Pharmaunternehmen standardisiert Prozesse

Gesundes Projektmanagement

Um den Überblick über Termine, Ressourcen und Kosten zu behalten, implementierte man bei Hermes Arzneimittel eine Projektmanagement-Software (PM). Das mittelständische Unternehmen entwickelt Pharmazeutika sowohl für Eigenmarken als auch für große Pharmakonzerne.

  • Medizinfachkraft die eine Pille untersucht

    Die Hermes Arzneimittel GmbH beschäftigt rund 800 Mitarbeiter an drei Standorten. ((Bildquelle: Thinksotck/iStock))

  • Torsten Eckardt, Head Healthcare Application Services & Packaging Development bei Hermes

    „Die neue Software hilft uns, die Entwicklungsprojekte software-gestützt besser zu verwalten und zu priorisieren.” Torsten Eckardt, Head Healthcare Application Services & Packaging Development bei Hermes ((Bildquelle: Hermes Arzneimittel GmbH))

Im Fokus standen die Optimierung der Verwaltung und die Steuerung mehrerer Projekte, die gleiche Ressourcen verwenden. Die Vorgehensweise zur Strukturierung sollte durch die software-gestützte Verfolgung von Projektphasen und -meilensteinen vereinheitlicht werden. Davon versprach man sich eine größere Gesamtübersicht sowie die Möglichkeit, schnellere Entscheidungen über die Priorisierung von Projekten treffen zu können. Auch die Standardisierung von Prozessen spielte bei der Entscheidung eine Rolle.

Klare Rollendefinition

Eine genauere Planung, Berücksichtigung von Unter- und Überlast, Prognose und Analyse waren in der Zieldefinition für die neue Software ebenso enthalten wie eine exakte Stundenkontierung auf Projekte. Die Auswertung der Tätigkeiten, eine klare Rollendefinition, ein Reporting für verschiedene Zielgruppen sowie die Unterstützung bei der Ressourcenplanung waren weitere Anforderungen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Projektstart war im Mai 2012. Nach 16 Monaten fiel im Herbst 2013 die Entscheidung für die Einführung von Planta Project. Bis zum Go-Live im August 2014 erfolgten die Schritte Erstinstallation, Schulung des Kernteams, Erarbeitung des entsprechenden Fachkonzeptes, Testphase und Anwenderschulung. Die Abgrenzung der Aufgabenbereiche wurde als wichtige Voraussetzung für ein effizientes Projektmanagement identifiziert. Das Kernteam hat die in der Software vordefinierten Rollen firmenspezifisch angepasst.

Die Prozesse für den Ablauf allgemeiner Projekte wurden definiert: zum einen der Prozess für Grundlastprojekte und zum anderen der gesamte Prozess eines Kundenprojekts – vom Eingang der Kundenanfrage, dem Anlegen des Projekts als Simulationsprojekt mit Standard-Template bis zur Freigabe durch den Verantwortlichen und der anschließenden Aktivierung des gesamten Projekts als Entwicklungsprojekt.

Dem Systemadministrator wurde der gleiche Screen zur Verfügung gestellt wie den Linienverantwortlichen der Abteilungen, um diese bei Fragen besser unterstützen zu können. Um Abstimmungsprozesse bei zusätzlichen, nicht geplanten Aufwänden zu entzerren, bekamen die Ressourcenmanager dieselben Berechtigungen wie die Multiprojektmanager, so dass erst ab einem gewissen zusätzlichen Aufwand eines Mitarbeiters die Rücksprache mit dem zuständigen Projektleiter nötig wurde.

Datenschutz wurde berücksichtigt

Der Betriebsrat wurde frühzeitig zum Thema Zeiterfassung informiert. Auch der Datenschutz wurde berücksichtigt: Personengebundene Daten sind nur für die beiden Systemadministratoren und den Planta- Consultant sichtbar. Die Retrospektive am Ende der Tests führte zu einer Einschätzung, welche Ziele mit der Software-Einführung erreicht werden konnten, ob alle Beteiligten in den neuen Prozessen genügend berücksichtigt wurden und welche Verbesserungen noch durchzuführen waren.

Hermes Arzneimittel GmbH

Branche: Pharmazeutik
Standorte: München, Wolfratshausen, Wolfsberg (AT)
Gründungsjahr: 1907
Mitarbeiter: ca. 800

Nach der Einführungsphase wurde parallel zum Live-System eine Testumgebung installiert, um Anpassungen direkt vor Ort möglich zu machen. Ein Modul für das Innovationsmanagement wurde etabliert, um die Nachverfolgung von Projektideen anhand eigener Terminpläne mit anschließender Übernahme in das Entwicklungsprojektmanagement zu erleichtern. Dr. Torsten Eckardt, Head Healthcare Application Services & Packaging Development bei dem Pharmaunternehmen, beschreibt den Nutzen der Einführung: „Die neue Software hilft uns, die Entwicklungsprojekte software-gestützt besser zu verwalten und zu priorisieren. Die Projektdetailplanung und die Transparenz in der gesamten Entwicklung wurden verbessert, der Überblick über unsere vorhandenen Ressourcen erleichtert. Wir sind jetzt in der Lage, neue Produkte schneller und kostengünstiger zu entwickeln.“

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok