Restrukturierung

SAP: Tausenden droht der Vorruhestand

SAP-Chef Bill McDermott hat angekündigt, den Konzern grundlegend umzubauen. Davon ist vor allem das Personal betroffen.

SAP-Rechenzentrum in Walldorf

Rechenzentrum in Walldorf: SAP sortiert seinen Belegschaft neu.

SAP hat Zahlen des letzten Quartals und damit eine Umsatzsteigerung von 9 Prozent auf 7,43 Milliarden Euro bekannt gegeben. Dafür soll vor allem das Geschäft mit der Cloud verantwortlich sein, dass im vergangenen Jahr um 32 Prozent gewachsen sei. Neben den Geschäftsergebnissen soll Bill McDermott bei der Präsentation auch eine umfangreiche Restrukturierung angekündigt haben. Die ziele vor allem auf den Umbau des Personals ab. Dabei sollen bis zu 950 Millionen Euro an Abfindungen aufgewendet werden. Laut Zitaten von Finanzchef Luka Mucic geht es um etwa 4.400 Mitarbeiter, die entweder in den Vorruhestand oder eine andere Position wechseln sollen.

SAP beschäftigt aktuell 96.500 Angestellte. Mucic zufolge sollen trotz des Personalabbaus mehr als 100.000 Menschen zum Ende des Jahres bei dem Konzern arbeiten. Das Unternehmen hatte zuletzt im Jahr 2015 mit ähnlichen Maßnahmen eine Restrukturierung hingelegt. In diesem Zuge sind 3.000 Mitarbeiter in neue Positionen gewechselt oder in den Vorruhestand gegangen. Die Kosten für die Maßnahmen mussten nach eher zurückhaltenden Schätzungen deutlich nach oben korrigiert werden, da sich weitaus mehr Mitarbeiter für die entsprechenden Abfindungsprogramme meldeten, als erwartet wurde. Statt der zunächst geplanten 250 Millionen Euro haben sich die Kosten laut Geschäftsbericht schließlich auf 621 Millionen Euro belaufen.

Bildquelle: Norbert Steinhauser/SAP SE

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