank Echtzeitübertragung von Bestandsinformationen an das Shop-Frontend mittels entsprechender Microservices sieht ein Kunde beispielsweise, ob in seiner bevorzugten Filiale das gewünschte Kleidungsstück verfügbar ist. Wenn ja, kann er dieses per Click & Reserve oder Click & Collect direkt online ordern, bequem vor Ort anprobieren und gleich mitnehmen oder im Geschäft zurückgeben.

Kein Problem mit Performance-Peaks

Wenn die Schnäppchenjagd am Black Friday auf Hochtouren läuft, dann ist die traditionelle Systemarchitektur durch ständige Performance-Peaks schnell überlastet. Die „kopflose“ Technologie schafft Abhilfe: Unabhängig davon, wie viele Bestellungen gerade auf einem Kanal eingehen, bleibt das Frontend immer für den Kunden erreichbar und Bestände werden zuverlässig in Echtzeit übermittelt.
Flexibel und schnell: In puncto Flexibilität und Schnelligkeit ist „kopflos“ Trumpf. Denn mit nur wenigen Mausklicks lassen sich immer neue, kundenspezifische Frontends erschaffen, die alle auf dieselben Features im Backend zugreifen. So ist es einfach, etwa neue Bonusprogramme einzuführen. Das sorgt nicht nur für ein effizienteres Arbeiten im Unternehmen und ein treffsicheres Marketing, sondern spart auch Kosten. Die Flexibilität der Headless-Architektur zeigt sich auch darin, dass Front- und Backend unabhängig voneinander skalierbar sind.

 Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Auch wenn unternehmerische Kopflosigkeit im Wettbewerb eher von Nachteil ist, bringt der Headless-Ansatz im E-Commerce Vorteile mit sich. Denn gerade, wenn es darum geht, die Präsenz im Omnichannel bis in die Filiale vor Ort sicherzustellen, eröffnet Headless Commerce gegenüber der klassischen Software-Architektur mehr Flexibilität, Schnelligkeit, Skalierbarkeit und eine bessere UX etwa durch personalisierte Inhalte. So haben Unternehmen, die in puncto Software den Kopf bewusst verlieren, heute im Wettbewerb ganz schnell einen Vorteil.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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