Additive Fertigung als Dienstleistung

Vier Wege zum 3D-Druck

3D-Druck schafft in der industrielle Fertigung neue Möglichkeiten. Doch während die Vorteile für große Erstausrüster oft auf der Hand liegen, müssen sich mittelständische Zulieferer schnell mit hohen Kosten auseinandersetzen. Doch es gibt Mittelwege, um Kunden auch ohne Neuanschaffungen von 3D-Druckern halten zu können. Eine Übersicht:

3D-Drucker im Einsatz

Zulieferer müssen nicht zwingend über eigenes Personal oder Druck-Equipment verfügen, spezialisierte Dienstleister können bei Bedarf aushelfen.

1. Der Idealfall

Das Unternehmen verfügt bereits über die erforderlichen Kompetenzen und eigene 3D-Drucker. Dann kann dieses mit eigenem Personal vor Ort am Fließband des Erstausrüsters Endbauteile oder Ersatzteile produzieren. Der wirtschaftliche Nutzen: die höhere Performance in der additiven Produktion dieser Bauteile. Ebenso entfällt in großem Umfang die gesamte bisherige Transportkette und der damit verbundene Kostenblock. Weitere, eher qualitative Nutzeneffekte sind höhere Flexibilität und Zeitgewinn. Allerdings bergen der Einsatz und die Steuerung des Personals beim Erstausrüster eine gewisse zusätzliche Komplexität.

2. Der Kompromiss

Das Unternehmen verfügt über die erforderlichen Kompetenzen, möchte jedoch auch auf längere Sicht nicht in einen eigenen zusätzlichen 3D-Drucker für den Einsatz beim Partner investieren. In diesem Fall könnte dieser lediglich die Betreuung des 3D-Drucks für den Erstausrüster anbieten respektive übernehmen. Voraussetzung ist dann allerdings, dass dieser auch bereit ist, in einen eigenen 3D-Drucker zu investieren. Der Nutzen besteht im Erhalt der bestehenden Kundenbeziehung.

3. Die Investition

Das Unternehmen möchte den Erstausrüster als Kunden nicht verlieren, verfügt jedoch weder über das erforderliche Wissen, noch über einen eigenen 3D-Drucker. Eine Wirtschaftlichkeitsanalyse zeigt aber, dass es sich lohnt, in einen eigenen 3D-Drucker zu investieren, und entsprechende Kompetenzen im Laufe der Zeit aufzubauen. In diesem Fall besteht die Option, einen spezialisierten Dienstleister wie Lightway aus Niederzissen für einen festgelegten Zeitraum zu beauftragen. Dieser betreut sowohl den 3D-Druck am Ort der Produktionsstätte des Erstausrüsters als auch das Personal des Zulieferers.

4. Die Zwecklösung

Das Unternehmen verfügt weder über das erforderliche Wissen noch möchte es in einen eigenen 3D-Drucker investieren. Dennoch möchte es der Bitte des Erstausrüsters nachkommen und die 3D-Produktion in der Produktionsstätte des Partners realisieren. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, einen 3D-Dienstleister im Fullservice einzusetzen. Dies bedeutet, dass der Dienstleister seine eigene Anlage in die Produktionsstätte des OEM integriert und die Ersatzteile im Unterauftrag mit eigenem Personal vor Ort in 3D-Druck fertigt. Der Nutzen liegt im Erhalt der bestehenden Kundenbeziehung. Darüber hinaus besteht die Option, parallel das eigene Personal in die Vor-Ort-Fertigung zu integrieren und diese durch den Dienstleister in der additiven Fertigung ausbilden zu lassen.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

©2018Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok