Mehr als nur ERP-Software

Vorsprung durch Prozessexpertise

Eric Verniaut, CEO von Proalpha, erklärt im Interview, was Anwender heutzutage von ihrer ERP-Software erwarten und wieso die Branchenspezialisierung sowie Innovationsstärke dabei wichtiger denn je sind.

  • Eric Verniaut, CEO von Proalpha

    „Unsere Kunden erwarten, dass die Software ihre Prozesse abdeckt, Abläufe automatisiert und ihre Effizienz und Produktivität steigert“, so Eric Verniaut, CEO von Proalpha.

  • Eric Verniaut, CEO von Proalpha

    Eric Verniaut: „Nur wer die jeweilige Branche und ihre Prozesse und Herausforderungen kennt, liefert die passende Beratung und eine Lösung, die die Prozesse adäquat abbildet.“

  • Eric Verniaut, CEO von Proalpha

    „Business Intelligence ist schon seit längerer Zeit sehr gefragt. Der Wunsch nach stärkerer Transparenz in der aktuellen Krise hat das noch verstärkt“, betont der Proalpha-CEO.

  • Eric Verniaut, CEO von Proalpha

    Eric Verniaut, CEO von Proalpha: „Viele IT-Unternehmen profitieren von der Krise. Gerade Unternehmen, die bereits sehr weit bei ihrer Digitalisierung und intern sehr transparent sind, haben schnell und flexibel auf die veränderte Situation durch die Krise reagiert.“

  • Eric Verniaut, CEO von Proalpha

    „Das ERP-Segment hat einen hohen Reifegrad. Heute geht es oft darum, mit einer neuen Lösung branchenspezifische Prozesse oder komplett neue Anforderungen abzudecken“, so Verniaut von Proalpha.

  • Eric Verniaut, CEO von Proalpha

    „On-Premises wird uns noch über Jahre begleiten. ERP-Systeme sind das digitale Rückgrat im Unternehmen. Daher sind sie nicht die ersten Systeme, die in die Cloud transferiert werden“, meint Eric Verniaut, CEO von Proalpha.

ITD: Herr Verniaut, auf dem ERP-Markt gibt es viel Konkurrenz – was unterscheidet Sie von den anderen Akteuren?
Eric Verniaut:
Wir sind Experten für die Prozesse in unseren Kernbranchen. Unsere Erfahrung beruht auf vielen erfolgreichen Projekten und fundierter Beratungskompetenz. Wir bieten unseren Kunden mehr als nur Software, wir begleiten sie auf dem Weg in die Digitalisierung. Im Zentrum steht unsere voll integrierte ERP-Komplettlösung, die alle Systeme und Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette miteinander vernetzt und steuert. Gleichzeitig agieren wir mit unseren Kunden auf Augenhöhe.

ITD: In welchen Branchen sind Ihre Kunden aktiv?
Verniaut:
Wir adressieren mittelständische Unternehmen aus Fertigung und technischem Handel. Ein Schwerpunkt liegt auf der produzierenden Industrie, vor allem im Maschinen- und Anlagenbau sowie beispielsweise in den Bereichen „Automotive“, „Electronics & Hightech“ oder dem technischen Großhandel.

ITD: Was müssen Ihre Produkte in diesem Kontext leisten?
Verniaut:
Unsere Kunden erwarten, dass die Software ihre Prozesse abdeckt, Abläufe automatisiert und ihre Effizienz und Produktivität steigert. Unser Ziel ist es, nachhaltig zum Erfolg unserer Kunden beizutragen, z.B. durch optimierte Prozesse. Diese optimierten Prozesse bilden wir in unserer Lösung ab. Entscheidend ist dabei die Branchenexpertise: Nur wer die jeweilige Branche und ihre Prozesse und Herausforderungen kennt, liefert die passende Beratung und eine Lösung, die die Prozesse adäquat abbildet. Unsere Innovationsfähigkeit unterstützt uns dabei, die richtigen Lösungen zu realisieren.

