Datacenter as a Service

Rechenzentren als Servicemodell

Im Interview erläutert Thomas Sting, Geschäftsführer bei der DC-Datacenter-Group in Wallmenroth, wie Unternehmen mit dem Modell „Datacenter as a Service“ ihre IT-Infrastrukturen von externen Partnern in Deutschland betreiben lassen können und dabei Herr über ihre Daten bleiben.

  • Thomas Sting von der DC-Datacenter-Group

    „Eine stringente IT-Strategie sieht feste Zielvorgaben hinsichtlich der Verfügbarkeit vor, gleichzeitig ist die Transparenz über sämtliche Betriebskosten gefragt“, so Thomas Sting von der DC-Datacenter-Group.

  • Thomas Sting von der DC-Datacenter-Group

    Thomas Sting von der DC-Datacenter-Group: „In den letzten zehn Jahren sind fast alle großen deutschen Rechenzentrumsdienstleister von ausländischen Firmen übernommen worden.“

  • Thomas Sting von der DC-Datacenter-Group

    „Beim Betriebsmodell ‚Data Center as a Service’ übernehmen externe Dienstleister die Planung, den Bau und den Betrieb der Rechenzentren im Sinne der Kunden“, sagt Thomas Sting von der DC-Datacenter-Group.

  • Thomas Sting von der DC-Datacenter-Group

    Thomas Sting, DC-Datacenter-Group: „Wir wollen ein Netzwerk von Hochleistungs-Edge-Rechenzentren in Deutschland aufbauen, wobei wir im Gegensatz zu ausländischen RZ-Betreibern mit Datensicherheit, Vertraulichkeit und höchster Effizienz punkten.“

Die DC-Datacenter-Group versteht sich als Komplettanbieter für physikalische IT-Infrastrukturen. Unter dem Dach der Unternehmensgruppe wurden dafür die Geschäftsbereiche Securisk, RZingcon, ProRZ und RZservices sowie das Tochterunternehmen RZ-Products angesiedelt. Zu den Leistungen gehören sowohl die Analyse und Planung kompletter Rechenzentren als auch die schlüsselfertige Errichtung von IT-Standorten sowie der anschließende Betrieb inklusive aller Service- und Wartungsleistungen. Im Gespräch mit IT-DIRECTOR erläutert Geschäftsführer Thomas Sting die derzeit drängendsten Themen im Datacenter-Umfeld.

IT-DIRECTOR: Herr Sting, alle Welt spricht momentan über die „Digitalisierung“. Inwieweit ist diese bereits im Firmenalltag angekommen?
T. Sting:
Die digitale Transformation und die damit einhergehende Verbreitung von Echtzeitanwendungen treibt unsere Kunden und uns gleichermaßen um. Allerdings sind sich viele Unternehmensverantwortliche noch nicht im Klaren darüber, welche Auswirkungen dies auf ihre Prozesse haben wird.
Die Verbreitung digitaler Technologien wird in den Unternehmen zu tiefgreifenden Veränderungen in sämtlichen Arbeitsbereichen führen. Dabei werden sich einige Dinge positiv entwickeln und zu deutlichen Effizienzsteigerungen führen. Andere wiederum – und davor dürfen auch Technologie-Enthusiasten die Augen nicht verschließen – werden zum Wegfall von Arbeitsplätzen führen.

IT-DIRECTOR: Inwieweit wirken sich diese Entwicklungen auf die Rechenzentren aus?
T. Sting:
Durch die immer schneller voranschreitende Digitalisierung entsteht eine höhere Abhängigkeit von Daten und IT-Systemen, was eine permanente Verfügbarkeit und ein hohes Sicherheitslevel der IT-Infrastrukturen erfordert. Die wesentliche Basis hierfür sind effiziente Hochleistungsrechenzentren.

Rein technisch betrachtet führt die digitale Transformation zu immer mehr Daten und der Notwendigkeit, diese durch immer leistungsstärkere Technik hochverfügbar zu verarbeiten, zu transportieren und gegen Missbrauch abzusichern. Vor diesem Hintergrund übernehmen wir als RZ-Spezialist entweder die Optimierung bestehender Rechenzentren oder die Planung und Errichtung neuer IT-Infrastrukturen inklusive energieeffizienter Betriebskonzepte und Instandhaltungsmaßnahmen.

