Die Zukunft der Büroflächen

Hybrid-Arbeit richtig umgesetzt

Nach etwa zwei Jahren Social Distancing, verlassenen Arbeitsplätzen und leerstehenden Bürogebäuden fragen sich viele Unternehmen: Was wird überhaupt noch normal für den künftigen Arbeitsplatz sein? Und welche Maßnahmen lassen sich nach dem großen Experiment der Fernarbeit entwickeln?

Huddle Room

Richtige Huddle Rooms sind weniger für geplante Termine, sondern eher für informelle „Treffpunkte“ gedacht.

Die abrupte Rückkehr zur Vollzeitbeschäftigung im Büro entspricht nicht dem Wunsch der meisten Mitarbeiter – weder beruflich noch in Bezug auf ihre Work-Life-Balance. Schon früh während der Pandemie stellte etwa GoTo seine Belegschaft auf ein remote-zentriertes Modell und auf ein hybrides Arbeiten um, da einige Mitarbeiter die globalen Büroräume aufsuchen, während andere zu Hause bleiben. Das Unternehmen gibt somit Tipps aus eigener Erfahrung, wie Remote- und Office-Mitarbeiter in Zukunft besser zusammenarbeiten können. Wichtig sind dafür geeignete Dienste, die eine kommunikative Zusammenarbeit ermöglichen, und IT-Lösungen, die eine wirklich hybride Welt für Unternehmen jeder Größe und überall auf der Welt möglich machen.

Virtuelle Treffpunkte schaffen

Im Büro können Unternehmen Huddle Rooms für Meetings mit Teams von bis zu sechs Personen einrichten. Große Unternehmen haben oft bereits abtrennbare Räumlichkeiten. Eine solche Aufteilung bietet sich auch für Videokonferenzen und Kundengespräche an – statt von einem isolierten Einzelschreibtisch teilzunehmen. Richtige Huddle Rooms sind jedoch weniger für geplante Termine, sondern eher für informelle „Treffpunkte“ gedacht. Sie lösen somit den traditionellen, lange im Voraus gebuchten, großen Tagungsraum ab. Mithilfe von Videokonferenzen können Teams diese Räume also auch zum (virtuellen) Coworking nutzen.

Strukturen für dezentrale Zusammenarbeit

Virtuelles Coworking ist eine Maßnahme, bei der verteilte Teams in einer Videokonferenz zusammenarbeiten. Alles, was sie dafür benötigen, sind gemeinsame Zeit und eine Videokonferenzverbindung. Für Einsteiger eignet sich ein Zeitraum von 30 Minuten bis zu einer Stunde. Fortgeschrittene können die Zeit auch ausweiten und jeweils einen halben Tag lang virtuell mit dem eigenen Team zusammenarbeiten. Vielen Menschen – gerade Neustartern – hilft es, die Kollegen um sich zu haben. So können sie direkt Fragen stellen und sich austauschen. Aber Grundregeln sind wichtig. Teammitglieder sollten üblicherweise ihre Videoübertragung deaktivieren, sich aber nicht stumm schalten. So können sie sich schnell rückversichern oder miteinander absprechen. Wenn die Beantwortung einer Frage mehr als nur ein paar kurze Bemerkungen erfordert, begeben sich die Beteiligten in einen gesonderten virtuellen Raum oder nutzen eine separate Verbindung, um die anderen nicht zu stören. Gleiches würden sie auch in der Büropräsenz tun.

Inklusion der Remote-Arbeiter im Büroalltag

Wenn Arbeitnehmer künftig einen modernen, auf Fernzugriff ausgerichteten Arbeitsplatz betreten, sollte dieser die Vernetzung fördern. Im Büro beginnt dies mit buchbaren und flexiblen Arbeitsplätzen. Sie ermöglichen den Mitarbeitern, sich problemlos mit Kollegen abzustimmen und sich frei in der Arbeitsumgebung zu bewegen. Huddle Spaces und Abwandlungen des traditionellen Konferenzraums stellen Werkzeuge für die Teamarbeit bereit. Ziel ist es, nicht nur ein flexibles, sondern auch ein gleichberechtigtes und integratives Arbeitsumfeld zu fördern. Virtuelles Coworking und kleine Meeting-Räume sind schnell etabliert. Mit der Umstellung der Unternehmen auf diese „zweite Generation“ der Fernarbeit werden diese Arten von unstrukturierten virtuellen Interaktionen zu einem sichtbaren und wichtigen Bestandteil des inklusiven Arbeitsalltags der hybriden Zukunft.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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