ITD: Welche Themen beschäftigen Ihre Kunden derzeit?
Verniaut:
Business Intelligence ist schon seit längerer Zeit sehr gefragt. Der Wunsch nach stärkerer Transparenz in der aktuellen Krise hat das noch verstärkt. In den letzten Monaten ist auch die Nachfrage nach dem Belegleser, einer KI-Anwendung, gestiegen. Unternehmen erkennen immer mehr den Nutzen digitaler Lösungen und sind eher bereit, hier zu investieren. Connected Supply Chain und Mobility-Lösungen beschäftigen unsere Kunden ebenfalls.

ITD: Gibt es aktuelle Projekte, über die Sie sprechen können?
Verniaut:
Kurz vor bzw. während der Corona-Krise haben sich u.a. die Firmen Geda und Ramseier für Proalpha entschieden. Bei einem unserer größten Kunden, Rosenberger, einem 11.000 Mitarbeiter starken Unternehmen, läuft ein Großprojekt für effiziente Unternehmensabläufe im digitalen Zeitalter. Es beinhaltet die Neuausrichtung aller Prozesse, eine umfassende Stammdatenüberarbeitung und den Release-Wechsel von Proalpha 5.2 auf Version 7.1. Das ist allein schon spannend. Spannend ist außerdem, dass wir mit diesem Kunden eine sogenannte Entwicklungspartnerschaft vereinbart haben. Das heißt, im Rahmen des Projekts entwickeln wir Funktionalitäten, die wir dann auch in unseren Standard übernehmen.

ITD: Proalpha ist fast 30 Jahre aktiv und hat den Wandel der Informationstechnologie über einen langen Zeitraum begleitet. Wie hat sich das Unternehmen im Laufe dieser Zeit gewandelt?
Verniaut:
Wir sind als ein kleines Unternehmen mit gerade mal drei Personen in der Pfalz gestartet. Die Gründer haben das Unternehmen über mehrere Jahrzehnte geführt und aufgebaut. Heute sind mehr als 1.200 Mitarbeiter für die Gruppe tätig und begleiten 4.500 Kunden weltweit täglich bei ihrer Digitalisierung. Gewandelt hat sich noch mehr: Früher haben die Mitarbeiter Software per Diskette ausgeliefert, heute ist unsere Lösung auch in der Cloud verfügbar. Prozesse laufen heute digital, von der Reisekostenabrechnung bis zum Urlaubsantrag. Gleichgeblieben ist: die Flexibilität und konstruktive Zusammenarbeit der Teams sowie die Kundenorientierung und die Leidenschaft für den Erfolg unserer Kunden. Damit haben wir ein sehr stabiles Fundament, auch während der Corona-Krise.

ITD: Wie schätzen Sie die langfristigen Nachwirkungen der Krise auf die IT-Branche ein?
Verniaut:
Viele IT-Unternehmen profitieren von der Krise. Gerade Unternehmen, die bereits sehr weit bei ihrer Digitalisierung und intern sehr transparent sind, haben schnell und flexibel auf die veränderte Situation durch die Krise reagiert. Denn sie kennen ihre Schwächen und Potentiale. Andere haben erkannt, welche Möglichkeiten ihnen die Digitalisierung bietet und wie sie dadurch resilienter werden. Die Skepsis gegenüber der Digitalisierung ist deutlich gesunken. Beide Gruppen treiben die Digitalisierung voran. Das bedeutet für die IT-Unternehmen sehr positive Aussichten.

ITD: Das Digitalisierungstempo ist durch die Notlage deutlich gestiegen – eine langfristige Entwicklung oder nur ein temporärer Effekt?
Verniaut:
Das ist ganz klar ein langfristiger Effekt. Vieles wird uns auf lange Sicht begleiten, z.B. neue Arten der Zusammenarbeit, viel Remote-Arbeit, Mobilität oder auch Flexibilität bei den internen Abläufen und den unternehmensübergreifenden Prozessen bis zur gesamten Supply Chain. Unternehmen, die dies erkannt haben, treiben jetzt ihre Digitalisierung nach Möglichkeit intensiver voran. Manche haben ihre Prioritäten dafür verschoben, manche haben ganz neue Projekte gestartet. Das Tempo der Digitalisierung hat sich auf lange Sicht beschleunigt. Die digitalen, virtuellen Unternehmen werden sich durchsetzen.

