Vermeintliche Traumjobs und Sonderangebote

Phishing wird immer variantenreicher

Cyberkriminelle lassen sich immer perfidere Dinge einfallen, um neue Opfer zu finden. Besonders viel Einfallsreichtum wird beim Phishing an den Tag gelegt.

Ein maskierter Betrüger angelt Mailzugangsdaten aus einem Laptop

Beim Phishing haben es Betrüger auf die Zugangsdaten ihrer Opfer abgesehen.

Das schnelle Geld im Netz – dieses Versprechen ruft immer wieder aufs Neue unzählige Betrüger auf den Plan. Da sich die Maschen der Cyberkriminellen aber immer schneller herumsprechen, arbeiten diese inzwischen mit einer ganzen Palette an Vorgehensweisen. Dieser Umstand macht es für Nutzer zunehmend schwieriger, alle verdächtigen Aktivitäten im Blick zu behalten – Angriffsversuche können selbst in den unscheinbarsten Vorgängen lauern. Das zeigen auch aktuelle Zahlen des IT-Sicherheitsanbieters Kaspersky, der einen Blick auf die Entwicklungen des ersten Quartals geworfen hat.

Der Überblick zu den jüngsten Spam- und Phishing-Aktivitäten zeigt vor allem, dass nach wie vor dort Vorsicht geboten ist, wo gewisse Begehrlichkeiten vorherrschen. So machen sich laut dem Quartalsbericht etwa viele Betrüger den Hype um neue Produkte von Apple zum Vorteil. Vor allem in der Zeit vor einer neuen Produktpräsentation des Konzerns würden die Versuche, Nutzer auf falsche Apple-Webseiten zu locken, bis auf das achtfachte des gewöhnlichen Wertes ansteigen. Einmal auf eine solche Seite umgeleitet, geben viele Nutzer ihre Apple-ID samt Passwort preis – Informationen, die in der Regel direkt mit Kredit- oder Bankdaten zusammenhängen.

Phishing in sozialen Netzwerken nimmt zu

Vermeintliche Schnäppchen wecken mindestens genauso viele Begehrlichkeiten wie neue Apple-Produkte und werden von Betrügern dementsprechend genauso gerne als Köder für Betrugsversuche genommen. Das ist laut dem Bericht auch auf populären Social-Media-Plattformen wie Instagram immer häufiger der Fall. Hier werden die Opfer über Phishing-Links in den Kommentaren oder Bildunterschriften auf falsche Sonderangebote gelockt und um ihre persönlichen Daten erleichtert.

Arbeitssuchende sollten vor allem im Hinterkopf behalten, dass sich auch hinter vermeintlichen Job-Angeboten von namhaften Firmen oder Recruitern böswillige Spam-Versuche verbergen können. Im schlimmsten Fall handeln sich die Betroffenen darüber einen Banking-Trojaner ein. Hier schützt man sich wie gehabt: Keine Anhänge herunterladen und im Zweifel per Telefon versichern, dass die Mail tatsächlich aus dem betreffenden Unternehmen verschickt wurde.

Bildquelle: Getty Images Plus/iStock

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok