IT-Sicherheit

Security-Services im Trend

Warum Dienstleistungen rund um IT-Sicherheit im Moment besonders nachgefragt werden, weiß Maximilian Fried von Konica Minolta IT Solutions GmbH.

Maximilian Fried, Konica Minolta IT Solutions GmbH

Maximilian Fried, Leiter IT-Infrastructure Consulting & Delivery bei der Konica Minolta IT Solutions GmbH

IT-DIRECTOR: Herr Fried, für welche IT-Bereiche fragen Anwenderunternehmen aktuell am häufigsten Managed Services nach?
M. Fried:
Etwa 80 Prozent der Anfragen kommen von kleineren und mittleren Unternehmen mit 20 bis 300 PC-Arbeitsplätzen. Im Fokus stehen hierbei IT-Sicherheitsservices und Patchmanagement, insbesondere für mobile Geräte, die im Außendienst benötigt werden – so wird sichergestellt, dass sie immer auf dem aktuellsten Stand sind.

IT-DIRECTOR: Aus welchen Leistungen bestehen Managed Services in diesem Umfeld in der Regel?
M. Fried:
Überwiegend aus zeitintensiven, regelbasierten Tätigkeiten, wie 24/7-Monitoring, um Fehlfunktionen frühzeitig zu erkennen, Patchmanagement, um Server und Rechner im Netzwerk mit Updates zu versorgen, Backup-Services sowie Sicherheitsleistungen, um den Schutz der Systeme vor Viren, Spyware, Rootkits & Malware zu gewährleisten. Besonders im Security-Bereich erfahren wir in den letzten anderthalb Jahren eine stetig wachsende Nachfrage.

IT-DIRECTOR: Wie lassen sich Managed Services generell vom klassischen IT-Outsourcing abgrenzen?
M. Fried:
Unternehmen stoßen im Zuge der Digitalisierung, Industrie 4.0 und dem Internet of Things (IoT) an ihre Grenzen, wenn Regeltätigkeiten die Ressourcen binden. Managed Services entlasten die Unternehmen an dieser Stelle – man kann sie als zusätzliches Add-on verstehen, das Unternehmen dabei unterstützt, die Aufgaben der Digitalisierung umzusetzen: Mitarbeiter werden von Routineaufgaben entlastet, sodass ihnen mehr Zeit für wertschöpfende Aufgaben bereit steht.

IT-DIRECTOR: Worauf sollte man bei der Auswahl des Managed-Services-Anbieters besonders achten?
M. Fried:
Wichtig sind die Reaktions- und Verfügbarkeitszeiten sowie die Kostentransparenz – das Angebot sollte auf die internen Prozesse des Unternehmens abgestimmt sein, von vorgefertigten Paketen ist abzuraten. Es sollte möglich sein, die Leistungen jederzeit anzupassen, also aufstocken oder auch zurückfahren zu können. Alle Leistungen sollten zertifiziert sein.

IT-DIRECTOR: Welche Vorteile können sich Anwenderunternehmen von Managed Services versprechen?
M. Fried:
Durch den Einsatz von Managed Services erhöht sich die Effizienz in Unternehmen, da die Qualität und Verfügbarkeit der IT verbessert werden. Parallel werden die Mitarbeiter entlastet und können sich so dem operativen und strategischen Kerngeschäft widmen. Managed Services lassen sich individuell kombinieren und wachsen mit den Anforderungen und dem Business des Kunden – sie lassen sich somit bei Veränderungen im Unternehmen laufend anpassen und skalieren. Sie bezahlen nur den Service, den sie wirklich benötigen – schnelle Up- und Downgrades ermöglichen eine hohe Flexibilität.

IT-DIRECTOR: Welche Nachteile können mit der Nutzung von Managed Services auftreten?
M. Fried:
Nachteil könnte sein, dass internes Know-how unter Umständen nicht weiterentwickelt wird und eine gewisse Form der Abhängigkeit vom Service-Provider entstehen könnte. Daher sollte der Beauftragung immer eine genaue Kosten-Nutzen-Abwägung vorausgehen – allerdings gilt es dabei zu bedenken, dass der Ausbau von Know-how Zeit, Energie, Ressourcen und Geld kostet.

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