Fokus auf den Mittelstand

Start 2020: Was kann die neue Digitalmesse Twenty2X?

Ein Frühjahrstermin wie bei der „alten Cebit“, dieselbe Location, nur alles eine Nummer kleiner: Mit Twenty2X soll im März 2020 eine neue B2B-Digitalveranstaltung in Hannover an den Start gehen. Im Fokus des Events stehen IT-Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten in den unterschiedlichen Geschäftsprozessen zur Digitalisierung des Mittelstands. Die Fakten >>>

V.l.n.r.: Dr. Oliver Grün (Bitmi), Dr. Andreas Gruchow (Deutsche Messe) und Alexander Rabe (Eco)

Dr. Oliver Grün (Bitmi), Dr. Andreas Gruchow (Deutsche Messe) und Alexander Rabe vom Eco-Verband (v.l.n.r.) bei der Vorstellung der neuen Digitalmesse

Der Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft sichere heute den Wohlstand und Erfolg, so Bitmi-Präsident Dr. Oliver Grün – ob das in 20 Jahren immer noch gilt, darüber wird wohl das Gelingen der Digitalisierung entscheiden. Aus diesem Grund scheint eine zentrale Digitalmesse, die den Mittelstand in den Fokus rückt, in Deutschland unerlässlich zu sein. Nicht zuletzt hat das Cebit-Aus viel Bedauern ausgelöst und den Ruf nach einer neuen starken Plattform zur Vernetzung der IT-Branche mit allen Anwenderbranchen laut werden lassen. Als Cebit-Reload sei Twenty2X aber nicht geplant und die Messe soll erstmal eine „überschaubare“ Veranstaltung werden, heißt es seitens der Deutschen Messe.

Es gehe um Anwendungsszenarien, die bei Entscheidern und IT-Verantwortlichen auf der Agenda stehen, um die Zukunftsfähigkeit und Sicherheit des jeweiligen Unternehmens zu gewährleisten. Das Digitalevent werde an drei Tagen – 17. bis 19 März 2020 – in den Hallen 7 und 8 sowie im Convention Center ausgerichtet und ggf. ausgeweitet, sobald aus den Ausstellergesprächen eine hohe Teilnehme zu erwarten ist. Partner der Messe mit begleitendem Kongress sind der Bundesverband IT-Mittelstand Bitmi, der Verband der Internetwirtschaft Eco, der IT-Anwenderverband Voice sowie der Bundesverband Deutsche Startups BVDS.

Die Veranstaltung verstehe sich als „Digital Enabler“ für den Mittelstand und wende sich in erster Linie an Unternehmen aus der DACH-Region. Angesprochen werden sollen vor allem Geschäftsführer und IT-Entscheider, IT-Experten und Berater. „Unser Ziel ist es, gerade die kleinen und mittleren Unternehmen bei der Digitalisierung zu unterstützen, um sie fit für die Zukunft zu machen und sie im jeweiligen Wettbewerbsumfeld zu stärken“, betont Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG. Mit der neuen B2B-Veranstaltung biete man dem Mittelstand genau das, was er brauche, um sich für die kommenden Jahre gut aufzustellen: konkrete Lösungen, moderne Technologien, Best Practices und somit belastbare Entscheidungsgrundlagen.

Die Stimmen der Partner


Für die Konzeption und Entwicklung der neuen Messe wurden diverse Partner ins Boot geholt. „Als größter Fachverband für ausschließlich mittelständische IT-Unternehmen in Deutschland begrüßen wir die neue Digitalmesse, da sie unseren Mitgliedsunternehmen eine optimale Vertriebsplattform bietet“, so Bitmi-Präsident Dr. Oliver Grün.

Alexander Rabe, Geschäftsführer des Eco-Verbands, ergänzt: „Das Internet spielt eine tragende Rolle bei der Modernisierung von Geschäftsmodellen mittelständischer Unternehmen. Wir sind davon überzeugt, dass insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland ihre Potentiale auf den internationalen Märkten noch viel stärker ausschöpfen könnten, wenn sie die Chancen der Digitalisierung stärker für sich nutzten. Wenn wir den Wirtschaftsmotor Mittelstand am Laufen halten wollen, müssen wir kleine und mittlere Unternehmen am Standort Deutschland stärker bei der Digitalisierung unterstützen. Deshalb befürworten wir als Verband der Internetwirtschaft die klare Ausrichtung der Twenty2X.“