ITD: Konnten Sie trotz der Krise in den vergangenen Monaten neue Kunden gewinnen?
Verniaut:
Der Sales Cycle hat sich zwar bei einigen verlängert und manche Unternehmen haben ihre Investitionsentscheidungen verschoben. Insgesamt hat sich unser Geschäft dennoch positiv entwickelt, sogar besser als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dazu beigetragen haben sicherlich unsere speziellen Angebote, mit denen wir unsere Kunden unterstützt haben, und dass wir uns sehr schnell angepasst und unsere Produktivität beibehalten haben.

ITD: Lässt sich im ERP-Segment überhaupt noch Neugeschäft ohne Verdrängung realisieren?
Verniaut:
Das ERP-Segment hat einen hohen Reifegrad. Heute geht es oft darum, mit einer neuen Lösung branchenspezifische Prozesse oder komplett neue Anforderungen, etwa rund um BI, RPA oder Mobility, abzudecken. Die Automatisierung interner Prozesse steht bei vielen Unternehmen auf der Agenda, Smart Products und Smart Services sowie Plattformen sind noch im Aufbau. Alle diese Ziele soll ein modernes ERP unterstützen. Die in den Unternehmen vorhandenen Lösungen decken dies meist nicht ab.

ITD: Wie haben sich die Vorzeichen für erfolgreiches Agieren am ERP-Markt im Wandel der Zeit verändert?
Verniaut:
Die Ansprüche im Markt haben sich gewandelt: Die Kunden haben einerseits eine große Auswahl an Systemen, andererseits haben sie den Anspruch, dass das gewählte System genau zu ihren Anforderungen passt. Branchenspezialisierung ist daher heute wichtiger denn je. Innovationsstärke ist ebenfalls entscheidend: In den letzten Jahren kamen sehr viele marktreife Technologien hinzu, von BI und Big Data über Analytics, Cloud, IoT und KI bis hin zu RPA. Diese bringen zusammen mit dem ERP sehr viel Nutzen.

ITD: Welche Entwicklungen lassen sich derzeit gut beobachten?
Verniaut:
Die Cloud wächst stark, auch im ERP-Umfeld. Wir sehen außerdem im deutschsprachigen Raum eine starke Bewegung in Richtung automatisierter Prozesse. Weniger stark vertreten sind bisher Projekte und Entwicklungen in Richtung Smart Services oder Smart Products. Hier gibt es aus unserer Sicht noch viel nutzbares Potenzial, aber auch einiges an Bewegung. Unsere gemeinsame Studie mit Teknowlogy/PAC bestätigt diese Beobachtung.

ITD: Wie ausgeprägt ist der Trend zur Cloud bei Ihren Kunden?
Verniaut:
Viele unserer Kunden setzen Cloud-Technologie ein, jedoch weniger für ihre Kernprozesse, sondern eher für Satellitenlösungen, die an das ERP angeschlossen werden. Bei den Kernprozessen sind sie in Bezug auf die Cloud oft noch etwas zurückhaltend.

ITD: Glauben Sie, dass sich daran in den nächsten Jahren etwas ändern wird?
Verniaut:
On-Premises wird uns noch über Jahre begleiten. ERP-Systeme sind das digitale Rückgrat im Unternehmen, also unternehmenskritisch. Daher sind sie nicht die ersten Systeme, die in die Cloud transferiert werden, speziell nicht komplexe Module wie Materialwirtschaft, Produktionsteuerung und Logistik. Die Cloud gewinnt jedoch weiter an Bedeutung und wird sich langfristig als Delivery-Modell zweifellos durchsetzen.

ITD: Bis dahin stellen hybride IT-Landschaften eine weit verbreitete Zwischenlösung dar – diese sind jedoch nicht immer einfach zu handhaben.
Verniaut:
Die Anbindung bzw. Integration von Altsystemen an neuere Systeme ist oft ein Thema. Nicht immer sind passende Schnittstellen standardmäßig vorhanden, um das neue Cloud-System an das vorhandene On-Premises-System anzubinden. Auch die Verfügbarkeit ist zu prüfen: Die für Cloud-Lösungen zuständigen Teams arbeiten auf Basis von Service Level Agreements, die die Verfügbarkeit der Lösung festschreiben. Ist die angebundene On-Premises-Lösung jedoch weniger verfügbar, wirkt sich das, je nach Szenario, auf die Nutzbarkeit insgesamt aus. Habe ich beispielsweise eine Lösung zur Datenanalyse in der Cloud, kann diese nur dann Daten auswerten, wenn das On-Premises-System, in dem die Daten liegen, verfügbar ist und die Daten bereitstellt. Fällt das On-Premises-System aus, gibt es auch keine Analyse.

