Kommentar

Ist IoT noch Fluch oder schon Segen?

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) gilt seit Jahren als einer der wichtigsten Treiber der IT-Branche. Insbesondere in den Bereichen Monitoring und Wartung bietet die Vernetzung vieler Geräte, Maschinen und Sensoren enormes Potential. Entsprechend groß sind die Erwartungshaltung und Investitions-bereitschaft des Mittelstands.

Ist IoT noch Fluch oder schon Segen?

Das Internet der Dinge gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Egal, welcher – von zumeist Anbietern in Auftrag gegebener – Studie man glaubt, ist das Thema IoT im Mittelstand angekommen. Immer mehr Unternehmen integrieren die neuen Technologien in ihre Geschäftsmodelle. Ein Phänomen, das sich quer durch unterschiedlichste Industrien und Einsatzfelder zieht – sei es im Gesundheitssektor, im Handel, der Logistik, dem verarbeitenden Gewerbe oder der Energieversorgung. 

Beispiele für die Konnektivität von Produkten mit neuen software-gesteuerten Features reichen dabei etwa vom Heizungsthermostat über die Fahrzeugsteuerung bis hin zum „Smart Store“. Vor allem von reduzierten Ausfallzeiten von Maschinen und Geräten sowie der Eroberung neuer Märkte versprechen sich die meisten viel. Bis der Return on Investment aber tatsächlich eintritt, müssen einige auch die negativen Seiten von IoT kennenlernen.

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IoT eröffnet nämlich nicht nur neue lukrative Geschäftsfelder mit einer komplett vernetzten Geschäftswelt. Es bietet auch Hackern eine große Möglichkeit, per Cyberangriff Unternehmen zu schaden. Gerade IoT-Systeme mit ihren zahlreichen Schnittstellen bieten jede Menge Angriffsfläche. Die größten Gefahren gehen dabei u.a. von Nutzungs- und Berechtigungsstandards, von vorprogrammierten Passwörtern und der Systemkonfiguration aus.

Werden klassische Endgeräte wie PCs, Server und Notebooks zunehmend besser geschützt, sind es gerade die IoT-Devices wie Drucker, Webcams oder Sensoren, die Schlupflöcher für Angriffe bieten. Führende Anbieter sind daher noch mehr gefordert, Geräte erst dann auf den Markt zu bringen, wenn sie tatsächlich sicher sind.

Der Erfolg von IT-Projekten hängt jedoch nicht davon allein ab. Dass IoT-Projekte zusätzliche interne oder externe Ressourcen für Beratung, Entwicklung, Implementierung und Betrieb benötigen, darauf muss der Mittelstand schon selbst kommen. 

Bildquelle: Getty Images / iStock

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