Neue Studie

So nutzt der Mittelstand die Public Cloud

Aktuell sollen sich 19 Prozent der deutschen Unternehmen im aktiven Public Cloud Betrieb befinden, 55 Prozent würden den Einsatz bereits vorbereiten. Das sind die Erkenntnisse einer neuen Studie.

Symbolisch aufgemalte Wolke

Die Studie soll zeigen, dass sich die Mehrheit der deutschen Unternehmen schon heute mit der Public Cloud befasst.

Nordcloud, ein europäischer Anbieter für Infrastrukturlösungen aus der Public Cloud, und das externe IT-Forschungsunternehmen Crisp Research haben in einer aktuellen Studie die Strategien und das Haltung zu Public Clouds im deutschen Mittelstand untersucht und die Ansprüche an Managed-Public-Cloud-Provider analysiert. Deutsche Unternehmen würden demnach einen immer stärkeren Fokus auf die Public Cloud legen und wären dabei auf die externe Expertise von IT-Service- und Consulting-Anbieter angewiesen.

Die Studie, für die insgesamt 160 IT-, Digitalisierungs- und Business-Entscheider befragt wurden, soll zeigen, dass sich die Mehrheit der deutschen Unternehmen schon heute mit der Public Cloud befasst. 19 Prozent würden die Public Cloud dabei bereits in Form von „Infrastructure as a Service” (IaaS) und „Platform as a Service” (PaaS) einsetzen, ganze 55 Prozent befänden sich in der Implementierungs- oder aktiven Vorbereitungsphase. Hierbei bevorzuge die Hälfte der Unternehmen einen phasenweisen Umzug ihres Applikations- und Infrastruktur-Portfolios, 33 Prozent würden die Cloud Migration in voller Konsequenz gestalten, d. h. das gesamte Anwendungsportfolio wird als ein groß angelegtes Transformationsprojekt geplant.

Trend zur Dual- und Multi-Vendor-Strategie

Da der Funktionsumfang, die Komplexität sowie die Innovationsgeschwindigkeit der Public Cloud Plattformen mittlerweile sehr hoch sein sollen, setzen über die Hälfte (53 Prozent) der befragten Unternehmen gezielt auf zwei strategische Cloud Provider. Darüber hinaus gaben insgesamt 18 Prozent an, mehr als zwei Anbieter in Anspruch zu nehmen. Als Gründe für eine Dual, bzw. Multi Vendor Strategie nannten 34 Prozent die Minimierung des Risikos eines Vendor-Lock-Ins, 41 Prozent schätzen zudem die Möglichkeit der globalen Abdeckung der Rechenzentren-Standorte als Weichensteller für die internationale Einführung ihrer neuen digitalen Services.

Über zwei Drittel (72 Prozent) der Befragten gaben darüber hinaus an, bis 2020 mindestens 10 bis 20 Prozent ihres Infrastruktur-Budgets für IaaS und PaaS in der Public Cloud zu investieren. Rund ein Viertel (26 Prozent) plane sogar zwischen 20 bis 50 Prozent ihres Infrastruktur-Budgets auf Public Clouds zu verlagern. Durchschnittlich entfallen 27 Prozent des Cloud-Budgets auf den reinen Cloud-Betrieb. Mit 60 Prozent teilen sich dabei die großen Public-Cloud-Anbieter AWS und Microsoft Azure den Großteil des derzeitigen Public-Cloud-Budgets für IaaS und PaaS in Unternehmen, obgleich auch Anbieter wie Google Cloud Platform, IBM oder Alibaba im deutschsprachigen Raum eine wichtige Rolle spielen.

Managed-Public-Cloud-Provider als gefragte Experten

Da sowohl die Transformation in die Public Cloud als auch der Betrieb dieser Systeme zum Teil hochkomplex ist, greift die große Mehrheit der befragten Unternehmen (79 Prozent) auf die Unterstützung externer Dienstleister zurück. 52 Prozent gaben an mit einem, 19 Prozent mit zwei Managed-Public-Cloud-Providern zusammenzuarbeiten. Die externe Expertise wird dabei nahezu in allen Teilbereichen beansprucht, von der Cloud-Strategie (64 Prozent), dem Monitoring und Management (54 Prozent) über die Entwicklung der API-Strategie (51 Prozent) bis hin zur Entwicklung von DevOps-Betriebskonzepten (51 Prozent). Managed-Public-Cloud-Provider wird somit eine hohe strategische Relevanz zuteil.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok