Hohe Datenschutzanforderungen

Output-Umgebungen umfänglich absichern

Welche Sicherheits-Features bei der Nutzung von Output-Geräten auf keinen Fall fehlen sollten, weiß Johannes Bischof von Konica Minolta

Johannes Bischof, Konica Minolta

Johannes Bischof, President Konica Minolta Business Solutions Germany and Austria

IT-DIRECTOR: Herr Bischof, im Zuge von Digitalisierung und Vernetzung verändern sich die klassischen Büroarbeitsplätze zunehmend. Immer mehr Mitarbeiter arbeiten orts- und zeitunabhängig. Was bedeutet dies für die Nutzung von Output-Geräten?
J. Bischof:
Im Büro der Zukunft werden Output-Geräte eine neue Rolle spielen, die weit über den derzeit üblichen Leistungsumfang hinaus geht. Sie müssen intelligenter und gleichzeitig platzsparend und effizient sein. Zudem müssen sie ein sicheres Arbeitsumfeld gewährleisten, damit Mitarbeiter orts- und zeitunabhängig arbeiten können.

IT-DIRECTOR: Neben der Digitalisierung sorgte im letzten Jahr die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) für Schlagzeilen. Worauf kommt es an, will man seine Output-Umgebungen „compliant“ gestalten?
J. Bischof:
Unternehmen benötigen heute einen ganzheitlichen Sicherheitsansatz, um die gestiegenen Datenschutzanforderungen zu erfüllen. Dabei erstreckt sich der Schutz nicht nur auf die Output-Geräte, sondern bezieht die Output-Umgebung als Ganzes mit ein. Das bedeutet, dass sie gleichzeitig den Umgang mit physischen und digitalen Dokumenten optimieren müssen.

IT-DIRECTOR: Welche Sicherheits-Features sollten vor diesem Hintergrund bei der Nutzung von Output-Geräten auf keinen Fall fehlen?
J. Bischof:
Im Vordergrund steht die Sicherheit der Festplatten. Sicherheits-Features wie Verschlüsselung, Zugriffskontrolle/-schutz durch Authentifizierung wie auch die automatische Löschung sensibler Daten nach einer bestimmten Frist sollten in unseren Augen bei der Nutzung von Output-Geräten auf keinen Fall fehlen.

IT-DIRECTOR: Auf welche Art und Weise werden aktuelle Technologien – wie beispielsweise Künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge oder Additive Fertigung – das Output-Umfeld verändern?
J. Bischof:
Auch wenn wir sicher sind, dass klassischer Output noch auf Jahre hinaus seine Berechtigung haben wird, sehen wir, dass Kunden Prozesse gesamtheitlich betrachten und deshalb von uns auch gesamtheitliche Lösungen erwarten. Wir haben darauf schon frühzeitig reagiert. So forschen wir weltweit in fünf sogenannten Business-Innovation-Centern an Lösungen, wie beispielsweise Dokumente in Zukunft verarbeitet werden. In einer neu gegründeten Geschäftseinheit „Digital Manufacturing“ mit Hauptsitz in Darmstadt liefern wir Lösungen, die den enormen Datenanstieg, der durch digitale Fertigung und Internet of Things entsteht, auch für den Mittelstand umsetzbar und anschaulich handhabbar macht.

IT-DIRECTOR: Können Sie uns ein Beispiel für solche Veränderungen beschreiben?
J. Bischof:
Ein typisches Beispiel ist unser Workplace Hub, mit dem wir auf der Standfläche eines klassischen Multifunctional Printers (MFP) neben den MFP-Funktionen auch die komplette Unternehmens-IT inklusive Sicherheit, Backup und WiFi-Lösung abbilden können. Damit vereinfachen wir die IT beim Kunden und unterstützen mit unserem bewährten Dienstleistungs-Know-how.

IT-DIRECTOR: Stichwort Nachhaltigkeit: Wie energieeffizient sind aktuelle Output-Modelle? An welchen Stellen könnte der Energieverbrauch künftig weiter gesenkt werden?
J. Bischof:
Ein typisches Multifunktionsgerät verbringt den Großteil seiner Lebensdauer mit dem Warten auf Druckjobs. Deshalb sollte der Wert im Stromsparmodus so gering wie möglich sein. Aktuelle Geräte benötigen hier oft weniger als ein Watt. Im Wochenmittel benötigt ein modernes Multifunktionsgerät im Betrieb ca. 1,25 kWh, das ist weniger als die Hälfte dessen, was z.B. eine Waschmaschine durchschnittlich benötigt.

IT-DIRECTOR: Welchen Stellenwert besitzt „Nachhaltigkeit“ für die Produktentwicklung Ihres Unternehmens sowie entlang des gesamten Produktlebenszyklus? An welchen Stellen setzen Sie momentan an?
J. Bischof:
Den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren war bereits 1980 in unserem Unternehmensleitbild verankert. Mit der Ökovision 2050 haben wir uns dazu verpflichtet, die CO2-Emissionen des gesamten Produktlebenszyklus bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent zu reduzieren. Im Geschäftsjahr 2017 wurden als Ergebnis dieser Anstrengungen beispielsweise bei der Produktion gegenüber dem Geschäftsjahr 2005 rund 116 Tausend Tonnen CO2-Emissionen und 17 Tausend Tonnen Abfall eingespart. Der Umsatzanteil von nachhaltigen „Green Products“ wird dieses Jahr etwa 65 Prozent betragen.

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