Modisch unterwegs

Männermode-Anbieter Engbers entwickelt E-Commerce weiter

Das Familienunternehmen Engbers GmbH & Co. KG vertreibt seit über 70 Jahren Männermode. In mehr als 300 Filialen in Deutschland und Österreich arbeiten über 1.700 Mitarbeiter für derzeit rund 2,3 Millionen Kunden. Ein wichtiges Standbein ist dabei der E-Commerce.

  • Mann auf Stuhl

    Seit 1946 im Geschäft: Der Onlinehandel ist ein wichtiges Standbein für die Engbers GmbH & Co. geworden.

  • Engbers-Geschäftsführer Bernd Bosch

    Engbers-Geschäftsführer Bernd Bosch setzt auf die kontinuierliche Weiterentwicklung des E-Commerce-Anteils.

Bereits im Jahr 2000 stieg Engbers in den Online-Handel ein und war damit einer der ersten deutschen Fashion-Retailer im E-Commerce. Seit 2010 arbeiten die Münsterländer im Online- und heute auch Multi-Channel-Vertrieb mit Shopmacher zusammen, „die uns nicht nur eine dynamische E-Commerce-Plattform hingestellt haben, sondern seither auch beratend bei der Weiterentwicklung unserer Online-Aktivitäten zur Seite stehen“, sagt Geschäftsführer Bernd Bosch.

Verschiedene Komponenten

Die technologische Basis hinter der Plattform ist das Shopsystem Oxid für den Check-out in Kombination mit einem von Shopmacher entwickelten Symfony-Frontend sowie dem Commerce Cockpit. Letzteres ist eine SaaS-Lösung, die es Redakteuren bei Engbers ermöglicht, große Teile der Shop-Plattform selbst zu editieren, ohne tiefergehende technische Kenntnisse erwerben oder für jede Änderung die Agentur konsultieren zu müssen. Das betrifft nicht nur Bilder und Texte, sondern auch viele andere Bereiche des Shops.

„Im Online-Bereich entwickeln sich das Mode-Business und die Kundenanforderungen noch dynamischer als im stationären Bereich“, fährt Bernd Bosch fort. „Deshalb ist der Ansatz der agilen und kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer E-Commerce-Plattform die Philosophie, die wir brauchen.“ Und so habe die Plattform in ihrer heutigen Form sowohl in Sachen Gestaltung als auch in technologischer Hinsicht nur noch sehr wenig mit dem Status von 2010 gemein.


Zum Zweck der flexiblen und anforderungsorientierten Weiterentwicklung der E-Commerce-Plattform denkt man bei Engbers nicht mehr in Projekten, sondern sichert sich bei Shopmacher jeweils zum Jahresende auf Basis einer groben, gemeinsam erarbeiteten Planung Entwicklungsressourcen für ein Jahr. Welche Themen im Rahmen dieses Kontingents umgesetzt werden, wird dann monatlich priorisiert und entschieden. So will man neue Themen mit geringer Vorlaufzeit angehen können.

Verzahnung der Kanäle

Seit Beginn der Zusammenarbeit mit Shopmacher erzielt Engbers im Online-Geschäft jährlich ein zweistelliges Umsatzwachstum. „Nun kann man zwar sagen, dass Wachstumsraten jenseits der zehn Prozent im E-Commerce beinahe üblich sind“, sagt Bernd Bosch. „Jedoch erzielt man gerade im hart umkämpften Modebereich zweistelliges Wachstum nicht durch Stillstand, sondern nur durch Weiterentwicklung der eigenen Services für die Online-Kunden.“

So konnte das Unternehmen im Bereich des Mobile Commerce den Anteil der mobilen Nutzung und den Umsatz der Kernmarke in den vergangenen zwei Jahren signifikant steigern. Bei den Marken Emilio Adani und Engbers xxl liegt der mobile Nutzungsanteil aktuell schon bei beinahe 50 Prozent. Die Online-Sichtbarkeit ist seit Mitte 2015 durch zahlreiche inhaltliche Maßnahmen deutlich gestiegen und hat sich seither beinahe verdoppelt.

Seit 2013 nutzen die Münsterländer zudem externe Online-Vertriebswege wie Otto und Amazon. „Durch die Nutzung dieser Marktplätze haben wir als vertikaler Anbieter nicht nur zusätzliche Online-Kunden, sondern auch stationäre Neukunden gewinnen können, die uns möglicherweise zuvor gar nicht kannten “, zeigt sich Bernd Bosch auch mit diesem Schritt zufrieden.

Aktuell stehen die weitere Optimierung von Kundenservices aus dem Bereich Cross Channel wie „Click & Reserve“ sowie weitere Maßnahmen zur stärkeren Verzahnung der stationären und digitalen Absatzkanäle auf der Agenda. Zu diesem Zweck wird unter anderem ein neues Kassensystem implementiert, mit dem die Kunden ihre online bestellte Ware nicht nur in der Filiale umtauschen, sondern auch bezahlen können.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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