Dorma modernisiert die Speicherlandschaft

Zukunftsfähige Strukturen

Der Automatiktürspezialist Dorma modernisierte seine Speicherlandschaft und bekommt dadurch die hohen ­jährlichen Wachstumsraten seiner Daten in den Griff.

Eishotel, Bildquelle: Dorma

Die Drehflügeltürantriebe ED100 und ED 250 trotzen Wind und Kälte. Selbst im Eishotel ­nördlich des Polarkreises verrichten die Antriebe bei dauerhaften ­Minustemperaturen zuverlässig ihren Dienst.

Die Dorma Holding GmbH + Co. KGaA mit Hauptsitz in Ennepetal produziert und vertreibt seit über hundert Jahren Produkte von Automatiktüren und Automatiktürantriebseinheiten bis hin zu Lösungen aus dem Sicherheitsbereich. Auf den Gebieten Türschließtechnik, mobile Raumtrennsysteme und Glasbeschlagtechnik ist das Unternehmen Marktführer. In anderen Produktsparten gehört der Hersteller national und international zu den bedeutendsten Anbietern. So lieferte die Dorma-Gruppe beispielsweise Schließsysteme für die 13.000 Türen des höchsten Gebäudes der Welt, das Burj Khalifa in Dubai, Bodentürschließer für das Guggenheim-Museum in Bilbao oder Schiebewandsysteme für den Berliner Hauptbahnhof.

Die Unternehmensgruppe wächst kontinuierlich und mit ihr auch die Datenmenge, die sicher und hochverfügbar gespeichert werden muss – zuletzt lag die Wachstumsrate der Daten bei 45 Prozent im Jahr. Innerhalb des Dienstleistungsbereichs spielen in diesem Zusammenhang insbesondere die SAP- und VMware-Systeme eine tragende Rolle. Diese werden zentral vom Rechenzentrum Wuppertal aus gehostet und weltweit bereitgestellt. „Die hochproduktiven SAP- und VMware-Systeme banden seit jeher einen großen Teil unserer Speicherkapazitäten. Durch deren Update stieg der Speicherbedarf im vergangenen Jahr nochmals an“, schildert Mark Dussy, Head of System Integration & Operations bei Dorma, die Ausgangssituation. „Hieraus ergab sich ein strategisch günstiger Zeitpunkt, um unsere IT-Struktur zukunftsfähig umzurüsten.“

Die bisherige IT-Umgebung konnte den steigenden Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Um die Speicherkapazitäten für weiteres Firmenwachstum auszulegen, nahmen die IT-Verantwortlichen bei Dorma eine stufenweise Umstrukturierung der Speicherlandschaft am Standort Wuppertal in Angriff. Das bestehende Storage Attached Network (SAN) mit einer Hitachi Universal Storage Platform VM (USP VM) sollte dabei schrittweise ersetzt werden. Zentraler Punkt dieser Planung war der Ausbau eines zweiten, räumlich getrennten Rechenzentrums zur Datenspiegelung in unmittelbarer Nachbarschaft.

Vor diesem Hintergrund schrieb der Türsystemhersteller Mitte 2010 zunächst zwei Storage-Systeme aus. Zum Vorgabenkatalog gehörten unter anderem eine Schnittstelle zur Integration mit VMware vSphere 4.1 und die Unterstützung von VAAI (vStorage API for Array Integration). Bei den Leistungswerten lagen die Mindestanforderungen bei 12 bzw. 22 TB Nettokapazität. Ebenso war ein redundanter Active/Active-Controller im gewünschten Leistungsumfang inbegriffen. Aus den Angeboten verschiedener Speicheranbieter entschied sich die Dorma-Gruppe für die AMS2300 von Hitachi Data Systems, da die Lösung alle im Wettbewerb ausgeschriebenen Anforderungen erfüllen konnte.

Im September 2010 wurde in beiden Rechenzentren in Wuppertal jeweils eine AMS2300 installiert. Nach der Implementierung optimierte man die Konfiguration des Environments. Dazu gehörte u.a. die gemeinschaftliche Erstellung von Hitachi Dynamic Provisioning Volumes (HDP) und das Aufsetzen der Software TrueCopy zur Datenspieglung mit HDP. Um die Administration des neuen Systems effizienter gestalten zu können, erhielten die Mitglieder des IT-Teams von Dorma zusätzlich eine fünftägige Schulung durch den Speicheranbieter.

Ende 2010 folgte eine weitere Ausschreibung über zwei Storage-Lösungen mit mindestens 22 bzw. 36 TB Nettokapazität. Erneut konnten die Produkte von Hitachi Data Systems überzeugen. Anfang 2011 wurden beide Rechenzentren in Wuppertal um jeweils eine AMS2500 erweitert. Als nächsten Schritt migrierte Dorma sämtliche Daten und SAP-Systeme von der USP VM auf die AMS2500. Im Zuge dieses Prozess eserhielten die Enterprise-Ressource-Planning-Programme der Unternehmensgruppe ein Update. Dabei bestand die Herausforderung darin, die Umstellung ohne spürbare Auswirkungen auf den laufenden Betrieb durchzuführen. Der Migrationsprozess lief innerhalb weniger Tage und ohne Zwischenfälle ab.

Mit der Systemumstellung kann Dorma auf die Kombination aus VMware-Integration, VMware-VAAI-Unterstützung und der Dynamic-Provisioning-Pooling-Funktion der AMS-Modelle zugreifen. Diese Funktionalitäten vereinfachen die Speicherzuweisung und erhöhen die Effizienz des gesamten IT-Systems – eine aufwendige manuelle Datenlokation wie vor der Umstellung entfällt dadurch vollständig. „Die Produkte der AMS2000-Serie ermöglichen aktives Load Balancing mit einem echten Active/Active-Controller“, so Dussy. „Unsere Speicherlandschaft bietet nun gewohnte Funktionalitäten auf Enterprise-Level, nur dass ­unsere IT-Struktur flexibler geworden und der administrative Aufwand spürbar gesunken ist. Die Systeme laufen einwandfrei und uns bleibt deutlich mehr Zeit für die Strategie und Planung.“ Dorma entschied sich im Jahr 2010 auch an einem weiteren Standort für eine Speicherlösung des Anbieters: Im lokalen Rechenzentrum des Tochterunternehmens Dorma Glass in Bad Salzufflen wurde eine AMS2100 implementiert.

 

Dorma Holding GmbH + Co. KGaA
Das Familienunternehmen beschäftigt weltweit rund 6.500 Mitarbeiter und zählt in den Bereichen Türschließtechnik, mobile Raumtrennsysteme sowie in der Glasbeschlagtechnik zu den Weltmarktführern. Zudem ist das Unternehmen erfolgreich im Geschäftsfeld Sicherungstechnik/Zeit- und Zutrittskontrolle tätig. Wesentliche Produktionsstätten liegen in Europa, Singapur, Malaysia, China sowie Nord- und Südamerika. Hauptsitz der Unternehmensgruppe mit 71 eigenen Gesellschaften in 47 Ländern ist in Ennepetal.
Im Internet: www.dorma.de

 

Bildquelle: Dorma

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