Chip-Deal

Zustimmung der EU-Wettbewerbshüter: Qualcomm darf NXP kaufen

Der US-Chiphersteller Qualcomm hat die EU-Erlaubnis für die Übernahme des niederländischen Konkurrenten NXP Semiconductors bekommen. Die Wettbewerbshüter der Brüsseler EU-Kommission stimmten dem geplanten Geschäft zu.

Qualcomm hat die EU-Erlaubnis, die Firma NXP zu kaufen. ((Foto: Britta Pedersen/Archiv))

Qualcomm hat die EU-Erlaubnis, die Firma NXP zu kaufen. ((Foto: Britta Pedersen/Archiv))

Qualcomm muss allerdings Auflagen einhalten. Dazu gehört der Verzicht auf den Erwerb bestimmter NXP-Patente. Zudem hat das US-Unternehmen u.a. zugesagt, Wettbewerbern den Zugang zu einer Technologie zu ermöglichen, die von mehreren Verkehrsbetrieben als Plattform für den Verkauf von Fahrkarten verwendet wird.

Ob die Übernahme wirklich zustande kommt, gilt allerdings als fraglich. Ein Grund ist, dass im November der Chiphersteller Broadcom für rund 130 Mrd. Dollar ein Übernahmeangebot für Qualcomm vorlegte. Das rund 47 Mrd. Dollar schwere Angebot von Qualcomm für NXP musste zuletzt wegen geringen Interesses der Aktionäre bis zum 9. Februar verlängert werden.

Qualcomm teilte am Donnerstag mit, dass nun acht der neun benötigten Genehmigungen für die Übernahme von NXP vorlägen. Nur in China ist demnach das Prüfverfahren noch nicht abgeschlossen.

Qualcomm ist nach Intel, Samsung und TSMC der viertgrößte Chiphersteller der Welt und vor allem für seien Smartphone-Chips bekannt. NXP gehörte zur Philips-Gruppe und produziert u.a. Chips für Sicherheitslösungen in Ausweisen und Reisepässen sowie für den Automobilmarkt.

dpa/ls

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