IT-DIRECTOR: Inwieweit existieren hierzulande ausreichend RZ-Ressourcen, um die Digitalisierung in all ihren Facetten (Internet of Things, autonome Fahrzeuge, Künstliche Intelligenz etc.) zu unterstützen?
T. Sting:
Die Rechenzentren in Deutschland sind heute zu ca. 80 Prozent ausgelastet. Die verbleibenden 20 Prozent reichen unter keinen Umständen aus, um das enorm ansteigende Datenvolumen und die notwendige Rechenkapazität etwa für das IoT aufzufangen – selbst dann nicht, wenn man die Optimierung der RZ-Fläche durch die Erhöhung der Leistungsdichte der Rechensysteme, durch Virtualisierung oder durch die verbesserte Verteilung von Anwendungs-Software durch sogenannte Software-Container berücksichtigt. Von daher gehen wir von einer Verdoppelung der benötigten RZ-Fläche innerhalb der nächsten zehn Jahre aus.

IT-DIRECTOR: Worauf sollte man bei der Gestaltung zeitgemäßer IT-Infrastrukturen achten?
T. Sting:
Auf Parameter wie Verfügbarkeit, Wiederanlaufphasen, Sicherheits- und Vertraulichkeitsvorgaben. Eine stringente IT-Strategie sieht feste Zielvorgaben hinsichtlich der Verfügbarkeit vor, gleichzeitig ist die Transparenz über sämtliche Betriebskosten gefragt.

In der Praxis starten wir RZ-Projekte mit einer intensiven Beratung, in deren Rahmen wir gemeinsam mit den Kunden genaue Zielvorgaben definieren. Dabei nehmen wir die Unternehmensprozesse, das IT-Management und alle damit verbundenen Kosten unter die Lupe. Im nächsten Schritt eruieren wir, welche Risiken hinsichtlich Sicherheit und Verfügbarkeit existieren. Dafür muss man zunächst wissen, was die IT grundsätzlich leisten soll: Reicht bereits eine 99 prozentige Verfügbarkeit, bei der man mit Ausfallszeiten von bis zu 3,65 Tagen im Jahr rechnen muss? Oder wäre eine Verfügbarkeit von 99,99 Prozent nicht doch die bessere Alternative?

IT-DIRECTOR: Wie lässt sich die Verfügbarkeit von Rechenzentren ermitteln?
T. Sting:
Hinsichtlich der Verfügbarkeit der Versorgungstechnik greifen beispielsweise die Tier-Klassifikationen des Uptime-Institutes. Diese beziehen sich u. a. auf die Leistungsfähigkeit der Elektrik, der Stromversorgung und der Klimatechnik. Allerdings lassen sie wichtige Aspekte wie das Management des RZ-Personals, Zutrittsschutz oder physische Sicherheit außen vor.

IT-DIRECTOR: Beleuchten Sie im Zuge der Beratung auch Verträge, die die Kunden mit anderen Dienstleistern abgeschlossen haben?
T. Sting:
Ja, denn heutzutage schafft es kaum ein Unternehmen, seine IT umfänglich mit eigenen Ressourcen zu stemmen. Dies wäre auch gar nicht effizient. Denn es gibt genügend Applikationen, die von außen wesentlich günstiger, verfügbarer und skalierbarer bezogen werden können. Nichtsdestotrotz sollten kritische Anwendungen etwa im Rahmen der Produktentwicklung weiterhin intern vorgehalten und betrieben werden. Letztlich besitzen die meisten Unternehmen mittlerweile hybride IT-Strukturen, die sich aus On-Premise-Systemen sowie Public- und Private-Cloud-Anwendungen zusammensetzen.

IT-DIRECTOR: Was spricht für die Nutzung der Public Cloud?
T. Sting:
Man kommt heutzutage um die Nutzung von Public-Cloud-Angeboten kaum herum. Denn bei sämtlichen, insbesondere privat genutzten mobilen Apps handelt es sich um Angebote aus der öffentlichen Wolke. Ein großer Nachteil ist dabei jedoch die nicht kontrollierbare Sicherheit. Die Nutzer müssen Public-Cloud-Anbietern blindlings vertrauen, denn keiner weiß, wo die Daten liegen, wer darauf zugreifen darf oder inwieweit sie weiterverarbeitet werden. Zudem können die Anwender keine individuellen Service Level Agreements für Public-Cloud-Services aushandeln.

In Zukunft wird sich mit der ab Mai 2018 geltenden EU-Datenschutzgrundverordnung zeigen, inwieweit europäische Unternehmen den großen Public-Cloud-Anbietern wie Amazon oder Google Vorgaben machen können. Dies wiederum hätte auch Auswirkungen auf die Gestaltung der hiesigen Rechenzentrumsarchitekturen und -strukturen.

IT-DIRECTOR: Inwiefern?
T. Sting:
In den letzten zehn Jahren sind fast alle großen deutschen Rechenzentrumsdienstleister von ausländischen Firmen übernommen worden – einerseits aufgrund finanzieller Interessen an einem Markt mit enormen Wachstumschancen, andererseits aber auch aus Gründen der strategischen Datenkontrolle, denn eins ist in diesen Zeiten der zunehmenden Digitalisierung doch klar: Wer die Kontrolle über die Daten hat, kontrolliert den Markt. Die Strategie z.B. der NSA ist doch eindeutig.

IT-DIRECTOR: Wer tätigte die Akquisitionen?
T. Sting:
Zum einen handelte es sich um große US-amerikanische Investoren, zum anderen aber auch um asiatische und hier insbesondere chinesische Anbieter. Das größte deutsche Dienstleistungsrechenzentrum E-Shelter wurde beispielsweise im vergangenen Jahr vom japanischen Konzern NTT übernommen, der mittlerweile zu den weltweit größten Rechenzentrumsbetreibern zählt.

Bei den von uns angebotenen IT-Dienstleistungen und von uns betriebenen Rechenzentren müssen die Kunden jedenfalls keine Zugriffe ausländischer Behörden befürchten. Sensible Angebots-, Entwicklungs- oder Patentdaten unserer Kunden sind somit gut aufgehoben.

IT-DIRECTOR: Eine Alternative zu externen Infrastrukturdiensten stellt der Eigenbetrieb von Rechenzentren dar. Für wen lohnt sich dieser heutzutage?
T. Sting:
Insbesondere öffentliche Auftraggeber dürfen aufgrund gesetzlicher Anforderungen bestimmte Anwendungen nicht auslagern und sind daher auf den Betrieb eigener Datenzentren angewiesen.

IT-DIRECTOR: Wobei der RZ-Betrieb meist mit hohen Investitionen und enormem Personalaufwand verbunden ist ...
T. Sting:
Nicht unbedingt, denn im Rahmen von Konzepten wie „Data Center as a Service (DaaS)“ übernehmen externe Dienstleister die Planung, den Bau und den Betrieb der Rechenzentren im Sinne der Kunden.

IT-DIRECTOR: Welche Services beinhaltet dieses Betriebsmodell?
T. Sting:
Das Dienstleistungspaket bündelt alle Leistungen, die für einen effizienten und kostengünstigen RZ-Betrieb notwendig sind. Dazu gehören die Planung und Erstellung genauso wie der Betrieb der Datacenter in Form eines Facility-Management-Angebots und die Finanzierung. Hinzu kommt die Vermietung der RZ-Fläche an unsere Kunden oder der nicht benötigten Flächen an andere Kunden.

IT-DIRECTOR: Wie geht man bei der Umsetzung vor?
T. Sting:
Bei der Planung neuer RZ-Standorte sollte man zunächst klären, ob es eine redundante Energieversorgung und redundante Glasfaseranbindungen gibt und ob diese Verbindungen sicher sind. Das ist die unverzichtbare Basis. Und: Welche Alternativen greifen bei einem Ausfallszenario?

Desweiteren besitzen geringe Latenzzeiten einen großen Stellenwert. Daher muss geklärt sein, wie schnell Datenmengen im Terabyte-Bereich über vorhandene Leitungen transportiert werden können. Betriebswirtschaftlich betrachtet sind die Kosten für solche Übertragungen noch enorm. Aufgrund dessen gehen wir davon aus, dass sich die Typologie von RZ-Infrastrukturen innerhalb der nächsten fünf Jahre grundlegend verändern wird: weg von zentralen Großrechenzentren hin zu verteilten Mini-Datacentern und damit zum sogenannten Edge Computing. Wesentlichen Gründe hierfür sind eine hochverfügbarere und kostengünstigere Anbindung und eine höhere Bandbreite für die Übertragung der immer größer werdenden Datenmengen.

