Christian Wirsig, Corporate Communications Manager bei Kaspersky Lab
IT-DIRECTOR: Herr Wirsig, inwieweit haben hiesige Großunternehmen und Konzerne bereits die Position eines Chief Security Officer (CSO) etabliert?
C. Wirsig: Das ist schwer zu beantworten. Zum Teil wird die Security noch vom CTO oder IT-Leiter verantwortet. Ob ein CSO notwendig oder sinnvoll ist, ist natürlich von der Unternehmensstruktur abhängig – wichtig ist vor allem, dass das Sicherheitskonzept auf die Bedürfnisse abgestimmt ist und ständig überprüft bzw. an die aktuellen Gegebenheiten angepasst wird.
IT-DIRECTOR: Welche Aufgaben übernimmt ein CSO hauptsächlich?
C. Wirsig: Der CSO muss sich auf die Sicherheit der IT-Infrastruktur und sonstige Sicherheitsaspekte des Unternehmens konzentrieren können. Wenn diese Position geschaffen wird, müssen etwa die alltäglichen IT-Belange durch die IT-Abteilung bereits erledigt werden. Der CSO übernimmt dann die Verantwortung für die Sicherheit der Systeme – sowohl in virtueller als auch physischer Hinsicht.
IT-DIRECTOR: Auf welcher Entscheidungsebene im Unternehmen ist diese Position angesiedelt? Inwieweit arbeitet der CSO mit der Geschäftsführung bzw. der IT-Abteilung zusammen?
C. Wirsig: Meist ist diese Position direkt der Unternehmensleitung unterstellt, eine enge Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und der IT-Abteilung ist essentiell. Denn die Sicherheitsstrategie eines großen Unternehmens kann nur mit Hilfe dieser Abteilungen durchgesetzt, angewandt und ständig auf den Prüfstand gestellt werden.