Weltweite Umfrage

Deutlich höhere Budgets für Cybersicherheit

Unternehmen investieren verstärkt in Cybersicherheit, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Demnach planen 2020 mehr als zwei Drittel Investitionen von mindestens fünf Prozent ihres IT-Gesamtbudgets.

Sichere IT-Infrastrukturen

Weltweit wollen die Unternehmen deutlich mehr in Lösungen für Cybersicherheit investieren.

Laut Studie planen 68,5 Prozent der Unternehmen im Jahr 2020 mindestens fünf Prozent ihres IT-Gesamtbudgets für Cybersicherheit zu investieren – im Jahr 2019 waren das nur 56 Prozent. 30 Prozent wollen 2020 sogar mehr als zehn Prozent investieren (2019: 19 Prozent). Das geht aus einer weltweiten Untersuchung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. Ein wichtiger Grund für die gestiegene Bereitschaft: Die Cybersicherheitsteams werden sich in den nächsten Jahren verändern müssen. Davon sind 2.280 von 3.000 der im Rahmen der Studie weltweit befragten Unternehmensverantwortlichen (76 Prozent) überzeugt.

„Die erkennbaren Budgeterhöhungen unterstreichen die betriebswirtschaftliche Relevanz, die Unternehmen der IT-Sicherheit heute einräumen“, sagt Jörg Asma, Partner und Cyber Security Leader von PwC, und weiter: „War eine ausreichende Investition in Cybersicherheitskapazitäten und -personal vor einigen Jahren noch ein eher notwendiges Übel, ist sie heute strategischer Imperativ. Unsere Erfahrungen zeigen: Mit einer Investitionsquote von mehr als fünf Prozent sind die Chancen für Unternehmen immens viel besser, größere Gefahren frühzeitig erkennen und ihnen bei minimalem Schaden zu begegnen. Gleichzeitig haben die Unternehmen auch erkannt, dass eine qualitative Veränderung einsetzen muss, um die Sicherheit auch in der Zukunft aufrecht erhalten zu können.“

Signifikante Veränderungen

Gemäß der Umfrage sind 76 Prozent der Unternehmen der Ansicht, dass signifikante Veränderungen in den Cybersicherheitsteams notwendig sein werden, 20 Prozent halten dies sogar für ‚sehr‘ signifikant. Dabei sind die wichtigsten Gründe für eine Veränderung:

  • 72 Prozent haben als Anforderung an die Cybersicherheit eine deutliche stärkere Einbindung der dort tätigen Spezialisten in die Strategie und geschäftliche Prozesse benannt.
  • 64 Prozent sind der Ansicht, dass die Fähigkeit entwickelt werden muss, auch Dritte – wie Zulieferer oder Partner – hinsichtlich ihrer Cybergefahren zu analysieren.
  • 49 Prozent halten die Einführung von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) für die wichtigste Veränderung, auf die sich Cyberteams künftig einstellen müssen. Es folgen eine engere Zusammenarbeit mit dem Risk Management (dies halten 37 Prozent für immens wichtig) sowie ein unmittelbares, regelmäßig Reporting an Vorstand und Aufsichtsrat (32 Prozent).

„Aufgrund der vielfältigen Bedrohungslage hätte man erwarten können, dass Cyberspezialisten vor allem vor neue technische Herausforderungen gestellt werden“, so Jörg Asma. „Dagegen werden vor allem Business- und so genannte Softskills die Kompetenzen sein, die für die Veränderung der Abteilungen benötigt werden. Ob es eine engere Einbindung in die Strategie, ein Reporting an den Vorstand oder eine bessere Zusammenarbeit mit dem Risk Management ist: IT-Sicherheitsexperten wird immer mehr klassische Managementkompetenz in Verbindung mit exzellenten kommunikativen Fähigkeiten abverlangt, da Cybersicherheit heute eine Schnittstellenfunktion ist.“

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