Cloud-Migration

KPI-Kultur setzt Prioritäten

IT-Strategiepläne brauchen Kennzahlen. Hat ein Cloud-Service tatsächlich optimale Kostenstrukturen? Unterläuft eine geplante Cloud-Migration bereits getätigte Investitionen? Sind Software-Lizenzen ausgelastet und welche Compliance-Risiken sind mit IT-Infrastruktur verbunden?

Frau sitzt vor zwei Monitoren

Eine KPI-Kultur hilft etwa, IT-Investitionen einen konkreten Wertbeitrag zuzuordnen.

Fragen zu Key-Performance-Indikatoren (KPIs) dieser Art sind bereits ab dem gehobenen Mittelstand nicht trivial. Verlässliche Antworten darauf sind aber wesentlich, um den IT-Betrieb und Innovationen bewerten und Prioritäten setzen zu können.

Eine KPI-Kultur verbunden mit der Fähigkeit, Kennzahlen mit ihren Abhängigkeiten automatisiert – über Integrationen und Machine Learning – zu erfassen, fördert die strategische Ausrichtung der IT. Anhand von Standards für Technology Business Management (TBM) hat Apptio aus Projekten für die zentrale Analyse, Planung und Optimierung von Technologieinvestitionen die fünf wichtigsten KPIs für die IT-Steuerung abgeleitet. Sie sind als übergeordnete Indikatoren der Ausgangspunkt für Drill-Downs bei Anomalien sowie „Was-wäre-wenn“-Analysen vor Entscheidungen.

Kosten ohne Lücken: Für eine IT-Gesamtkostensicht gibt es zwei typische Hürden: erstens Schatten-IT außerhalb der übergeordneten IT-Planung und -Verwaltung. Zweitens mangelt es oft an der Detailsicht auf die Bedingungen und Konsequenzen bestehender Verträge – etwa mit Cloud- und SaaS-Providern, Hardware-Lieferanten sowie IT-Dienstleistern. Beide Bereiche bergen oft erhebliche Verbesserungspotenziale oder Abhängigkeiten, die beispielsweise den optimalen Zeitpunkt für Migrationen oder die Konsolidierung von Services beeinflussen.

Kosten pro Einheit: Dieser Wert ist essenziell für drei Analysen: zum einen, um die eigene Effizienz in Benchmarks sowie Effekte aus Veränderungen messen zu können. Zum anderen machen die Kosten pro Einheit Alternativen bei Lizenzen und Bereitstellungsmodellen erst vergleichbar. Dritter Aspekt ist, anhand dessen bessere Grundsatzentscheidungen zu Insourcing, Outsourcing oder Cloud-Services zu treffen.

Betrieb versus Wachstum: Hier geht es an Eingemachte: Steigen Betriebskosten ohne Mehrwert, ist das ein Alarmsignal für Altlasten, Drill-Downs zeigen die Gründe und bereiten den Weg für „Was-wäre-Wenn“-Analysen. Beanspruchen hingegen Innovationsinitiativen zu viele Ressourcen, ist ein kritischer Blick auf folgenden Indikator ratsam.

Wertbeitrag versus Spielfeld: Der Prozentsatz der IT-Investitionen für Geschäftsinitiativen in Verbindung mit Zufriedenheitswerten der betrieblichen Services zeigt auf, ob IT-Projekte mit den Unternehmenszielen in Einklang stehen. Daraus abgeleitete Wertanalysen nach Geschäftsfunktionen machen deutlich, welche Projekte positive auf den Ertrag wirken und welche „Spielfelder“ beschränkt werden sollten.

Sparsame versus Verschwender: Wer die anteiligen IT-Kosten der einzelnen Geschäftsbereiche aufschlüsselt, kann die Nachfrage besser steuern, Services gezielter bündeln oder Handlungsspielräume klarer definieren. Gleichzeitig werden die relativen IT-Kosten der Geschäftsbereiche deutlich, „Ausreißer“ und die Gründe dafür sichtbar.

Hybride Infrastrukturen und die Freiheit der Geschäftsbereiche für eigene IT-Entscheidungen sichern zwar die nötige Flexibilität, erschweren aber das IT-Finanzmanagement, das nicht allein auf Kosten reduziert werden darf. Eine KPI-Kultur hilft, IT-Investitionen einen konkreten Wertbeitrag zuzuordnen und die Umsetzung strategischer Pläne in den operativen Betrieb messbar zu machen.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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