Checkliste für die Umsetzung

Die richtigen Schritte zur Multi-Cloud-Strategie

Acht von zehn Unternehmen verfolgen heutzutage eine Multi-Cloud-Strategie, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage durch Forrester Research. Im Folgenden werden einige grundlegende Schritte skizziert, mit denen Unternehmen übliche Herausforderungen effizienter meistern können.

Die richtigen Schritte zur Multi-Cloud-Strategie

Wer sich für eine Multi-Cloud-Lösung entscheidet, ist laut Snow Software AB gut beraten, bei der Umsetzung auf eine Checkliste zu setzen.

Im ersten Schritt sollten Verantwortliche ihre IT-Security-, Finanz- und IT-Asset-Management-Teams zusammenbringen. Um mehrere Cloud-Anbieter effizient verwalten zu können, müssen in allen diesen Teams Kenntnisse über jeden genutzten Cloud-Anbieter vorhanden sein. Üblicherweise ist das eigene IT-Personal jedoch nicht durch mehrere Anbieter zertifiziert. Um den nötigen Überblick zu bewahren, müssen die Teams zusammenarbeiten, auch um Wissenslücken effektiv zu schließen und um doppelte Arbeit zu vermeiden. Da mit Sicherheit in der eigenen Organisation nicht alles Wissen vorhanden sein wird, empfiehlt es sich, zur Koordination der internen Teams auch externe Berater hinzuzuziehen.

Automatisierung als Teil der Strategie auffassen

Die effiziente Verwaltung mehrerer Cloud-Umgebungen ist eine Herausforderung, denn es ist ein offenes Geheimnis, dass Cloud-Anbieter ihre Tools gezielt so entwerfen, dass diese eine Bindung an sie selbst fördern. Der einfachste Weg ist in der Regel ein manuelles Vorgehen. Doch wenn die immer gleiche Aufgabe für mehrere Cloud-Umgebungen wiederholt werden muss, bindet dies zu viele Ressourcen und ist fehleranfällig. Um dem entgegenzuwirken, bietet die Automatisierung einen Ausweg und sollte in die Cloud-Management-Strategie einbezogen werden. Mit diesem Hilfsmittel kann eine Kultur der Förderung von Kreativität und Proaktivität in IT-Teams geschaffen werden, sodass sich wiederholende, eintönige Aufgaben und insbesondere Inkonsistenzen in Deployments vermieden werden. IT-Teams können Automatisierung nutzen, um mehrere Cloud-Umgebungen effizient zu verwalten sowie Kosten und Fehler zum Schutz des Unternehmens zu minimieren.

Einen Cloud-Anbieter auswählen

Keine Angst vor Veränderung! Es sollte immer der Anbieter ausgewählt werden, der den aktuellen Bedürfnissen am besten entspricht, und nicht der Anbieter, der vielleicht in vorhergehenden Projekten genutzt wurde. Um eine fundierte Empfehlung aussprechen zu können, müssen Cloud-Architekten die Freiheit haben, mit mehreren Anbietern experimentieren zu können. Sie sind die Experten auf ihrem Gebiet und werden die Leistungs- und Sicherheitsanforderungen einer Anwendung – von den Lizenzbedingungen über die Data Gravity bis hin zur Compliance – im Blick behalten, bevor sie einen Anbieter auswählen. Wenn die Cloud-Architekten diese Freiheit bekommen, anstatt sich im Micromanagement zu verlieren, werden sie effektive Business-Entscheidungen für das Unternehmen unterstützen können. 

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Verbräuche monitoren und Ausgaben verstehen

Es besteht eine gewisse Diskrepanz zwischen der Art und Weise, wie Organisationen Cloud-Dienste nutzen, und der, wie Cloud-Anbieter diese in Rechnung stellen. Azure und AWS rechnen heute stunden- oder sogar sekundengenau ab, während Unternehmen noch immer versuchen, die Nutzungsdaten auf monatlicher oder sogar jährlicher Basis zu analysieren. Das stellt eine große Herausforderung dar, wenn es darum geht, Cloud-Ausgaben nachzuvollziehen, zu verwalten und zu optimieren. Da Kostensenkung eine treibende Kraft bei der Einführung von Multi-Clouds ist, sollten die Nutzungsmodelle der Cloud-Anbieter genau unter die Lupe genommen werden, da sie einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtkosten haben.

Zielsetzung und -messung definieren

Wer Erfolg nicht definiert, kann ihn auch nicht erreichen. Umso wichtiger ist es, eine klare Vorstellung davon zu haben, wie Fortschritt und Erfolg gemessen werden sollen. Wenn die Kosten gestiegen sind, aber gleichzeitig auch die Agilität zugenommen hat und die Time-to-Market verkürzt wurde, ist das dann ein Erfolg? Vermutlich gehen die Meinungen hierzu je nach Abteilung auseinander. Daher ist es wichtig, von Anfang an sicherzustellen, dass alle am gleichen Ziel arbeiten. 

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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