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Cebit 2018: So läuft der Aufbau

Die Cebit versucht nach drei Jahrzehnten einen Neuanfang mit einem „Festival“-Format und einem späteren Termin im Sommer. Der Aufbau läuft laut Veranstalter planmäßig.

Im Mittelpunkt der Cebit steht die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. ((Foto: Friso Gentsch))

Im Mittelpunkt der Cebit steht die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. ((Foto: Friso Gentsch))

Die Messe wird auf dem Gelände in neue Hallen umziehen, im Zentrum des neuen Konzepts steht eine Art Campus unter dem Expo-Dach. Bei den Veränderungen gehe es vor allem darum, die 25- bis 35-Jährigen als neue Zielgruppe zu erreichen – als „Mitarbeiter und Digitalentscheider der Zukunft“, erklärte Messechef Oliver Frese.

Mit Blick auf den drohenden Fachkräftemangel etwa bei Programmierern seien daher auch Speed-Dating-Formate geplant – um Unternehmen und mögliche künftige Mitarbeiter zusammenzubringen. In den Blick genommen werde auch, welche Veränderungen etwa VR-Brillen, Drohnen oder Roboter in den nächsten drei bis fünf Jahren bewirken könnten.

Die Aussteller seien „überzeugt von der Verschmelzung von Business und Festival“, versicherte Frese. „Alle großen Unternehmen, die die digitale Transformation maßgeblich prägen, machen mit bei der neuen Cebit.“ Insgesamt rechnen die Veranstalter mit 2.500 bis 2.800 Ausstellern aus 70 Ländern. Im Mittelpunkt der Digitalisierungsmesse (11. bis 15. Juni) sollen große digitale Themen wie Künstliche Intelligenz (KI), humanoide Roboter und autonomes Fahren stehen.

Aufbau läuft planmäßig


Kurz vor dem Start läuft der Aufbau planmäßig. Etwa 10.000 Handwerker arbeiteten in den Hallen, die Stände seien weit gediehen und neue Wahrzeichen wie das Riesenrad der Software-Firma SAP stünden bereits, sagte ein Messesprecher am Donnerstag.

Die Messe soll auch wieder stärker für Privatbesucher geöffnet werden, u.a. mit Konzerten. Die bisherigen Konferenzen sollen in einem neuen Talkshow-Format aufgehen und Querdenkern, Visionären und Experten eine Plattform bieten. Die Cebit neuer Art erinnert da an Digitalkonferenzen wie SXSW oder Web Summit. Die bisherigen Cebit-Messen im März waren rund um die Messestände der Aussteller in den Hallen aufgebaut.

Die Aussteller setzen nun auf Erlebnisse. Vodafone will auf 1.500 Quadratmetern mit rund 80 Beispielen die Facetten der digitalen Innovationen aufzeigen. Besucher sollen Anwendungen des Internets der Dinge selbst erfahren können, etwa auf einer digitalen Baustelle. Der Chipkonzern Intel will Vernetzung und Künstliche Intelligenz erlebbar machen. Von Dienstag- bis Donnerstagabend soll es eine fünfminütige Drohnen-Show auf dem Außengelände geben. Ein Schwarm von bis zu 300 Drohnen des von Intel übernommenen deutschen Entwicklers Ascending Technologies wird eine Lichtshow in den Himmel zeichnen. Cebit-Besucher können zudem auf einer sogenannten stehenden Welle surfen, aufgezeichnete Daten sollen dann zeigen, was man alles auswerten kann.

Dagegen verzichtet Microsoft als einst großer Cebit-Aussteller in diesem Jahr auf eine Teilnahme. Microsoft-Manager Martin Große erklärte, es sei entscheiden worden, sich auf die Hannover Messe sowie die IFA in Berlin zu konzentrieren.

dpa/Thomas Strünkelnberg/ls

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