Weiterbildung für Mitarbeiter

Digitalisierung braucht digitale Köpfe

Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft investierten deutsche Unternehmen bereits im Jahr 2016 kumuliert 33,5 Mrd. Euro in berufliche Weiterbildung, um ihre Mitarbeiter für die Digitalisierung fit zu machen. Dies steht jedoch im krassen Gegensatz zur Selbsteinschätzung deutscher Arbeitnehmer, wonach sieben von zehn Befragten nach eigenen Angaben schlicht „nicht bereit“ für die Anforderungen der digitalen Arbeitswelt sind.

Veritable Investitionen in digitale Lernprogramme allein reichen nicht aus, um Mitarbeitern und Führungskräften essenzielle digitale Fähigkeiten zu vermitteln.

Veritable Investitionen in digitale Lernprogramme allein reichen nicht aus, um Mitarbeitern und Führungskräften essenzielle digitale Fähigkeiten zu vermitteln.

Beklagt wurden in der repräsentativen Bitkom-Umfrage insbesondere fehlende Weiterbildungsangebote seitens des Arbeitgebers zu digitalen Fähigkeiten und zu wenig Zeit zum Lernen. Trotz des verstärkten Einsatzes digitaler Lernformen sind die Erfolge offenbar bescheiden. Zwar gibt es eine Fülle von Schulungsprogrammen für IT- und digitale Skills, wie zuletzt auf der Learntec zu sehen war. Insbesondere bei Inhalt und Präsentationsform machen sich jedoch erhebliche Qualitätsunterschiede bemerkbar. Häufig sind die Inhalte nicht auf die Lernziele der Mitarbeiter abgestimmt, zeitintensiv und wenig ansprechend, geschweige denn praxisnah präsentiert. Demzufolge bieten sie nur verhältnismäßig geringe Lernanreize.

Digitale Transformation lernen – darauf kommt es an


Moderne, leistungsstarke Lernprogramme sind diversifiziert. Das heißt, sie berücksichtigen die Zielgruppenvielfalt – Basispersonal, Führungskräfte, junge Talente, gestandene Mitarbeiter, national und international – im Unternehmen sowie die individuellen Lernbelange jedes Einzelnen. Das Portfolio bietet multimodale Medien von E-Books über Lernspiele (neudeutsch: Gamification) bis hin zu kompakten Micro-Learning-Videos in mehreren Sprachen. Zusätzlich decken die Kursprogramme verschiedene Wissensaufbaustufen ab – vom Anfänger über den fortgeschrittenen Lerner bis hin zu Expertentrainings als Vorbereitung auf eine Industriezertifizierung.

Business, IT, Compliance – diese Skills sind essenziell


Führungskräfte und Mitarbeiter müssen in der Lage sein, digitale Prozesse zu verstehen und die entsprechenden Technologien effektiv und sicherheitsbewusst einzusetzen. Ein Corporate-Learning-Programm zur effektiven Unterstützung der digitalen Transformation sollte demzufolge in drei Hauptteile gegliedert sein: digitale Business-Skills, digitale IT-Skills sowie Compliance und Unternehmenssicherheit.

Die Business-Kurseinheit muss sowohl Grundlagen der Transformationstechnologien und zukünftige digitale Kompetenzen umfassen als auch Spezialthemen wie Datenanalyse, die Gestaltung digitaler Erfahrung, Agilität für digitale Transformation, digitale Marketing-Kommunikation und virtuelle Zusammenarbeit abdecken.

Der IT-Trainingsbereich sollte vornehmlich jene Applikationen beinhalten, die im eigenen Unternehmen standardmäßig oder insbesondere im Zuge der Digitalisierung eingesetzt werden. Dazu gehören unbedingt Trainings für mobile, web- und cloud-basierte Anwendungen wie Content Management, Social Media, Office 365 und Virtual Project Collaboration. Auch Schulungen für Security-Programme dürfen in keinem Fall fehlen.

Der dritte Wissensbereich, Compliance, ist ein elementarer Baustein der digitalen Transformation. Denn mit der Verbreitung mobiler und cloud-basierter Technologien ist auch das Risiko für IT-, Daten- und Unternehmenssicherheit stark gestiegen. Und mit der DSGVO steht bald ein EU-weites Datenschutzgesetz ins Haus, auf das nur wenige Unternehmensbelegschaften hinreichend vorbereitet sind.

Leistungsstarke Compliance-Kursprogramme behandeln die Themenfelder Recht, Arbeits- und IT-Sicherheit, Gesundheit und Umwelt. Die Inhalte werden von renommierten Anwaltskanzleien und sachverständigen Partnern entwickelt, geprüft und kontinuierlich aktualisiert. Eine solche Lernbibliothek umfasst gut und gerne mehrere tausend Kurse und Videos zu allen Rechts- und Sicherheitsthemen.

Freiräume fürs Lernen schaffen


Der Mangel an verfügbarer Zeit zum Lernen wird häufig beklagt. Hier sollten Unternehmen eine Lösung auswählen, die Mitarbeiter unabhängig macht, wann und wo sie lernen. Moderne Lernkurse bestehen größtenteils aus kompakten Micro-Learning-Videos. Diese „Lernhäppchen“ von ca. fünf bis zehnminütiger Dauer lassen sich ideal in den Tagesablauf der Mitarbeiter integrieren und können praktisch jederzeit, überall und über jedes mobile Device genutzt werden. Auch spielerische Elemente wie Punktesysteme und Learning Contests können die Lernmotivation steigern. Diese attraktive „Weiterbildung to go“ wird mittlerweile von jedem zweiten Arbeitnehmer in Deutschland genutzt.

Veritable Investitionen in digitale Lernprogramme allein reichen nicht aus, um Mitarbeitern und Führungskräften essenzielle digitale Fähigkeiten zu vermitteln. Vielmehr kommt es laut Lernlösungsspezialist Skillsoft darauf an, eine stringente Weiterbildungsstrategie zu entwickeln und auf dieser Grundlage auszuwählen, welches Technologie- und Lernangebot am besten zum Unternehmen und seinen Mitarbeitern passt. Ein leistungsstarkes Learning-Management-System kann den digitalen Wandel im Unternehmen enorm voranbringen.

Bildquelle: Skillsoft

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