Digitalisierungsinitiative für den Mittelstand

Fit für Industrie 4.0?

Mit einer neuen Initiative will die Cosmo-Consult-Gruppe mittelständische Unternehmen dabei unterstützen, die Herausforderungen der Digitalen Transformation zu bewältigen. Im Mittelpunkt soll dabei ein Digitalisierungscheck stehen, mit dem Teilnehmer ihren digitalen Reifegrad feststellen und mit ähnlich strukturierten Unternehmen gleicher Branche vergleichen können.

Fit für Industrie 4.0?

Mit einem kostenlosen Digitalisierungscheck sollen mittelständische Unternemen nun ihren digitalen Reifegrad überprüfen können.

Der Mittelstand läuft Gefahr, die Digitalisierung zu verschlafen. Das liegt nicht nur an fehlenden Kapazitäten, sondern auch daran, dass viele Betriebe immer noch nach dem richtigen Einstieg suchen. Nun will die auf Digitalisierung spezialisierte Cosmo-Consult-Gruppe Mittelständlern mit einer neuen Initiative unter die Arme greifen. Diese wird in Kooperation mit Microsoft und Techconsult, einem Unternehmen der Heise-Gruppe, durchgeführt. Im Mittelpunkt soll dabei ein kostenloser Digitalisierungscheck stehen, mit dem Teilnehmer ihren digitalen Reifegrad selbst feststellen und mit ähnlich strukturierten Unternehmen gleicher Branche vergleichen können. Zusätzlich machten Themenvideos, Webinare und Fachinformationen die Digitalisierung erlebbar. Am Ende seien die Teilnehmer besser informiert – vor allem über sich selbst.

Die KfW Bank beklagt, dass der Mittelstand Digitalisierung als Rationalisierungsprojekt begreift, die Technischen Hochschule Mittelhessen stufte den Digitalisierungsgrad des Mittelstandes kürzlich gar als „bedenklich“ ein. Und das, obwohl die Rheinische Fachhochschule Köln (RFH) feststellte, dass digitalisierte Unternehmen bis zu 20 Prozent mehr Umsatz erwirtschaften. Warum also die Zurückhaltung?

Darum fällt Digitale Transformation so schwer

Ein Problem ist die Komplexität der Materie: Digitale Transformation bedeutet nicht nur moderne Technologien, sondern auch neue Geschäftsmodelle, smarte Produkte und Dienstleistungen. Hierfür sind Märkte, Geschäftsprozesse, Kunden- und Lieferantenbeziehungen in einem digitalen Umfeld neu zu durchdenken. Einige Mittelständler haben hierfür noch keine Vision entwickelt oder es fehlen schlicht Personal und Know-how. Andere interpretieren den Wandel als rein technische Herausforderung und überlassen das mit Abstand wichtigste Zukunftsprojekt einer mitunter überforderten IT-Abteilung. Das Ergebnis sind partielle Prozessverbesserungen und kleine Kosteneinsparungen. Für eine existenzsichernde Zukunft reicht dies jedoch nicht.

Der wichtigste Erfolgsfaktor? Die Menschen!

Das Software- und Beratungsunternehmen begleitet Unternehmen durch die Digitale Transformation. „Die Digitalisierung verändert auch unseren Markt. Wir haben daher unser Geschäftsmodell angepasst, unser Portfolio erweitert und unsere Beratungskompetenz deutlich ausgebaut“, unterstreicht CEO Uwe Bergmann. Seitdem gibt es mehrere Arbeitsgruppen im Unternehmen, die für zentrale Fragen wie Produktentwicklung, Geschäftsmodelle oder Kundenzentrierung ständig nach neuen Ansätzen und Wegen suchen. Die Erfahrungen aus der eigenen Transformation teilt das Unternehmen nun kostenlos mit anderen Firmen. „Viele Betriebe laufen Gefahr, die Digitalisierung zu verschlafen, weil sie nicht wissen, wie man ein solches Projekt angeht. Diese Betriebe wollen wir mit unserer Initiative unterstützen. Es geht um den richtigen Einstieg aber vor allem darum, die Menschen auf dem Weg in die Zukunft mitzunehmen. Hierfür müssen wir ihre Sorgen und Ängste ernst nehmen, den bevorstehenden Wandel erklären und sie für die Chancen der Zukunft begeistern“, bekräftigt Bergmann.

Wie digital tickt der Mittelstand?

Ein Kernelement ist dabei der Digitalisierungscheck. Anhand eines Online-Fragebogens können mittelständische Betriebe ihren individuellen Digitalisierungsgrad bezogen auf das gesamte Unternehmen und einzelne Bereiche ermitteln. Zusätzlich vergleicht eine Benchmark-Analyse den eigenen Status quo mit dem, ähnlich strukturierter Betriebe aus der gleichen Branche. Teilnehmer erfahren also nicht nur, wie es um die eigene Transformation steht, sondern auch, ob man bereits ins Hintertreffen geraten ist. Ein Newsletter, der firmeneigene Blog und kostenlose Webinare liefern zusätzlich praxisrelevante Informationen zum Thema. „Der digitale Reifegrad ist die ideale Ausgangsbasis für eine umfassende Digitalisierungsberatung. In jedem Fall lässt sich mit dem Ergebnis die eigene Situation besser einschätzen und man versteht, um was es bei der Digitalisierung wirklich geht“, ist sich Klaus Aschauer, Vorstand der Cosmo-Consult-Gruppe sicher.

Eine Blaupause liefert der Digitalisierungscheck allerdings nicht. „Es wäre falsch, mit festgelegten Konzepten und starren Vorstellungen in den Transformationsprozess zu starten“, betont Aschauer. Stattdessen setzen die Consultants zuerst auf eine Analyse, um dann gemeinsam innovative Ideen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen. Dreh- und Angelpunkt sind dabei die Mitarbeiter. Sie bringen oft die besten Ideen in den Prozess ein und führen Digitalisierungsprojekte so zum Erfolg. Wie schnell die Digitale Transformation voranschreitet und wie weit der Prozess geht, entscheidet jedes Unternehmen für sich.

Bild: gettyimages/iStock

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