Damit Alt und Neu nahtlos zusammenarbeiten

Datenhub für die ERP-Evolution

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ERP-Systeme aus verschiedenen Generationen im laufenden IT-Betrieb so zu verbinden, dass Alt und Neu nahtlos zusammenarbeiten. Gefragt sind Konzepte, die diese ERP-Evolution kontinuierlich gestalten.

Von der Kerze bis zur Glühbirne

Von AS/400 bis zum Cloud-ERP mit Echtzeitdatennutzung war es ein langer Weg – und die „Evolution“ ist noch lange nicht abgeschlossen.

Mit ihren rund 30 Jahren können IBM AS/400 und SAP R/3 im IT-Zeitalter getrost zu den Dinosauriern gezählt werden, die sich technologisch längst überlebt haben. Doch wie für so manch versteckt lebende Art fristen auch sie in den Nischen und Kellern so mancher IT-Landschaften noch ein verborgenes Dasein und leisten dabei verlässlich gute Arbeit.

Moderne ERP-Systeme bringen umfassende Funktionalität für alle Geschäftsprozesse mit, bieten aber gleichzeitig über standardisierte Schnittstellen und Webtechnologie die nötige Offenheit, mit anderen Systemen zusammenzuarbeiten. Nur damit können Unternehmen individuell die jeweils besten Systeme für ihre Wertschöpfungskette auswählen und dabei dennoch von nahtlos ineinandergreifenden Geschäftsabläufen profitieren. Moderne ERP-Systeme erlauben eine Multi-Channel-Kommunikation und lassen sich von verschiedensten – auch mobilen – Endgeräten bedienen. In Industrieprozessen arbeiten sie beispielsweise mit IoT-basierten Geräten zusammen. Dem Handel bieten sie standardisierte Schnittstellen zu Webshops oder Online-Marktplätzen.

Wie aber lässt sich nun die Brücke schlagen zwischen diesen offenen Lösungen der modernen Online-Welt und den Altsystemen? Manche Unternehmen entscheiden sich für eine sogenannte Rip-and-Replace-Strategie und tauschen veraltete Großsysteme komplett aus. Solche Mammutprojekte dauern aber meist lange und sind riskant. Andere setzen darauf, bestehende Systeme in der ERP-Landschaft durch Schnittstellen dort zu verbinden, wo es Daten und Informationen auszutauschen gilt. Solche Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen einer Vielzahl von Systemen führen aber schnell zu einem „Wildwuchs“, der die Komplexität des Gesamtsystems erhöht und es deutlich fehleranfälliger macht.

Der eine oder andere IT-Dinosaurier

Eine erfolgversprechendere Strategie für eine sanfte ERP-Evolution ist ein zentraler Datenhub, der wie eine zentrale Datendrehscheibe innerhalb einer IT-Architektur fungiert. Hier werden Produktdaten aus den verschiedenen Systemen im Unternehmen zentral gespeichert. Dabei braucht jedes System jeweils nur eine Schnittstelle zum zentralen Datahub, unabhängig vom Quellsystem. Datenhubs wie z.B. der von Actindo sorgen in einem mehrstufigen Daten-Mapping dafür, dass die gesammelten Daten automatisch in benötigte Formate umgewandelt und durch weitere zugehörige Daten, Informationen und Medien angereichert werden, sodass sie einfach und in Echtzeit zur Nutzung in anderen Zielsystemen der IT-Landschaft bereitstehen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 03/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Ein zentraler Datenhub verbindet systematisch und flexibel – gleich ob ein System schon viele Jahrzehnte im Einsatz ist oder ob es sich um eine moderne Lösung handelt. IT-Verantwortlichen schenkt er dadurch die Freiheit, genau die Systeme in ihrer ERP-Architektur zu nutzen, die ihre Wertschöpfungskette und ihr Geschäftsmodell am besten unterstützen – auch wenn der eine oder andere IT-Dinosaurier unter ihnen ist.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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