Bis zum Jahr 2020 sollen die Kunden auf die Produkte von bis zu 3.000 neuen Partnern zugreifen können, bestätigt Otto-Vorstand Marc Opelt.
„Unsere Transformation zur Plattform ist kein Selbstläufer – umso mehr freue ich mich, dass wir den wohl größten Umbruch unserer Firmengeschichte so erfolgreich gestalten können“, sagt Marc Opelt, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Otto. „Wir stellen uns in einigen Geschäftsbereichen komplett neu auf, arbeiten an der Automatisierung unserer Partneranbindung und schaffen trotzdem ein beachtliches Wachstum.“
Für das Geschäftsjahr 2018/19 prognostiziert das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 3,2 Mrd. Euro. Damit werde die Einzelgesellschaft zum neunten Mal in Folge wachsen, voraussichtlich um mehr als acht Prozent. Ebenfalls erfreulich gestaltete sich die zunehmende Zahl aktiver Kunden: Sieben Millionen, plus fünf Prozent, kauften auf otto.de ein, davon zwei Millionen Neukunden. Erstmals kauften im vergangenen Geschäftsjahr über die Hälfte aller Kunden (55 Prozent) via Smartphones und Tablets auf dem Portal ein.
Seit Mitte 2017 arbeitet der Online-Händler an der Weiterentwicklung seines Geschäftsmodells zur Plattform und der Öffnung von otto.de für neue Partner und Marken. So hat Otto bereits 400 neue Anbieter angebunden. Zusätzlich optimiert das Unternehmen die weitere Automatisierung der Onboarding-Prozesse und baut die Initiativen „Market“ und das Self-Service-Portal „Brand Connect“ aus. Im neuen Geschäftsjahr will man rund 100 Mio. Euro in die Weiterentwicklungen zur Plattform investieren. Bis zum Jahr 2020 sollen die Kunden auf die Produkte von bis zu 3.000 neuen Partnern zugreifen können, bestätigt Vorstand Marc Opelt.
Bis zum Sommer 2022 soll auf dem Campus in Hamburg-Bramfeld eine neue Firmenzentrale entstehen. Das Unternehmen investiert dabei in den Umbau eines alten Lagergebäudes. Der neue Hauptsitz werde auf insgesamt neun Etagen im Multi-Space-Konzept moderne und flexible Arbeitswelten für 1.800 Mitarbeiter bereitstellen.
„Zukünftig werden Haushaltsgeräte ohne Internetzugang aussterben. Unter dem Label ‚Otto ready‘ machen wir deswegen Geräte und Plattformen fähig, sich mit uns zu verbinden und freuen uns auf viele weitere Kooperationen im Bereich IoT“, sagt Marc Opelt.
Um sich schon jetzt auf dem Markt der smarten Haushaltgeräte zu positionieren, kauft der Hamburger Online-Händler zum 1. März 2019 das Start-up Orderthis. Die Software der Firma fungiere als Verbindungselement zwischen Online-Shops und internetfähigen Haushaltsgeräten – z.B. Geschirrspülern, Druckern, Kaffee- oder Waschmaschinen – und soll Otto zur Einkaufsstätte für Zusatzprodukte von smarten Geräten machen.
Bildquelle: Otto