Deutsche Fußball-Bundesliga setzt auf AWS

„BuLi“-Fans auf Wolke 7

Die deutsche Bundesliga setzt auf Amazon Web Services (AWS) als offiziellen Technologieanbieter. Ziel sei es, Fans tiefere Einblicke bei der Liveübertragung von Bundesligaspielen zu ermöglichen und ihnen ein persönliches „Fan-Erlebnis" zu bieten.

Jubelnde Fußballfans

Durch die Zusammenarbeit der Deutschen Fußballbundesliga mit AWS sollen Fans bald allen Grund zum Jubeln haben.

Die Bundesliga werde dazu AWS-Dienste für Künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen (ML), Analysen, Datenverarbeitung, Datenbanken und Speicher nutzen, um Echtzeit-Statistiken zur Vorhersage von Spielzügen und -ergebnissen zu liefern. Zusätzlich sollen dadurch personalisierte Empfehlungen zu weiterem Material rund um ein Spiel gegeben werden können, und dies sowohl mobil oder online, über Streaming-Plattformen oder das Fernsehen.

Mithilfe der Technologie von AWS will Deutschlands Fußball-Bundesliga neue Cloud-basierte Services entwickeln, um Prozesse zu automatisieren, Abläufe effizienter zu gestalten und das Zuschauererlebnis für die rasant wachsende weltweite Fangemeinde der Bundesliga zu verbessern. Dafür werde eine neue Statistikplattform auf Basis von Amazon Sagemaker entwickelt, einem vollständig verwalteten Dienst zur Erstellung, dem Trainieren und der Bereitstellung von ML-Modellen. Damit könne die Bundesliga Fans in Echtzeit vorhersagen, wann wahrscheinlich ein Tor erzielt wird, potenzielle Torchancen identifizieren und aufzeigen, wie sich Teams auf dem Spielfeld positionieren und wer das Spiel kontrolliert. Als Grundlage dienen Live-Daten sowie historische Informationen von über 10.000 Bundesligaspielen. Die Bundesliga plane zudem weitere AWS ML-Dienste zu nutzen, darunter Personalize, um in Echtzeit individuelle Empfehlungen abzugeben und Fans auf personalisiertes Material zum Spiel, Marketingaktionen und Suchergebnisse zu ihrer Lieblingsmannschaft oder ihren Lieblingsspielern und -spielen aufmerksam zu machen.

Die Liga werde unter Verwendung anderer ML-Dienste, wie dem intelligenten Bild- und Videoanalysedienst Amazon Rekognition, ein Cloud-basiertes Medienarchiv aufbauen. Dieses versehe automatisch bestimmte Frames aus den mehr als 150.000 Stunden Video mit Metadaten wie etwa Spiel, Trikot, Spieler, Mannschaft und Spielort. So soll die Liga Filmmaterial vergangener Spiele einfach durchsuchen und Schlüsselszenen für In-Game-Übertragungen in mehr als 200 Ländern heraussuchen können. Das Archiv soll es der Bundesliga ermöglichen, den derzeitigen manuellen Prozess der Suche und Verschlagwortung von Spielhighlights zu automatisieren.

Bildquelle: Gettyimages/iStock/Gettyimages Plus

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