Samba 4 als Brückentechnologie

Zentrale IT-Verwaltung beim Bundesamt für Strahlenschutz

Die Infrastrukturlösung Univention Corporate Server soll durch die Integration von Samba 4 eine Verschmelzung der proprietären Windows-Welt mit der freien Linux-Welt beim Bundesamt für Strahlenschutz ermöglichen. Das Bundesamt will so von beiden Welten profitieren und sieht seine Ansprüche an Hochverfügbarkeit, Stabilität, einfache Verwaltbarkeit und Georedundanz erfüllt.

Die Lions Gate Bridge in Vancouver, Kanada.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nutzt seit 2006 Univention Corporate Server (UCS) für das Domänen-, Client- und Benutzermanagement. Im Mai 2013 stellte das Amt auf die aktuelle UCS-Version 3.1 um und will so von den Active-Directory-Funktionen profitieren, die durch die Integration der freien Software Samba 4 in UCS zur Verfügung stehen. Die Microsoft-Windows-basierten 950 Computerarbeitsplätze der rund 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes sollen so über kostengünstige und effiziente UCS-Linux-Server administriert werden.

Die IT-Administratoren des BfS nutzen Active-Directory-Funktionalitäten wie beispielsweise Gruppenrichtlinien zur Verwaltung der Windows Clients an den neun bundesweit verteilten Standorten des Bundesamtes. Dabei fungieren UCS-Server an den sechs größten Standorten als Samba/ Active Directory Domänencontroller, sorgen für die Bereitstellung technischer Basisdienste und versprechen darüber hinaus komfortable Funktionen für die Verwaltung der Benutzer- und Rechner-Accounts.

Die administrativen Daten werden zentral auf dem UCS-Masterserver in der Zentrale in Salzgitter gepflegt und an die Standortserver weitergegeben. Das ermöglicht eine gleichmäßige Lastverteilung, und soll durch die Georedundanz auch maximale Ausfallsicherheit bieten, da jeder Standort autark einsatzfähig bleibt, auch wenn die Verbindung zum Master-Server in der Zentrale ausfallen sollte.

Dank Samba 4 Akzeptanz bei Mitarbeitern für Einsatz von Linux-Servern

Aufgrund der umfassenden Active-Directory-Funktionen von UCS arbeiten die Benutzer an ihren gewohnten Clientsystemen mit den bekannten Windowsapplikationen weiter, ohne von den UCS-Linux-Servern im Hintergrund etwas zu merken. Genauso ermöglichen diese Funktionen eine Einbindung vorhandener proprietärer Storage-Systeme verschiedener Hersteller.

Das Bundesamt für Strahlenschutz nutzt also eine Brückentechnologie, die die Windows-Welt mit der Open Source-Welt verbindet. Dr. Christian Werner, Leiter der IT-Abteilung der Behörde, betont, dass dies wichtig sei, „weil die IT des Bundesamtes so die Vorteile, die eine Linux-Serverlösung bietet, nutzen kann und gleichzeitig die Lösung bei den Mitarbeitern auf eine hohe Akzeptanz stößt, da sie weiterhin ihre gewohnten Windows-Dienste und -Clients nutzen können.“

Support und Maintenance für Samba 4

Durch die Integration vom Samba 4 in UCS sollen IT-Abteilungen generell keine Samba-Server mehr aufwändig in Eigenregie aufsetzen müssen, verspricht der Anbieter. Unternehmen und Behörden sollen von einer einsatzbereit konfigurierten Samba 4-Version in UCS profititeren, die unter anderem für die Synchronisation des Samba-LDAP-Verzeichnis und des Open-LDAP-Verzeichnis in UCS sorgt. Darüber hinaus sorge der Einsatz von Univention Corporate Server für die vom nativen Samba 4 noch nicht unterstützte Sysvol-Replikation, die die Datenverteilung auf allen Samba-Domänencontrollern in einer Active Directory-Umgebung realisiert.

Wichtig für die Entscheidung, Samba 4 einzusetzen, sei für das Bundesamt auch, dass der Bremer Open-Source-Softwarehersteller Univention umfassenden Support für die in UCS integrierte Samba 4-Version bietet.

www.univention.de

Bildquelle: Thinkstock / iStockhttp://www.pixelio.de/

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok