03.01.2018

Designfehler in Intel-Chips könnte PCs ausbremsen

Sicherheitsforscher haben in Chips von Intel einen gravierenden Fehler entdeckt, der nach der Behebung zu einem spürbaren Performance-Verlust bei Personal Computern mit einer Intel-CPU führen könnte.

Das Logo des Chipherstellers Intel vor der Zentrale des Unternehmens im kalifornischen Santa Clara ((Foto: Andrej Sokolow))

Das Logo des Chipherstellers Intel vor der Zentrale des Unternehmens im kalifornischen Santa Clara ((Foto: Andrej Sokolow))

Der schwerwiegende Designfehler, durch den PC-Systeme möglicherweise gekapert werden können, könne nur durch umfassende Änderungen an Betriebssystemen wie Windows oder Linux ausgebügelt werden, berichtete am Mittwoch das Technikportal „The Register“. Dies könne zu massiven Leistungseinbußen führen.

Wie sehr die Systeme unter einem Sicherheitspatch zu leiden haben, blieb am Mittwoch noch unklar. Während „The Register“ je nach Anwendung und Prozessor mit Leistungseinbußen von bis zu 30 Prozent rechnet, war in anderen Berichten von deutlich geringeren Werten die Rede. Chips von Intel-Konkurrent AMD sind dem Vernehmen nach nicht von dem Designfehler betroffen.

Wird die Lücke auf den betroffenen Systemen nicht geschlossen, könnte Nutzersoftware auf eigentlich geschützte Daten im Betriebssystem-Kernel zugreifen und damit auch Passwörter oder andere verschlüsselte Daten auslesen. Normalerweise werden diese Speicherbereiche vor Anwendungssoftware versteckt.

Genaue Angaben von Intel zu der Fehlerbeseitigung und den möglichen Auswirkungen auf die Leistung eines PCs mit einer Intel-CPU gibt es noch nicht. Fachleute rechnen aber nach einem Update mit Leistungseinbußen, weil das Betriebssystem dann den Chip zwingt, zusätzliche Arbeitsschritte auszuführen, um einen Zugriff fremder Programme auf die gesperrten Speicherbereiche zu verhindern.

dpa/ls

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