Arnold Vogt von der Experton Group: „Kunden können beim Umstieg von individuellen Virtual-Desktop-Lösungen auf standardisierte Cloud Workplaces ihre Kosten optimieren.“
Steve Lalla, Vice President bei Dell: „Zusätzlich zu Hyper-V und Azure unterstützt vWorkspace auch andere in der Private oder Public Cloud gehostete Applikations- und Desktop-Virtualisierungstechnologien.“
„Wenn Unternehmen aktuell ihre IT-Umgebung evaluieren, geht es oft um die Frage, wann und wie sie auf Windows 10 migrieren sollen. Die Desktop-Virtualisierung ermöglicht es ihnen, flexibel ihren eigenen Weg zu gehen“, erklärt Steve Lalla, Vice President Commercial Client Software and Solutions. Als einer der ersten IT-Hersteller hat man auf der diesjährigen Worldwide Partner Conference von Microsoft, Mitte Juli in Orlando, Thin Clients mit Windows 10 IoT Enterprise vorgestellt. Die neuen Wyse Thin Clients bieten Fachkräften und Power Usern nach eigenen Angaben hohe Funktionalität und Administratoren flexible und einfache Verwaltungsoptionen. Die Systeme können in zahlreichen Anwendungsszenarien im Rahmen von Desktop-Virtualisierungslösungen eingesetzt werden. Gerade in hochregulierten Branchen wie Handel, Gesundheitswesen, Finanzsektor und Bildungswesen spielt dies eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Mitarbeitern jederzeit und an jedem Ort einen sicheren Zugriff auf vertrauliche Daten zu ermöglichen.
Mit der ebenfalls in Orlando vorgestellten neuen Version von vWorkspace sollen Service-Provider in der Lage sein, Desktop-Virtualisierungslösungen auf Basis von Microsoft-Technologien bereitzustellen. Der vWorkspace 8.6 unterstützt Hyper-V und Azure sowie virtuelle Maschinen, die mit Windows 10 laufen. Die Kosten pro Tag für das Hosting von Windows-Applikationen auf einer Azure-Plattform lassen sich laut Dell mit vWorkspace senken. In einer auf Azure betriebenen Public Cloud können Service-Provider ihre Betriebskosten minimieren, indem sie nicht genutzte Desktop-Sessions abschalten und erst bei Bedarf wieder aktivieren.
Cloud Workspaces setzen nach Einschätzung von Arnold Vogt, Senior Advisor bei der Experton Group, Virtual-Desktop-Lösungen unter Margendruck. Das Managen einer Virtual Desktop Infrastructure (VDI) und das Hosting von individuellen virtuellen Desktops in einer Private-Cloud-Umgebung sind keine neuen Themen im IT-Service-Markt. Die kostengünstigere Bereitstellung von standardisierten Workplace-Services aus einer Shared Private Cloud oder Public Cloud sind es dagegen wohl. „Der Cloud-Services-Markt durchläuft eine Evolution – von individuellen Lösungen aus der Private Cloud hin zu standardisierten aus der Public Cloud“, berichtet Vogt.
Hosting-Anbieter von Virtual-Desktop-Lösungen geraten dabei unter Margendruck durch das Aufkommen von hochstandardisierten und somit kostengünstigen Cloud-Workplace-Services. „Wer dem durch Amazon Workspaces angefachten Preiskampf entgehen möchte, muss sich auf spezielle Kundenanforderungen ausrichten“, empfiehlt Arnold Vogt. Anfang September auf der VMworld 2015 in San Francisco hat Dell nachgelegt und eine breite Palette neuer Lösungen für VMware-Umgebungen in Rechenzentren, das System- und Gerätemanagement sowie für Thin Clients vorgestellt. Unternehmen können nach Angaben des Herstellers damit optimal dimensionierte und einfach zu verwaltende Cloud-, virtuelle Server- und virtuelle Desktop-Infrastrukturlösungen aufbauen.
Eine Schlüsselrolle spiele dabei das Thin-Client-Betriebssystem ThinOS, das in der Version 8.1 aktuelle Applikations- und Desktop Virtualisierungsprotokolle wie Horizon unterstützt. Darüber hinaus wurde auf der Veranstaltung die Version 8 des Cloud-Client-Managers vorgestellt, eine cloud-basierte Plattform zur Verwaltung von Thin Clients, mobilen Endgeräten und Enterprise Mobility Management (EMM) Workspaces mit einer Konsole. Zusammen mit dem Device-Manager bietet man IT-Administratoren eine Möglichkeit zur Verwaltung ihrer virtualisierten Desktop-Infrastruktur, bei der die Device- und Cloud-Management-Plattformen nahtlos zusammenarbeiten.