Zentraler API-Hub automatisiert Prozesse im IT-Betrieb

Das verbindende Element

Systematisches API-Management ist in Zeiten digitaler Vernetzung und verteilter Systeme unerlässlich. Ein zentraler API-Hub entlastet IT-Administratoren dabei von Routineaufgaben und sorgt für automatisierte Prozesse im IT-Betrieb.

Symbolbild Synergie

Für einen reibungslosen IT-Betrieb im Unternehmen müssen IT-Verantwortliche das nahtlose Zusammenwirken aller Systeme in Rechenzentrum und/oder Cloud sicherstellen.

Die IT-Landschaften von Unternehmen werden heute auf allen Ebenen zunehmend komplexer. IT-Administratoren stehen vor der Aufgabe, das Zusammenspiel hochgradig verteilter Systeme in Rechenzentren und/oder Cloud im laufenden Betrieb weiterzuentwickeln und kontinuierlich aktuellen Geschäftsanforderungen anzupassen. Sie müssen über all die unterschiedlichen Komponenten zwischen Backend und Frontend, über Web- und IT-Services hinweg einen reibungslosen IT-Betrieb sicherstellen, damit der Unternehmenserfolg nicht leidet.

Schlüsselfaktor für das digitale Geschäft

Eine zentrale Aufgabe ist dabei die Verwaltung und Synchronisation von programmierbaren Schnittstellen (APIs) zwischen den verschiedenen Komponenten im Gesamtsystem. Sie gewährleisten einen durchgängigen Datenfluss über alle Schritte eines Wertschöpfungsprozesses hinweg. Das Beratungsunternehmen Gartner sprach deshalb schon von einer API Economy und sieht APIs als zentrale Schlüsselkomponente für ein digitales Geschäft, das auf sicherem Austausch von Daten und Funktionalität basiert. Eine ganz besondere Rolle kommt hier der RESTful API zu. REST steht für „Representational State Transfer“ und bezeichnet einen Programmierstil, der dafür sorgt, dass verteilte Systeme über das Internet miteinander interagieren können. Verfügen IT-Systeme oder Microservices über eine RESTful API, dann erlauben sie eine umfassendere funktionale Integration mit anderen Systemen über das Web.

Für einen reibungslosen IT-Betrieb im Unternehmen müssen IT-Verantwortliche das nahtlose Zusammenwirken aller Systeme in Rechenzentrum und/oder Cloud sicherstellen. Manche Systeme verfügen zwar schon über vorbereitete Interfaces zueinander, viele aber auch nicht. Es gehört daher zum Arbeitsalltag eines IT-Administrators, Skripte oder Plugins selbst zu schreiben, um gewünschte Systeme und Services ihrer IT-Landschaft miteinander zu verbinden.

Eine solche „1:1“-Schnittstelle von einem System zum anderen hat allerdings einen gravierenden Nachteil: Je mehr Veränderungen und Updates in den angeschlossenen Systemen vorgenommen werden, desto häufiger müssen auch Schnittstellenskripts wieder bearbeitet und angepasst werden. Das sorgt regelmäßig für viel manuelle Arbeit, die IT-Administratoren häufig von wichtigeren Aufgaben abhält. Darüber hinaus macht eine Vielzahl von „1:1“-Verbindungen auch ein komplexes Gesamtsystem fehleranfälliger, weil manchmal schwer abzuschätzen ist, wie sich Veränderungen an einer Stelle andernorts in einer Architektur auswirken.

Synchrone Schnittstellen ohne Programmieraufwand

Systematisches API-Management mit einem zentralen API-Hub kann dieses Problem beheben und entsprechenden Aufwand für die Administration von IT- und RZ-Infrastrukturen deutlich reduzieren. Das Grundprinzip ist einfach: Statt die einzelnen Systeme einer IT-Landschaft über direkte „1:1“-Schnittstellen miteinander zu verbinden, wird ein zentraler API-Hub zwischengeschaltet. So muss jede Architektur-Komponente, jeder Web- oder IT-Service im Unternehmen nur noch an den zentralen Hub angeschlossen werden. Hier lassen sich alle API-Schnittstellen übersichtlich und systematisch verwalten und synchronisieren. Mit der Zeit entsteht so eine Bibliothek verfügbarer Schnittstellen, so genannte Connectors, und Verbindungen, sodass für regelmäßige Aufgaben – wie beispielsweise die Inbetriebnahme und Anbindung eines neuen Servers in IT-Service-Management Systeme wie IT-Dokumentation, Konfigurationsmanagement oder Monitoring – leicht wieder darauf zurückgegriffen werden kann, ohne dass eine extra Zeile Code geschrieben werden muss.

Schnittstellen-Skripte adé

Verfügt ein API-Hub über ein visuelles Interface, können neue Verbindungen einfach per „Drag & Drop“ hergestellt werden, sodass Migrationen oder die Einführung neuer Web- oder IT-Services keinen großen Aufwand bedeuten und kaum fehleranfällig sind. API-Hubs, die – wie beispielsweise das auf Open Source basierende OpenCelium der Becon GmbH – standardmäßig RESTful API unterstützen, machen es Unternehmen einfach, die reichhaltige Funktionalität webbasierter Services mit den eigenen Systemen in Rechenzentrum und Cloud zu integrieren. Die Nutzung eines zentralen API-Hubs unterstützt IT-Verantwortliche so dabei, sich regelmäßig wiederholende Prozesse zu automatisieren und ihren IT-Betrieb deutlich effizienter zu gestalten.

Systematisches API-Management ist in Zeiten digitaler Geschäftsprozesse unerlässlich. IT-Administratoren, die dazu einen zentralen API-Hub nutzen, profitieren mehrfach: Sie befreien sich durch automatisierte Prozesse von repetitiven Routineaufgaben und verlieren nie die Übersicht über ihre Schnittstellen. Ganz egal, ob es um die Administration von Systemen in der Cloud oder im eigenen Rechenzentrum geht – sie können auf einfache Art sicherstellen, dass wichtige Systeme einen sicheren End-to-End-Zugriff auf benötigte Daten haben.

Bildquelle: Getty Images / iStock  / Getty Images Plus

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