ITD: Welche Kompetenzen bringt Proalpha über die ERP-Expertise hinaus mit?
Verniaut:
Wir begleiten unsere Kunden auf dem Weg in die Digitalisierung, u.a., indem wir ihre Prozesse optimieren, damit ihre Effizienz steigern und sie bei der Realisierung von Smart Products und Smart Services unterstützen. Innerhalb der Gruppe bieten wir außerdem beispielsweise Lösungen zur Zutrittssicherung, Betriebs- und Maschinendatenerfassung sowie zur Datenanalyse. Bei anderen Themen, die an das ERP anschließen, arbeiten wir mit ausgewählten Partnern zusammen.

ITD: Sind auch verwandte Themen wie Smart Factory und IIoT in diesem Zusammenhang an der Tagesordnung?
Verniaut:
Smart Factory und IIoT betreffen viele unserer Kunden. Daher engagieren wir uns in verschiedenen Forschungskooperationen, in denen wir Szenarien für die smarte Fabrik testen, u.a. in der Smart Factory KL des DFKI mit dem größten Demonstrator Deutschlands. Die Erfahrungen fließen in unsere Entwicklung und in die Zusammenarbeit mit unseren Kunden ein.

ITD: Eine weit verbreitete Hürde für die Vernetzung von Produktionsabläufen ist das hohe Alter vieler Maschinen. Welche Ansätze gibt es, entsprechende Prozesse trotzdem durchgängig in der Software abbilden zu können?
Verniaut:
Ein Beispiel: Wir haben mit unserem Kunden Spelsberg einen Prototypen entwickelt, bei dem wir Maschinen über einen Raspberry Pi an das ERP angebunden haben. Die eine Maschine versieht die vorbereiteten Gehäuse mit der Produktionsnummer und setzt, wenn notwendig, Stopfen ein. Die zweite Maschine montiert, gesteuert durch Proalpha, Schrauben in den Deckel. Der jeweilige Produktionsfortschritt wird automatisiert über den Rückkanal an das ERP-System gemeldet. Proalpha steuert damit die Fertigung auf Basis von Echtzeitdaten.

ITD: Solche Abläufe produzieren bekanntlich auch sehr viele Daten. Wie anspruchsvoll sind die Verarbeitung und Abbildung dieses erhöhten Datenaufkommens im ERP-System?
Verniaut:
Es kommt darauf an, über welche Produktionsdaten wir reden. Normale BDE-, MDE-, QS-Daten etc. werden häufig direkt und in Echtzeit in das ERP-System übernommen. Bei Maschinendaten sind eventuell MES-Systeme zwischengeschaltet. Das ist nicht besonders aufwendig. Anspruchsvoller sind hochvolumige Sensordaten, beispielsweise im Rahmen von Predictive Maintenance oder starker Automatisierung.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Diese werden häufig in vorgelagerte Systeme aufgenommen, ins ERP werden lediglich Extrakte oder einzelne Events übernommen. KI-Tools, die an das ERP angebunden sind, übernehmen teilweise die Datenaufbereitung und -analyse. Sie benötigen sehr viel Rechenleistung, vor allem in der „Trainingsphase“. Hier hilft die Cloud weiter. Wenn die Algorithmen und Modelle entsprechend trainiert sind, können sie auch ein direkter Teil des ERP-Systems sein. Manuelle Eingriffe sind dann nicht mehr nötig.

ITD: Künstliche Intelligenz spielt also auch eine wichtige Rolle bei Ihnen?
Verniaut:
Natürlich beschäftigen wir uns auch mit KI. Mit Empolis optimieren wir z.B. den Service: Durch die Integration von Empolis Service Express in das zentrale ERP-System von Proalpha können Unternehmen ihren Servicemitarbeitern schnell und einfach Wissen kontextsensitiv zur Verfügung stellen. Diese haben somit rund um die Uhr Zugriff auf wichtige Serviceinformationen und können so Reparaturen und Wartungseinsätze schneller durchführen und bearbeiten.