IT-DIRECTOR: Wie kann man sich solche Mini-Datacenter vorstellen? Werden sie beispielsweise entlang der Autobahnen zu finden sein, um autonomes Fahren zu gewährleisten?
T. Sting:
Das wäre durchaus möglich. Denkbare wäre auch, dass es in produzierenden Betrieben kleinere Edge-Rechenzentren an den Produktionsstraßen gibt, um im Sinne der „Industrie 4.0“ die Datenverarbeitung direkt an den Maschinen realisieren zu können.

IT-DIRECTOR: In welcher Größenordnung bewegen sich solche Rechenzentren?
T. Sting:
Auch verteilte Edge-Rechenzentren brauchen eine gewisse Mindestgröße, um effizient betrieben werden zu können. Aktuell bauen und planen wir für einen großen Einzelhändler die Installation von Edge-Rechenzentren an verschiedenen Standorten. Diese haben eine Fläche jeweils zwischen 400 m2 und 600 m2 und bieten Platz für 150 bis 250 Racks.

Die große Kunst für RZ-Betreiber wird künftig auch darin bestehen, die zahlreichen verteilten Datacenter bestmöglich zu betreiben und zu steuern. Dienstleistern, dies sich allein auf den Betrieb weniger großer RZ-Standorte konzentrieren, wird dies kaum gelingen.

IT-DIRECTOR: Allerdings stampfen große Internet-Provider noch immer neue Mega-Rechenzentren insbesondere in den skandinavischen Ländern aus dem Boden ...
T. Sting:
Das stimmt. Daher denken wir, dass neben Edge-Rechenzentren auch große Datenzentren ihre Berechtigung behalten werden, wenn die Anwendungen passen. Denn nach wie vor wird es neben kritischen Echtzeitanwendungen viele Applikationen geben, die unkritisch an solchen Standorten vorgehalten werden können und u.a. keinen großvolumigen und kostenintensiven Datentransport über große Entfernungen bedürfen. Generell geht es den großen RZ-Betreiber darum, ihre Server-Farmen so kostengünstig wie möglich zu betreiben – und in Skandinavien sind die Energiekosten nun mal deutlich geringer als hierzulande. Schwedische Städte wie z.B. Stockholm subventionieren die Ansiedlung von Rechenzentren, um sich den Betrieb von Zukunftstechnologien ins Land zu holen. Ein gutes Vorbild auch für den deutschen Standort!

IT-DIRECTOR: Zurück zum angesprochenen Betriebsmodell Datacenter as a Service: Welche Vorteile können sich die Kunden davon versprechen?
T. Sting:
Betreiben Kunden ihre Rechenzentren selbst, müssen sie nicht nur in komplexe Technologien investieren, sondern  auch entsprechendes Know-How durch teure Spezialisten vorhalten. So können die Betriebs- und Personalkosten der Infrastrukturen schon nach wenigen Jahren die Anfangsinvestitionen übersteigen. Zudem möchten die Verantwortlichen auch ungern mit Investitionen in kurzlebige Assets ihre Bilanzen verlängern und damit das Rating belasten. Daher wächst die Realisierung und der Betrieb von Rechenzentren  als reines Opex-Modell.

Aufgrund knapper Kassen müssen insbesondere öffentliche Auftragsgeber beim Betrieb der Infrastrukturen sparen. Dies zeigt eine aktuelle Ausschreibung des Finanzministeriums in Nordrhein-Westfalen: Man sucht dort nach einem Partner , der in Düsseldorf ein  modernes Hightech-Gebäude mit einem integrierten Hochleistungsrechenzentrum in unmittelbarer Nähe zu den bestehende Standorten errichtet, u. a. um schnelle Datenübertragungen zu gewährleisten. Der Dienstleister soll dabei das RZ für die Finanzbehörde nicht nur planen und bauen, sondern auch für die nächsten 20 Jahre im Mietmodell betreiben. Dieses Beispiel ist Vorreiter für viele Rechenzentrumsprojekte in den nächsten Jahren!

