Drittwartung kann die RZ-Kosten senken

Rechenzentren auf dem Serviceprüfstand

Bis zu sieben Hardware-Hersteller in einem Data Center können die Wartung des Equipments komplex und teuer machen.

Dr. Ralf Dingeldein, Technogroup

Dr. Ralf Dingeldein, Geschäftsführer der Technogroup

Die Wartung von Rechenzentren kann eine kostenintensive und zeitaufwendige Aufgabe sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Technogroup: 78 Prozent der Unternehmen nutzen in den eigenen Rechenzentren Hardware unterschiedlicher Hersteller. 31 Prozent nutzen Komponenten von zwei bis fünf Herstellern, 47 Prozent sogar von fünf bis sieben Anbietern. Damit verbunden sei eine Vielzahl von laufenden Serviceverträgen, die mit den einzelnen Hardwareanbietern unterhalten werden müssen, so die Studie weiter. „Bei der Wartung eines Fahrzeuges käme niemand auf die Idee, die Lichtmaschine bei Bosch oder die Klimaanlage bei Denso warten zu lassen. Bei Hardware ist diese dezentralisierte Servicesituation der Normalzustand und bindet viele Ressourcen im Unternehmen“, erläutert Dr. Ralf Dingeldein, Geschäftsführer der Technogroup.

Data Center der Zukunft

Gemäß der Befragung haben 66 Prozent der Unternehmen keine vollständige Abdeckung der eingesetzten Hardware durch Laufzeitserviceverträge und könnten somit sofort von Drittwartungsmaßnahmen profitieren. Zwölf Prozent der Unternehmen stehen sogar komplett ohne Servicepartner da. „Während das Data Center der Zukunft diskutiert wird, existieren bereits heute wirtschaftliche Maßnahmen zur Senkung der laufenden Wartungskosten bei voller Betriebssicherheit“, so Dingeldein. Mit 250 Mitarbeitern leistet die Technogroup eigenen Angaben zufolge herstellerunabhängige Drittwartung und Consulting, um Datennetzwerke und Data Center zu warten, instand zu halten und zukunftssicher zu machen. Unter Drittwartung – Third Party Maintenance (TPM) – wird die einheitliche Gesamtwartung einer IT-Infrastruktur aus einer Hand verstanden. Dazu gehört auch, einzelne Serviceverträge abzulösen und Wartung von Rechenzentren zu zentralisieren.

Dabei wachse Gesamtmarkt für unabhängige Drittwartung in der IT beständig: So ermittelte das Analystenhaus Gartner in einer Studie, dass Einsparungen von bis zu 60 Prozent im Vergleich zu Servicekosten der Originalhersteller möglich sind. Bis 2020 rechnen die Analysten mit einem weiteren Wachstum des Marktes von 35 Prozent, zumal die Beschränkung auf Data Center aufgehoben wird und auch andere IT-Bausteine gewartet werden. „Der 360-Grad-Blick auf die gesamte Infrastruktur ist wichtig, um optimale Wartung bieten zu können. Daraus entsteht ebenso das Konzept, wie ein Rechenzentrum sicher in die Zukunft geführt werden kann“, ergänzt Dingeldein abschließend

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