EU-Datenschutz-Grundverordnung

Verbraucher wollen Datenkontrolle einfordern

Eine große mehrheit der europäischen Verbraucher will die neuen Rechte, die sie mit der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erhalten, auch tatsächlich ausüben.

  • Verbraucher wollen Datenkontrolle

    Unternehmen sollten sich darauf vorbereiten, den Konsumenten Auskunft über gespeicherte Daten geben zu können.

  • Umfarge zur Datenkontrolle

    Beendigung des Geschäftsverhältnisses aufgrund von Datenmissbrauch ist für 64% der Befragten sehr wahrscheinlich.

Informationen, die Unternehmen über sie sammeln, wollen sie sehen, begrenzen oder auch löschen. Mit der im Mai 2018 in Kraft tretenden EU-Verordnung müssen Unternehmen diesen Forderungen nachkommen. Anderenfalls riskieren sie hohe Geldstrafen.

EU-DSGVO stärkt Verbraucherechte

Es geht um sämtliche Konsumentendaten, von Name, Adresse und Telefonnummer bis zu Kaufhistorie, Web-Browsing-Aktivität und Echtzeitstandort. Betroffen sind insbesondere CRM-Systeme. Da man vielerorts noch mit Legacy-Systemen arbeitet, wissen die Verantwortlichen laut Studie oftmals gar nicht, wo überall in den siloartigen Organisationsstrukturen diese Informationen gespeichert sind. Von daher prognostiziert Gartner, dass „bis Ende 2018 mehr als 50 Prozent der von der DSGVO betroffenen Unternehmen die Anforderungen nicht vollständig erfüllen werden“.

Damit Unternehmen besser abschätzen können, was sie ab Mai 2018 erwarten könnte, hat Pega mehr als 7.000 Konsumenten in sieben EU-Ländern befragt; darunter 1.188 in Deutschland. So wollen 90 Prozent wissen, wie Unternehmen ihre Daten verwenden; nur etwa vier Prozent hatten daran kein Interesse. Dementsprechend möchte auch eine große Mehrheit eine „direkte Kontrolle“ über die Nutzung persönlicher Daten durch Unternehmen haben: Für 57 Prozent sei dies sehr wichtig, für weitere 31 Prozent zumindest noch wichtig.

Der wichtigste Anlass für Konsumenten, von Unternehmen die Löschung von Daten zu fordern, ist der Austausch von Daten mit anderen Unternehmen oder gar der Verkauf von Daten – 47 Prozent gaben dies als Hauptgrund an. Belästigungen durch Anrufe oder andere Marketingmaßnahmen für uninteressante Produkte spielen mit 20 Prozent eine geringere Rolle.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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