Der Bundesverband der IT-Anwender Voice sieht die neue Veranstaltung als einen „Marktplatz für den Austausch von Ideen, Best Practices und Lösungen zur Digitalisierung“. „Gerade mittelständische Anwendungsunternehmen, die unser Verband zahlreich vertritt, profitieren in ihren Digitalisierungsanstrengungen von Best Practices anderer Unternehmen und konkreten, schnell einsetzbaren Digitalisierungslösungen“, erklärt Dr. Hans-Joachim Popp, Vorsitzender des Voice-Präsidiums. Deshalb überzeuge ihn das Konzept der neuen Messe.

Diese Themenbereiche bietet die Digitalmesse


Die Themenpalette deckt laut Veranstalter alle Geschäftsprozesse und -anwendungen sowie die notwendigen IT-Sicherheitslösungen, die für den Betrieb der Infrastruktur notwendigen Hardware- und Software-Komponenten, aber auch den Einsatz neuer Technologien wie Virtual Reality (VR) ab.

Beim Themenbereich „Business Management“ gehe es etwa um Lösungen für die wachsende Komplexität von Prozessen, die zunehmende Geschwindigkeit und sofortige Entscheidungsfindung. Ausstellungsthemen seien Data Management, Big Data und Artificial Intelligence (AI), Business-Software wie Customer Relationship Management (CRM), Enterprise Content Management (ECM) und Enterprise Resource Planning (ERP) sowie Cloud, Server und Storage.

„Security Solutions“ biete Lösungen, die dem Mittelstand dabei helfen sollen, firmeninterne Informationen sowie sensible Kundendaten zu sichern und sich vor Cyberattacken zu schützen. Ausstellungsthemen seien IT-Infrastructure, Threat Management, die Datenschutz-Grundverordnung DSGVO und Blockchain.

Hinter „New Tech“ verberge sich die Zukunftswerkstatt der Messe. Hier erfahre der Besucher, wie neueste Technologien und Entwicklungen implementiert werden, z.B. wie 5G auf die Straße gebracht wird oder wie Augmented Reality (AR) und Virtual Reality in der Produktentwicklung und bei Wartungsarbeiten angewendet werden.

Ein Schwerpunkt soll der Start-up-Bereich „Scale11“ sein, der das lebendige Ökosystem der Entrepreneur-Szene abbilde und Gründer mit einflussreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen, Konzernen, Investoren, Politikern und Medien verbinde. Bei der Ausgestaltung des Bereichs wirkt der Bundesverband Deutsche Startups BVDS als Partner mit seinem Know-how und seinem Netzwerk mit.

Ein weiteres wichtiges Thema für den Mittelstand seien veränderte Arbeitsbedingungen und neue Betriebsabläufe. Stichworte sind hier Generationswechsel, Prozessinnovation und Diversität. Antworten soll hierzu der Schwerpunkt „New Work“ mit Angeboten rund um ECM-Lösungen, Communications, Conferencing und Meetings sowie Workplace Systems und Management bieten.

Drei Anwenderbranchen im Mittelpunkt


Bei der Erstveranstaltung im März 2020 werden drei Anwenderbranchen in den Mittelpunkt gerückt: Public Administration, Future Mobility und Financial Services. Speziell für diese Anwendergruppen biete die neue Digitalmesse themenspezifische Ausstellungsbereiche, ein umfangreiches Konferenzprogramm sowie Workshops und interaktive Networking-Formate. Darüber hinaus sollen die Branchenvertreter in weiteren, neuen Formaten die Möglichkeit erhalten, ihre Anforderungen an die Hersteller und Entwickler zu formulieren und zu diskutieren und sich aktiv an der Planung zukünftiger Entwicklungen zu beteiligen.

Auf mehreren Bühnen werden die digitalen Schlüsseltechnologien für den Mittelstand sowie die drei genannten Anwenderbranchen thematisiert. Neben den übergreifenden Themen wie Digitale Transformation, neue Technologien und Künstliche Intelligenz (KI) gehe es u.a. um Cybersicherheit, Datenanalyse und Kundenorientierung. Beim Thema „Infrastruktur“ stünden die Trendthemen Edge Computing, Cloud und Data Center im Mittelpunkt.

Bildquelle: Deutsche Messe

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