Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung in der IT-Branche hat sich Moritz Wachter insbesondere auf Solution Design und Backend-Development spezialisiert.
2023 war für viele Unternehmen erneut ein herausforderndes Jahr mit hohen Kosten, fehlendem Personal und insgesamt großer Unsicherheit. Umso wichtiger war und ist es, an den richtigen Stellen zu investieren. Dazu gehört oft die IT: Laut Endavas Technology Acceleration Report sind zuletzt in 78 Prozent der befragten Unternehmen die IT-Budgets leicht oder sogar signifikant gestiegen. Aber wie können diese am effektivsten genutzt werden, um die IT-Infrastruktur weiterzuentwickeln und neue Technologien zu integrieren?
Gut zwei von fünf Unternehmen (43 Prozent) haben sich dieser Idee verschrieben. Das verwundert nicht, ist damit doch – zumindest auf den ersten Blick – vergleichsweise wenig Risiko verbunden. Schließlich funktionieren die IT-Systeme vielerorts gut und die Mitarbeiter wissen sie zu nutzen. Gerade Letzteres ist auch ein Faktor, der für eine Optimierung spricht, denn es ist leichter, Akzeptanz für Neuerungen zu schaffen, wenn diese nach und nach eingeführt werden. Hinzu kommt, dass sich bei diesem Ansatz Änderungen leichter zurückdrehen lassen, wenn sie doch nicht ihre gewünschten Effekte erzielen – und die Kosten für Fehlschläge entsprechend niedriger sind.
Unternehmen, die sich hierfür entscheiden, müssen sich jedoch auch bewusst sein, dass ihre Konkurrenten womöglich den radikaleren Transformationsansatz wählen und dadurch schnellere und größere Fortschritte machen. Sprich: Die IT-Optimierung kann sich negativ auf ihre Wettbewerbsfähigkeit auswirken.
Und dieser Fall ist nicht unwahrscheinlich, denn mehr als die Hälfte der Unternehmen (57 Prozent) verfolgt eine umfangreichere IT-Transformation, die mit erheblichen Auswirkungen auf ihre Systeme und Prozesse einhergeht. Auch für diese Entscheidung gibt es gute Gründe, allen voran die vielen neuen Technologien, die in den letzten Jahren große Durchbrüche verzeichnen konnten. Das beste Beispiel dafür ist Künstliche Intelligenz (KI), die für 80 Prozent der deutschen Unternehmen jetzt eine hohe Priorität hat. Richtig eingesetzt können solche Technologien zu erheblichen Produktivitätssteigerungen, Effizienzgewinnen und niedrigeren Kosten führen.
Gleichzeitig können die notwendigen Veränderungen die Mitarbeiter aber auch leicht überfordern, weshalb sie neue Tools in ihrer Arbeit womöglich außen vor lassen – und sich diese dann auch in finanzieller Hinsicht nicht rechnen. Zudem droht die Gefahr, dass Unternehmen sich von den Versprechen neuer Technologien blenden lassen und nicht genau prüfen, inwieweit diese ihnen, ihren Mitarbeitern und ihren Kunden tatsächlich Vorteile bringen.
Welchen der Wege sollten Unternehmen also gehen, wenn beide Vor- und Nachteile haben? Die Antwort hängt natürlich von der individuellen Situation eines jeden Unternehmens ab. Doch es empfiehlt sich auch eine Art Mittelweg, bei dem der Fokus auf neuen transformativen Technologien liegt, diese aber schrittweise eingeführt und kontinuierlich optimiert werden. Dadurch können Unternehmen ihre Systeme und Prozesse iterativ anpassen und von fortschrittlichen Technologien profitieren, ohne ihre Mitarbeiter zu verschrecken.
Bildquelle: Endava