Orthopädiespezialist Arthrex entwickelt medizinische Produkte und Operationsverfahren, die auf Fachmessen präsentiert werden.
IT-technisch herrscht bei Arthrex strikte Trennung in Ost und West: Das Hauptquartier des Orthopädiespezialisten in Naples/Florida kümmert sich um Nord- und Südamerika, die Arthrex GmbH mit Sitz in Karlsfeld bei München betreut die elf Standorte der östlichen Firmenhemisphäre zwischen Spanien und Japan mit knapp 1.000 Beschäftigten. Rund 1.300 PCs und Notebooks verrichten dort ihren Dienst, jeweils standardmäßig bestückt mit Windows 7 und rund 25 Anwendungen. Seit Herbst 2012 verwaltet man diese mit den Client-Management-Lösungen von Aagon.
Wie viel Mühe es macht, eine große und verteilte Client-Landschaft auf dem neuesten technischen Stand zu halten, weiß Swen Tauber noch aus Zeiten ohne Inventarisierungstool. „Vor Ort mussten die Kollegen von Rechner zu Rechner laufen, die aktuellen Soft- und Hardwarestände in Excel festhalten und an uns übermitteln“, erzählt der IT-Administrator aus Karlsfeld. „Das war wenig effizient und fehleranfällig. Mit einer Inventarisierungssoftware hingegen kann die IT-Abteilung genau planen, wann Komponenten ausgetauscht werden müssen, denn sie kennt die aktuelle Ausstattung jedes einzelnen Clients mit Hardware, Betriebssystem und Anwendungen.“
Innerhalb der IT-Administration bei Arthrex mit ihren 22 Beschäftigten ist die Systemgruppe für alle Infrastrukturen sowie Hauptserversysteme zuständig. Zur Inventarisierung setzten die Mitarbeiter bis 2012 den Microsoft Systems Manager ein. „Ein leistungsfähiges Tool, aber wir suchten ein Werkzeug, mit dem wir mehrere Anforderungen im Client Management gleichzeitig abdecken können“, erklärt Swen Tauber, „darunter auch die Installation von Basis-Images, die wir bislang über ein drittes System organisierten.“ Drei Aufgaben sollte das neue Tool übernehmen: Inventarisierung, Software-Deployment und ein generelles Basis-Image-Deployment, um fabrikneue Rechner einfach betanken zu können. Im Verlaufe einer sechsmonatigen Einführungsphase wurde die neue Lösung in enger Zusammenarbeit an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst. Zum Einsatz kommen nun ACMP (Aagon Client Management Platform) zur Inventarisierung und Softwareverteilung sowie ACK (Automation Construction Kit) für die automatische Betriebssysteminstallation.
Mit ACMP kann das IT-Team alle administrativen und wiederkehrenden Aufgaben im Rechnernetzwerk nun über so genannte Client Commands automatisieren. Für die Administratoren hat sich der Umstieg gelohnt, denn sie kommen heute mit weniger Arbeit zu besseren Ergebnissen, etwa bei Lizenzauswertungen. Fragt die Finanzabteilung nach, wie viele Lizenzen des Adobe Writer vorhanden sind, ist schnell eine PDF-Übersicht erstellt. Früher hätte ein solcher Report deutlich mehr Zeit beansprucht. Neben der Inventarisierung übernimmt die Lösung das Software-Deployment und das
Lizenzmanagement. So greifen alle Komponenten ineinander und sind von einer Oberfläche aus steuerbar. Integriert ist außerdem das ACK-Tool. Damit lassen sich im Basis- Image modulartig einzelne Programme herauslösen und einfügen. So ist es nicht mehr wie bisher notwendig, beim Tausch eines Programms das ganze Image neu auf den Rechner zu spielen. Und Programme, die im Software Deployment angelegt werden, müssen nicht ein zweites Mal für das Basis Image erstellt werden. Die Lösung ist zum Liebling der IT-Abteilung geworden, denn es vereinfacht die Remote-Installation von Clients. Früher mussten die Beschäftigten in einem der elf östlichen Standorte sämtliche neue Hardware verpacken und nach Karlsfeld verschiffen. Dort wurden die Rechner konfiguriert, wieder eingepackt und zurückgeschickt. Ein immenser Aufwand – mit der automatischen Betriebssysteminstallation aus der Ferne funktioniert dies nun komplett vor Ort.
Da alle Lösungen in einer Oberfläche vereint sind, greifen die IT-Administratoren stets auf denselben Datenbestand zu. Dies macht das Client-Management-System effizient. So spart die IT-Administration bei Arthrex nach eigenen Einschätzungen im Vergleich zu früher rund 30 Prozent ihrer Arbeitszeit.
Wie in vielen verteilten Landschaften sind PCs und Notebooks zwar auch bei Arthrex in eine Citrix-Infrastruktur eingebunden und vereinzelte Programme
lassen sich aus der Ferne aufspielen. Jedoch ist die Remote-Anbindung grafiklastiger Programme, wie sie etwa im Marketing vorkommen, im Terminal-Server-Umfeld aus Performance-Gründen noch immer zum Teil problematisch. Mussten neue Clients installiert werden, wurden die Rechner hin- und hergeschickt. Mit dem neuen Client Management ist dies nicht mehr notwendig. Deshalb besteht auch in Citrix- oder Virtualisierungslandschaften Bedarf für eine Software-Deployment-Lösung, ist man bei Arthrex überzeugt.
Auch wenn zu rund 80 Prozent die IT-Administratoren das Client Management bedienen, die Anwender vor Ort sind die Achillesferse in Sachen Nutzbarkeit. Eine leichte Bedienbarkeit von Softwareprogrammen zahlt sich aus. Braucht der Vertriebskollege in Japan beispielsweise einen neuen Adobe Writer, besucht er – in Absprache und nach Genehmigung durch die IT-Abteilung – die im Client Management integrierte Shoplösung, aus der sich jeder Nutzer Programme heraussuchen kann. Der Bestellung gehen Anfrage und Genehmigung voraus. Wird diese erteilt, bekommt der Anwender die neue Software automatisch auf seinen Client gespielt. Eine Aktion, bei der die Nutzung des Client Management klar vom Anwender in der Fachabteilung ausgeht. Die ursprüngliche „Tekki“-Software wird damit zum hilfreichen Programm für die Allgemeinheit.
Bei der Betriebssysteminstallation ist ACK so aufgebaut, dass sich neue Geräte in jedem Standort installieren lassen. Der Nutzer erhält nach Anmeldung genau die Anwendungen in seiner Landessprache auf den Rechner, die er benötigt. So sorgt das Client Management für ein reibungsloses Arbeiten in den weltweiten Niederlassungen von Arthrex.
Über Arthrex
Weltweit agiert der Hersteller von Medizinprodukten auf den Gebieten Produktentwicklung und medizinische Ausbildung in der Orthopädie. Das Unternehmen hilft Chirurgen, ihre Patienten besser zu behandeln, ist Wegbereiter auf dem Gebiet der Arthroskopie und hat über 6.000 innovative Produkte und Operationsverfahren entwickelt, die die minimal-invasive Orthopädie weltweit verbessern.
Im Internet: www.arthrex.com/de
Bildquelle: Arthrex