Gesichtserkennung im Stadion von Brøndby IF

Kein Zutritt für Krawallmacher

Der dänische Superliga-Fußballclub Brøndby IF will mit Gesichtserkennungstechnologie von Panasonic ein sicheres Stadionerlebnis gewährleisten, für schnellen Einlass sorgen und die Sicherheitsmitarbeiter während der Spiele entlasten. Der Club ist das erste Unternehmen in Dänemark, das diese Lösung einsetzt.

Kein Zutritt für Krawallmacher

Als „Schlacht um Kopenhagen" ist das dänische Hauptstadt-Derby zwischen Brøndby IF und dem FC Kopenhagen bekannt – leider auch für prügelnde Fans. Eine Gesichtserkennungssoftware soll dies in ZUkunft verhindern.

Die Gesichtserkennungssoftware Facepro automatisiert die Identifizierung von Personen auf der Schwarzen Liste des Vereins und verhindert so zuverlässig, dass sie das Stadion betreten. Denn Panasonic-Sicherheitskameras erkennen, zusammen mit der Software, automatisch alle auf dieser Liste registrierten Personen. Dazu gleicht die Lösung im Hintergrund das Gesicht mit den in einer Datenbank verzeichneten Gesichtern ab und gibt bei Übereinstimmungen Benachrichtigungen und Alarme aus. Daraufhin können die Security-Mitarbeiter die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. Das Gesichtserkennungssystem verfügt über eine zentrale Steuerung, bei der Kamera und Server direkt verbunden sind.

Der Face Server des Anbieters nutze Deep-Learing-Technologie. Dieses System kann Gesichter identifizieren, die mit herkömmlichen Techniken schwer zu erkennen seien: Beispielsweise Gesichter, die aus einem Winkel von bis zu 45 Grad nach links oder rechts oder 30 Grad nach oben oder unten aufgenommen wurden. Selbst bei Aufnahmen, bei denen das Gesicht teilweise durch Sonnenbrillen, Schals oder Masken verdeckt ist, erziele es eine hohe Treffsicherheit.

Bisher mussten die Sicherheitsmitarbeiter mit großem Aufwand persönlich und manuell kontrollieren, wer das Stadion betreten darf. Jetzt verhindern die automatisierten Prozesse am Stadioneingang die bisherigen Staus an den Gates und Fans kommen so schneller in das Fußballstadion. Dies wird sich besonders in hochkarätigen Spielen wie dem Derby gegen den FC Kopenhagen als sehr vorteilhaft erweisen. Die durchschnittlichen Besucherzahlen liegen bei 14.000 Personen pro Spiel – bei bis zu 100 registrierten Personen auf der Schwarzen Liste des Stadions. Die Technologie soll die Mitarbeiter von Brøndby IF bei der Identifikation dieser unerwünschten Personen entlasten.

Jesper Jørgensen, Geschäftsführer von Brøndby IF, erklärt dazu: „Das System wird unsere Effizienz bei der Identifizierung von Personen auf der Schwarzen Liste an unseren Eingangstoren deutlich erhöhen. Wir können so sicherstellen, dass sie das Stadion nicht betreten. Wir sind stets bestrebt, für unsere Fans das bestmögliche Stadionerlebnis zu schaffen. Das ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung."

Um die Privatsphäre zu wahren, speichert die Gesichtserkennungstechnologie keine Bilder oder Daten von Personen, die nicht auf der Schwarzen Liste stehen. Außerdem sind die Daten derjenigen, die auf dem internen Brøndby-Server registriert sind, nicht mit dem Internet oder einem anderen System verbunden.

Bild: Gettyimages/iStock

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok