Sinnvolle Mobilstrategien aufsetzen

Der schnellste Weg zur Enterprise Mobility

Der Reifegrad der Mobilstrategien von Unternehmen ist höchst unterschiedlich. Guido Becker von der Allgeier IT Solutions GmbH erläutert den besten und schnellsten Weg zur Enterprise Mobility.

Guido Becker, Allgeier IT Solutions GmbH

Guido Becker ist seit 1. Oktober 2016 neuer Vertriebsleiter und Prokurist bei der Allgeier IT Solutions GmbH für den ECM-Bereich.

IT-DIRECTOR: Herr Becker, inwieweit haben deutsche Großunternehmen und Konzerne bereits eine dedizierte „mobile Strategie“ aufgesetzt?
G. Becker:
Ich kenne kaum ein Unternehmen, das Stand heute keine Mobilstrategie aufgesetzt hat. Die mobile Strategie ist Bestandteil des Geschäftsmodells von Konzernen und Großunternehmen. Wenn man jedoch sich den „Reifegrad“ anschaut, so gibt es da jedoch noch große Unterschiede.

IT-DIRECTOR: Welche Branchen erweisen sich dabei als Vorreiter? Bei welchen besteht noch Nachholbedarf?
G. Becker:
Wesentliche Branchen, z.B. Handel, Medien, Tourismus und Automobilindustrie, haben diese bereits in der Kommunikation mit ihren Kunden erfolgreich umgesetzt. Die interne Umsetzung der mobilen Strategie hinkt jedoch vielfach noch nach. Gerade dort läuft man aber Gefahr, durch Insellösungen, fehlende Skalierbarkeit und Risiken angesichts mangelnder Sicherheitsvorgaben den Anschluss zu verlieren.

IT-DIRECTOR: In wessen Verantwortungsbereich fallen Entscheidungen hinsichtlich der „Enterprise Mobility“? Wer stellt die notwendigen Investitionen zur Verfügung?
G. Becker:
Der Druck hinsichtlich der Prozessoptimierung und der damit einhergehenden Effizienzsteigerung sowie Kostenreduktion steigt. Gleichzeitig nimmt der Bedarf zu – unabhängig von Ort und Zeit, an Unternehmensprozessen teilzunehmen. Aus diesem Grund müssen für die erfolgreiche Planung und Umsetzung von „Enterprise Mobility“, IT- und Fachabteilungen sehr intensiv zusammenarbeiten. Die Fachabteilungen sind da aus meiner Sicht ganz klar die Business-Treiber und tragen damit auch maßgeblich die notwendigen Investitionen.

IT-DIRECTOR: Worauf sollten Unternehmen, die firmenweit mobile Strategien umsetzen wollen, hinsichtlich der Sicherheit achten?
G. Becker:
Gleich zu Beginn muss ein durchgängiges Sicherheitskonzept Bestandteil des Planungsprozesses sein. Der mobile Zugriff auf sensible Geschäftsinformationen und interne IT-Systeme ist dabei umfassend abzusichern. Es muss sichergestellt werden, dass persönliche und firmeninterne Informationen strikt getrennt werden und nicht unkontrolliert abfließen. Wir unterstützen beispielsweise unsere Kunden bei der Auswahl und Implementierung entsprechender Infrastruktur- und Managementplattformen.

IT-DIRECTOR: Ein Blick in die Praxis: Mobile BI, mobiles DMS oder Mobile ERP – welche Projekte mit mobilen betriebswirtschaftlichen Lösungen konnten in der Vergangenheit erfolgsversprechend umgesetzt werden? Welche Faktoren brachten dabei den Erfolg?
G. Becker:
Wir stellen fest, dass Business-Apps, die einen konkreten Anwendungsfall oder Prozesses unterstützen, die größten Erfolgschancen bieten. Gerade die Einbindungen von mobilen Lösungen bei den Themen DMS und BPM bieten hier unglaubliches Potential. Natürlich müssen wir unsere Kunden dabei auch intensiv beraten, da die Potentiale und die technischen Möglichkeiten auf den ersten Blick oftmals nicht erkannt werden.

IT-DIRECTOR: Welche Mobile-Projekte haben sich eher als Spielerei erwiesen? An welchen haben sich die Verantwortlichen gar gewaltig die Finger verbrannt?
G. Becker:
Zum einen gerade dann, wenn der konkrete Business-Nutzen nicht gegeben ist und kein konkreter Prozess im Vordergrund steht. Zum anderen, wenn in der Planungsphase kein durchgängiges IT-Sicherheits- und Managementkonzept vorlag. Darum ist es umso wichtiger, dass wir unsere Kunden intensiv in der Planungsphase beraten.

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