Marktstudie

Mittelstand und externe Berater

Die aktuelle Studie „Zum Bedarf von Digitalexperten im Mittelstand” hat Fragen rund um den Bedarf und die Zusammenarbeit mit externen Digitalexperten untersucht.

Bauklötze

Auf dem Weg zu Digitalisierung können Mittelständlern laut einer aktuellen Erhebung externe Digitalexperten helfen.

Die gute Nachricht zuerst: Der Mittelstand will sich (endlich) digitalisieren! Dass dies mehr als überfällig ist, wurde in den letzten Wochen an zahlreichen Stellen spürbar. Umso erfreulicher, dass fast 80 Prozent der mittelständischen Unternehmen nun die Digitalisierung aktiv angehen wollen, wie die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Consultport zeigen. Denn bisher sind lediglich gut ein Drittel vollumfänglich im digitalen Zeitalter angekommen. Für diese überfällige Transformation baut der Mittelstand auf externe Berater: 57 Prozent suchen nach Digitalexperten. Das Problem: fast die Hälfte der Unternehmen tut sich mit der Wahl eines passenden Beraters schwer (47 Prozent).

Befragt wurden 323 leitende Angestellte oder Geschäftsführer aus Unternehmen mit 200 bis 2.000 Mitarbeitern, die den Bereich externe Beratung verantworten. Die Ergebnisse zeigen auf, dass die Zusammenarbeit mit externen Fachexperten eine schlichte Notwendigkeit für die kommenden Transformationsprozesse sind: Denn über 60 Prozent der befragten Unternehmen seien der Überzeugung, dass eine Digitalisierung ohne Berater nicht umzusetzen sei.

Das bedeutet konkret: Fast alle der mittelständischen Unternehmen haben bereits mit einem externen Berater zusammengearbeitet, davon 56Prozent im letzten Jahr. Zwei Drittel der Unternehmen wollen innerhalb des nächsten Jahres erneut mit einem externen Berater zusammenarbeiten, 27 Prozent planen dies in einem Zeithorizont von zwei Jahren und lediglich 13 Prozent planen nicht mit einer externen Beratung zusammenzuarbeiten. Als mögliche Gründe für die bisher an manchen Stellen schleppende Umsetzung von Digitalisierungsprojekten nannten die befragten Unternehmer fehlendes Know-how (48 Prozent), fehlende interne Ressourcen (46 Prozent) und fehlendes Interesse von Mitarbeitern, sich weiterzubilden (31 Prozent). Lediglich 12 Prozent sind zuversichtlich und sehen keine gesonderte Herausforderung für eine Digitalisierung ihres Angebots.

Suche nach passendem Berater nicht einfach

Doch die Studie deckte auch auf, dass die Suche nach einem externen Berater nicht immer einfach ist. So beklagen 25 Prozent der befragten Unternehmen den fehlenden Zugang von externen Beratern. Gesucht wird dabei vor allem im eigenen Netzwerk, hier wurden in der Vergangenheit die Hälfte der Unternehmen fündig und über zwei Drittel würden auch erneut so vorgehen. Doch für fast die Hälfte stellt sich der der Suchprozess als zu langwierig und kompliziert dar (47 Prozent). Ist ein passendes Beratungsunternehmen gefunden, beklagen zudem 30 Prozent das intransparente Angebot. Darüber hinaus waren die Berater in knapp einem Drittel der Projekte oftmals deutlich unerfahrener als angenommen und weitere 30 Prozent der befragten Entscheider bemängeln das Einhalten des besprochenen Zeitplans. Umso erfreulicher, dass die Ergebnisse der Zusammenarbeit dennoch bei 21 Prozent der Unternehmen die Erwartungen übertroffen haben. 68 Prozent waren immer noch zufrieden und bei nur 11 Prozent wurden die Erwartungen nicht erfüllt.

Bei der Wahl des richtigen Beraters zählen für die meisten Unternehmen vor allem Vertrauen und Fachexpertise, noch vor Referenzen und Verfügbarkeit. Die Reputation des Beratungshauses hingegen, rangiert lediglich auf Platz 3 der wichtigen Kriterien für die Wahl eines Beraters.

Um die digitale Transformation des eigenen Unternehmens gezielt in Angriff zu nehmen, sei es für Unternehmen essenziell einen Digitalberater zu finden, der sich schnell und mit dem richtigen Know-how in die hochspezialisierten Unternehmensprojekte einarbeiten kann. Da diese individuell seien, könnten selbstständige Berater, die schnell und flexibel für das jeweilige Projekt an Bord gebracht werden können, das Mittel der Wahl sein. Diese bieten spezifisches Fachwissen, wie beispielsweise in den Bereichen Digitalisierung von Prozessen, Entwicklung von neuen digitalen Geschäftsfeldern bis zum Kulturwandel und können so passgenau eingesetzt werden.

Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus

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