Frederik Bijlsma leitet den Vertrieb für das VMware-Tanzu-Portfolio für den Bereich „CEMEA“.
Open-Source-Software (OSS) ist aus dem Software-Bestand der meisten Unternehmen kaum noch wegzudenken. Die im Oktober veröffentlichte Studie „The State of the Software Supply Chain: Open Source Edition 2022“ von VMware bestätigt diese Einschätzung. Für die Studie wurden weltweit 1.198 Teilnehmer für Open-Source-Software befragt. So gut wie jedes Unternehmen (99,8 Prozent) kann dabei von Vorteilen durch die Nutzung von Open-Source-Software berichten. Besonders der signifikante Nutzen durch die Kosteneffizienz (75 Prozent) sowie die gesteigerte Flexibilität (57 Prozent) und der Support durch die User-Community (54 Prozent) erfüllen die Erwartungen im vollen Umfang.
Abzüge in der B-Note gibt es jedoch beim Einsatz von OSS in der Produktion. Hier sind einige Unternehmen weiterhin skeptisch. So nutzen zwar 90 Prozent der Befragten OSS in der Produktion – doch stellt das im Vergleich zum letzten Jahr einen Rückgang um fünf Prozent dar. Besonders kleinere Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern setzen OSS seltener für Produktionszwecke ein (84 Prozent). Begründet wird diese leichte Zurückhaltung vor allem mit Sicherheitsbedenken, die beim Produktionseinsatz bestünden (94 Prozent der Teilnehmer äußern diese). Fehlende Garantien, dass Bugs und Schwachstellen aus der Community gepatcht werden, sind dabei in 57 Prozent der Fälle ausschlaggebend. Für etwas mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) ist es zudem schwierig, einen Überblick über den aktuellen Stand der Schwachstellen zu erlangen. Diese Faktoren sorgen u.a. dafür, dass kommerziell unterstützte OSS besonders bei großen Unternehmen (mit 500 oder mehr Mitarbeitern) immer beliebter werden. Inzwischen nutzen 81 Prozent der großen Firmen diese Form der Open-Source-Software.
Folgerichtig sehen Unternehmen bei der Sicherheit auch das größte Potenzial für ein besseres Ergebnis. Denn die Paketierung der Software und die damit verbundene Kontrolle über die eigene Software-Lieferkette wird immer komplexer und zur Herausforderung für Organisationen. Ein zentral gesteuerter Paketierungsvorgang kann dabei helfen, diese Aufgabe zu übernehmen. So wünschen sich die Befragten der Studie einen unmittelbaren Zugriff auf Sicherheits-Patches für Anwendungen, Laufzeiten und Betriebssysteme (60 Prozent).
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 12/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Darüber hinaus stehen bei 55 Prozent der Unternehmen ein zentraler Überblick über alle Scans, um Sicherheits-Audits zu vereinfachen, auf der Wunschliste – und bei 51 Prozent automatisiertes CVE- und Virus-Scanning für alle Container. Dass eine zentralisierte Paketierung, die plattformunabhängig agiert, hier enorme Vorteile bietet, liegt auf der Hand. Hier liegt für Unternehmen der Schlüssel zum erfolgreichen Einsatz von Open-Source-Software.
Bildquelle: VMware