ITD: Gibt es weitere Bereiche, in denen KI zum Einsatz kommt?
Verniaut:
In unserem Advanced Planning & Scheduling, dem APS, sind Algorithmen integriert, die auf KI basieren. Ein weiteres Beispiel ist der Belegleser. Das System liest per OCR den jeweiligen Beleg und erkennt die darauf enthaltenen Elemente, wie den Absender oder die Rechnungsnummer. Belege, wie Eingangsrechnungen, lassen sich so automatisiert bearbeiten.

ITD: Womit beschäftigen sich Ihre Entwickler derzeit noch?
Verniaut:
Wir erweitern die Möglichkeiten für die mobile Nutzung, außerdem integrieren wir immer mehr branchenspezifische Prozesse und funktionale Erweiterungen, z.B. bei Medizintechnik. Auch die internationale Nutzung verbessern wir kontinuierlich weiter. Parallel bauen wir unser Cloud-Angebot aus, ebenso die Möglichkeiten für Advanced Analytics und Predictive Maintenance. Und das ist nur ein Auszug der Themen, an denen wir arbeiten.

ITD: Gibt es neue Technologiefelder, die Sie in der nächsten Zeit erschließen möchten?
Verniaut:
Wir beschäftigen uns permanent mit neuen Technologien und prüfen, wie wir sie zum Nutzen unserer Kunden einsetzen. Dafür engagieren wir uns in verschiedenen Forschungskooperationen, etwa bei Fraunhofer, der SmartFactoryKL oder dem FIR an der RWTH Aachen. In der Kooperation mit dem FIR haben wir z.B. Process Mining als integrierten Bestandteil unserer Proalpha-Gesamtlösung getestet und für den breiten Einsatz vorbereitet. Big Data und Data Management in der Cloud sowie Advanced Analytics sind ebenfalls große Themen.

ITD: Wo sehen Sie den ERP-Markt in den nächsten Jahren?
Verniaut:
Der Markt hat sich in den letzten Jahren stark konsolidiert. Ein Grund ist die Entwicklung des ERP hin zur Plattform. Trends und Technologien wie Cloud, RPA, Real Time Analytics und Real Time Process Management, also die Entwicklung hin zu Echtzeit und weg vom Data Warehouse, setzen sich immer mehr durch. Durch die Krise wird sich diese Konsolidierung gerade bei den kleinen Anbietern fortsetzen. Viele dieser kleinen Anbieter haben nicht die nötige Stärke, um Innovationen voranzutreiben und ihre Lösungen zu modernisieren. Auch die Branchenorientierung wird immer wichtiger. Insgesamt erwarten wir ein Wachstum des ERP-Marktes.

ITD: Wie wird sich das Unternehmen zukünftig am Markt positionieren? Was ist die langfristige Strategie?
Verniaut:
Wir bieten Business-Software für den fertigenden Mittelstand und den technischen Handel. Im Zentrum steht das ERP – das ist unsere Stärke. An das ERP anschließende Systeme bieten wir über Partner oder zugekaufte Unternehmen an, die im jeweiligen Bereich bewährte Lösungen und die passenden Kompetenzen haben. Wir bleiben bei unserer Positionierung, erweitern sukzessive unser Portfolio und wachsen, sowohl organisch als auch anorganisch. Zum Beispiel arbeiten wir daran, unser internationales Geschäft sowie die Aktivitäten im Bereich Medizintechnik weiter auszubauen.


Name:
Eric Verniaut
Alter: 54 Jahre
Familienstand: verheiratet, zwei Söhne
Werdegang: internationale Funktionen bei SAP, zuletzt als Chief Operating Officer/Chief Business Officer für EMEA, MEE und Groß-China; Lawson Software; T-Systems Enterprise Services und Gedas
Derzeitige Position: CEO von Proalpha
Hobbies: Kitesurfing, Wakeboarding, Surfen, Tennis


Bildquelle: Claus Uhlendorf

©2020Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok