Online und print: IT-Medien und ihr Einfluss

Wie sich IT-Entscheider heute informieren

Laut einer aktuellen Hotwire-Studie halten fast drei Viertel der IT-Entscheider (74 Prozent) für die Informationsbeschaffung traditionelle Medien – online und print – für genauso wichtig wie soziale Medien.

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Allerdings müssten traditionelle Print-Medien ihren Schwerpunkt künftig jedoch mehr ins Digitale verlagern. Denn Online-Medien haben inzwischen einen höheren Einfluss auf Kaufentscheidungen als Print (54 Prozent vs. 50 Prozent). Das sind Ergebnisse einer Umfrage* unter IT-Entscheidern, die die Kommunikationsberatung Hotwire PR in Zusammenarbeit mit Vanson Bourne durchgeführt hat. In der Studie haben die Berater zudem untersucht, welche Kanäle und Inhalte IT-Entscheider entlang der „Customer Journey“ als besonders wertvoll einstufen. Hier liegen Facebook, Twitter sowie das Business-Netzwerk LinkedIn im Social Web an der Spitze.

„Wer lange genug dabei ist, dem sagen Titel wie Computerzeitung, Network Computing oder Information Week noch etwas. Diese ehemaligen Institutionen sind inzwischen verschwunden und andere kämpfen mit der neuen digitalen Realität“, kommentiert Markus Hermsen, Geschäftsführer von Hotwire Deutschland. Fachmagazine wie IT-DIRECTOR haben trotz allem dann einen relativ sicheren Platz in der Informationslandschaft, "wenn sie Online- und Social-First-Strategien fahren. Entscheider informieren sich digital, und sie wollen die unabhängigen Einschätzungen der Fachredakteure“, so Hermsen.

Informationen der Fachpresse vs. Content Marketing

Online-Medien sind die meistgenutzten Kanäle in den Recherche-, Informations-, und Shortlist-Phasen (80 Prozent, 50 Prozent, 54 Prozent) der Customer Journey, Analysten-Meinungen spielen in der Verhandlungsphase die wichtigste Rolle (50 Prozent). Was die Kommunikation der Unternehmen betrifft, besteht ganz zu Beginn Verbesserungsbedarf: 38 Prozent der Entscheider tun sich schwer damit, Trends und Neuigkeiten der Unternehmen im Blick zu behalten und 46 Prozent sehen es als Herausforderung, relevante Anbieter zu identifizieren. In dieser Phase erachten Entscheider neben Tipps von internen wie externen Kollegen (48 Prozent), die Empfehlungen in der Fachpresse (44 Prozent) sowie Referenzgeschichten der Unternehmen (34 Prozent) als besonders wertvoll.

„Eine relevante Beobachtung für alle, die sich Content Marketing auf die Fahnen geschrieben haben: Der am häufigsten geäußerte Wunsch der IT-Entscheider war es, die unabhängigen Elemente in den transportierten Inhalten zu stärken“, so Markus Hermsen. „Das bedeutet, dass auch weiterhin kein Unternehmen an der Arbeit mit fachlich geschulten Multiplikatoren wie Redakteuren oder Online-Influencern vorbei kommt. Inhalte, die Unternehmen für ihre eigenen oder für Bezahlkanäle erstellen, können aus Binnensicht noch so gut sein, erst die Expertenmeinung oder Wertung macht sie für die Dialoggruppen relevant.“ Weitere Wünsche an Inhalte: Eine bessere Individualisierung für die eigene Branche (42 Prozent) sowie mehr inspirierende Anwendungsszenarien in der Kommunikation (34 Prozent).

Soziale Kanäle sind gefragt

Die Kommunikationsagentur hat die Entscheider zudem gefragt, über welche Wege sie Inhalte in Zukunft öfter erhalten möchten. Platz eins belegen hier die sozialen Medien (42 Prozent), darauf folgen Online-Konferenzen bzw. Webinare (36 Prozent), Offline-Konferenzen, Messen oder auch kleine, eigene Events (jeweils 34 Prozent). Auch einfach eine bessere Organisation der eigenen Online-Kanäle, die das Auffinden von Informationen erleichtert, mahnen IT-Entscheider an (32 Prozent) und mobile Kanäle haben ebenfalls viele Befürworter (28 Prozent).

* Befragt wurden 500 IT-Entscheider in den USA, UK, Frankreich, Deutschland, Spanien, Australien und Neuseeland, davon stammen 50 aus Deutschland, die alle in Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern tätig sind. Die Befragung wurde von Vanson Bourne im April 2016 durchgeführt.

Bildquellen: Thinkstock/iStock, Hotwire

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