IT-DIRECTOR: Was macht das Ganze so schwierig?
T. Sting:
Niemand kann voraussagen, was in 20 Jahren sein wird und welche Technologien vorherrschen werden. Von daher trägt der beauftragte Dienstleister gewisse Risiken. Er muss erhebliche Investitionen in einen neuen Infrastrukturstandort tätigen und darauf achten, dass die anschließenden Betriebskosten im Rahmen bleiben.

Vor diesem Hintergrund muss die IT von Anfang an entsprechend modular, anpassungs- und entwicklungsfähig gestaltet werden. Zudem ist es wichtig, die nachgelagerten Support-, Service-, Ersatzteil-, Verschleiß- und Wartungskosten im Blick zu haben. Daneben geht es um bestmögliche Energieeffizienz und um effektives Personalmanagement, denn in Zeiten des Fachkräftemangels findet man das gesuchte Personal entweder gar nicht oder man muss hohe Gehälter bezahlen.

IT-DIRECTOR: Weshalb viele Unternehmen ihre IT-Spezialisten selbst ausbilden ...
T. Sting:
Viele große Firmen beschäftigen eigens ausgebildete IT-Fachkräfte vornehmlich in der Applikationsentwicklung und im Software-Betrieb. Oftmals gibt es jedoch keine Fachleute, die die IT-Versorgungstechnik beherrschen und sich mit Energieeffizienz, Klimatisierung oder Sicherheitstechnologien auskennen. Von daher bieten wir den Kunden die Möglichkeit, vor Ort den Betrieb der Versorgungstechnik zu übernehmen. Dabei halten wir genügend Personal vor, sodass auch im Krankheits- oder Urlaubsfall nichts schiefgehen kann.

IT-DIRECTOR: Erbringen Sie alle angebotenen RZ-Services selbst?
T. Sting:
Unsere Unternehmensgruppe ist zwar sehr breit aufgestellt, dennoch ist der Betrieb von Rechenzentren so komplex, dass wir nicht alles allein abbilden können. Von daher arbeiten wir mit verschiedenen Partnern zusammen, die beispielsweise die Wartung der Klima- und USV-Anlagen oder der Server-Hardware übernehmen.

IT-DIRECTOR: Über reine Partnerschaften hinaus haben Sie vor einiger Zeit einen neuen Gesellschafter mit ins Boot geholt. Was steckt dahinter?
T. Sting:
Aufgrund der starken Nachfrage wollen wir Rechenzentren künftig nicht mehr nur planen und errichten, sondern auch deren Betrieb realisieren. Dafür werden wir in den Bau von Rechenzentren investieren, wobei sich diese Investitionen erst über die Jahre hinweg durch Mieteinnahmen rechnen werden. Von daher suchten wir nach Partnern, die solche Projekte vorfinanzieren würden.

Im Zuge dieser Geschäftsstrategie sind wir ins Gespräch mit dem sehr innovativen Energieunternehmen MVV aus Mannheim gekommen. Der Versorger will sich über das reine Strom-, Wärme-, Wasser- und Gasgeschäft hinaus u.a. hin zu einem umfassenden Service-Anbieter und Technologiespezialisten weiterentwickeln, der z.B. komplexe Gebäudestrukturen IT-seitig managen kann – Stichwort „Smart Building“.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 03/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Künftig stehen wir dem Versorger als Technologiepartner zur Seite. Gemeinsam wollen wir ein Netzwerk von Hochleistungs-Edge-Rechenzentren in Deutschland aufbauen, wobei wir im Gegensatz zu ausländischen RZ-Betreibern mit Datensicherheit, Vertraulichkeit und höchster Effizienz punkten. Denkbar wäre z.B. auch, kleine Edge-Rechenzentren innerhalb von Wohnimmobilien anzusiedeln, wodurch diese mittels Wärmerückgewinnung im Winter beheizt werden könnten.


Thomas Sting
Alter: 55 Jahre
Familienstand: verheiratet
Werdegang: Betriebswirtschaftsstudium (Dipl.-Kfm.), Vertriebsleiter bei Xerox und Lampertz, selbstständig seit 2005
Derzeitige Position: Gesellschafter und Geschäftsführer  der DC-Datacenter-Group GmbH
Hobbys: Lesen, Reisen, Schach


Bildquelle: Bianca Richter

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