Wie in der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2010 hat das Unternehmen die wichtigsten IT-gestützten Vertriebsprozesse untersucht. Die Gesamtzufriedenheit der Finanzberater hat 2011 gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen. Zwischen den einzelnen Kategorien liegen zudem teilweise erhebliche Unterschiede. Während Vermittler mit dem Kundenmanagement im Schnitt zufrieden sind, stellte das Beratungsunternehmen Optimierungsbedarf bei der Vertriebsunterstützung sowie der Verwaltung des Vertragsbestands fest. Erhebliche Mängel gibt es darüber hinaus beim IT-gestützten Recruiting sowie bei Analysemöglichkeiten, heißt es.
Die Diligent Studie „Zufriedenheit von Finanzberatern“ geht laut Unternehmen anhand von 40 Fragen den entscheidenden Faktoren des Vertriebsprozesses nach, evaluiert deren Relevanz und die Zufriedenheit der Vermittler mit dem Service-Angebot des jeweiligen Finanzvertriebs. Der daraus ermittelte Index soll eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse über mehrere Jahre zulassen.
Mit dem gemittelten Zufriedenheitsindex von 80,26 von 100 möglichen Punkten beurteilen die Befragten das Kundenmanagement ihrer Finanzvertriebe weitgehend positiv. Die Gesamtzufriedenheit hat sich in diesem Bereich praktisch nicht verändert. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede unter den jeweiligen Finanzdienstleistern.
Verbesserungsbedarf zeigt die Studie im Bereich Vertriebsunterstützung. Die gesunkene Zufriedenheit der Finanzberater mit den vorhandenen Prozessen und Werkzeugen bezieht sich vor allem auf die Verarbeitung und Bereitstellung von Daten der Produktpartner. Insbesondere die Möglichkeit, auf eine mit den Produktpartnern übereinstimmende Bestandsdatenbasis zuzugreifen, bewerten die Finanzberater negativ.
Ähnliche Herausforderungen zeigen sich im Bereich Vertragsmanagement. Unzufrieden zeigten sich die Berater etwa mit den Möglichkeiten, auf Produkt- und Tarifinformationen zum Vertragsbestand eines Kunden zuzugreifen. Außerdem bemängelten die Befragten, nicht zeitnah über Antrags-/Vertragsereignisse wie Störfälle oder Änderungen informiert zu werden.
Steigende Zufriedenheitswerte verzeichnen Finanzvertriebe beim Provisionsmanagement – in diesem Fragenbereich fielen die Antworten am positivsten aus. Überdurchschnittlich zufrieden sind die Finanzberater mit der Auszahlungsgeschwindigkeit von Provisionen, sowie der Möglichkeit, karriererelevante Kriterien wie Einheiten oder Umsatz und Provisionen direkt zu eingereichtem Geschäft nachvollziehen zu können. Allerdings zeigen sich auch hier Unterschiede zwischen den Finanzvertrieben.
Deutlich abgenommen hat darüber hinaus die Zufriedenheit im Fragebereich Struktur- und Mitarbeitermanagement. Insbesondere bemängelten die Berater die fehlende Unterstützung durch ein System zur Gewinnung neuer Mitarbeiter sowie die fehlende Unterstützung durch ein IT-System für das Recruiting innerhalb der jeweiligen Vertriebsstruktur.
Diligent hat die Studie zwischen November und Dezember 2011 durchgeführt und dazu insgesamt 3.820 Finanzberater der größten deutschen Finanzvertriebe angeschrieben. Der Rücklauf betrug 6,51 Prozent.
Detaillierte Ergebnisse unter:
www.dtbc.eu
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