Supply-Chain-Strategie

Nachhaltige Wertschöpfung

Dell Technologies erklärt, warum Unternehmen ihre Lieferkette nachhaltiger gestalten sollten und zeigt, wie dies gelingen kann.

Weltkarte auf Rasen

Supply Chains werden immer vernetzter und globaler – umso wichtiger ist es, hier eine ökologisch sinnvolle Startegie zu finden.

Viele Stufen des Wertschöpfungsprozesses eines Produktes finden in Entwicklungs- und Schwellenländern statt – und damit oft außerhalb des unmittelbaren Einflussbereichs von Unternehmen. Aus der Verantwortung können sich Firmen trotzdem nicht stehlen – sie müssen ihren ökologischen und sozialen Fußabdruck über den gesamten Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen hinweg verbessern. Unternehmen ohne eine überzeugende Nachhaltigkeitsstrategie werden nicht nur ihrer Verantwortung nicht gerecht, sondern riskieren auch ihre Reputation und damit letztlich den Erfolg im Markt.

Bei vielen Unternehmen kommen die sozialen und ökologischen Auswirkungen ihrer Tätigkeit vor allem in ihren globalen Lieferketten zum Tragen. Gerade bei der Produktion in Schwellen- und Entwicklungsländern besteht die Gefahr, dass es vor Ort zu Verletzungen der Arbeitsbedingungen, Umweltschäden oder Korruption kommt. Der Druck auf Unternehmen ist groß: Verbraucher fordern „saubere“ Produkte, Investoren und Analysten berücksichtigen soziale und ökologische Risiken in der Unternehmensbewertung und zu guter Letzt rücken unternehmerische Sorgfaltspflichten in den Fokus regulativer Entwicklungen. Unternehmen kommen deshalb nicht um das Thema eines Sustainable Supply-Chain-Management herum, um – beginnend beim Rohstofflieferanten bis hin zum Kunden – die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen ihres Handelns zu kontrollieren. 

Folgende fünf Schritte helfen beim Aufbau einer nachhaltigeren Lieferkette: 

  • Klare Ziele definieren. Zuerst einmal müssen Unternehmen verstehen, welche Probleme in der Lieferkette am dringlichsten sind und wo die Risiken und Chancen liegen. Am besten erfolgt diese Bewertung anhand eines konkreten Business Case: Lassen sich beispielsweise die Produkte auf dem Seeweg und nicht als Luftfracht transportieren, um schädliche CO2-Emissionen zu reduzieren? Können Rohstoffe aus Regionen bezogen werden, in denen sichergestellt ist, dass es bei der Gewinnung zu keinen Verletzungen der Menschenrechte kommt? Gibt es Alternativen zu bislang verwendeten Materialien, die zum Beispiel bei der Herstellung oder auch im Laufe ihres Lebenszyklus weniger Treibhausgase freisetzen?  
  • Verbindliche Richtlinien definieren und kontrollieren. Im nächsten Schritt müssen die Nachhaltigkeitsziele als verbindliche Anforderungen formuliert werden, an denen sich Lieferanten und Mitarbeiter orientieren können. Jedes Jahr sollte anhand eines messbaren Geschäftsziels überprüft werden, inwieweit die Ziele erreicht wurden. Indem man Fortschritte auf dem Weg zum Ziel festlegt und regelmäßig überprüft, wird der Nutzen der geleisteten Arbeit deutlich. 
  • Einbeziehung der Lieferanten. Ein strenger Verhaltenskodex sollte fester Bestandteil aller Einkaufsverträge sein. Mit der Vertragsunterzeichnung verpflichten sich alle Zulieferer auf verbindliche Richtlinien bei der Erfüllung sozialer und ökologischer Standards in den Produktionsstätten. Regelmäßig sollten zudem Selbstauskünfte eingeholt oder besser noch externe Audits durch unabhängige Organisationen durchgeführt werden, um die Einhaltung des Kodex zu überprüfen. Gleichzeitig geht es darum, die Lieferanten durch Informationsveranstaltungen, Schulungen oder technischen Support beim Kompetenzaufbau zu unterstützen.
  • Sensibilisierung der Mitarbeiter. Die Geschäftsleitung muss sich der Nachhaltigkeit in der Lieferkette verpflichtet fühlen, entsprechende Maßnahmen unterstützen und diese anhand konkreter Kennzahlen überwachen. Nur so wird sichergestellt, dass die Bemühungen nicht ins Leere laufen. Genauso wichtig ist es, die Mitarbeiter einzubeziehen: Fachabteilungen und Einkäufer sollten zu dem Thema geschult, alle Beschäftigten regelmäßig über die Prioritäten, Erfolge und Schwierigkeiten in Sachen Nachhaltigkeit informiert und ihre Ideen dazu eingeholt werden. 
  • Stakeholder mit an Bord holen. Branchenkooperationen und Multi-Stakeholder-Partnerschaften sind wichtige Instrumente, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Gerade auch kleine Unternehmen, die den zeitlichen und finanziellen Aufwand, der mit dem Aufbau eines leistungsfähigen Nachhaltigkeitsprogramms verbunden ist, scheuen, können von einer Bündelung von Ressourcen profitieren. Nichtregierungsorganisationen, Interessenvertretungen, Aktivistengruppen oder Wissenschaftler sind mit Nachhaltigkeitsproblemen bestens vertraut und erweisen sich daher oft als nützliche Partner, die Unternehmen beraten und eng mit ihnen zusammenarbeiten können.

Bildquelle: gettxy Images/iStock/Getty Images Plus

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