Ein von Studenten der TU Münschen programmierter Algorithmus soll vorhersagen, welcher Charakter die beliebte Serie „Game of Thrones" überleben wird.
Studierende der Technischen Universität München entwickelten eine Informatik-Anwendung, die das Internet nach Daten über die Serie „Game of Thrones“ durchsucht und die Zahlen mit Algorithmen der Künstlichen Intelligenz aufbereitet. So ist es ihnen möglich, die Überlebenschancen der einzelnen Game-of-Thrones-Charaktere vorherzusagen.
Schon im Jahr 2016, kurz vor der Ausstrahlung der sechsten Staffel, entwickelten Studierende des gleichen Kurses einen Algorithmus, der die Wiederauferstehung von Jon Snow richtig vorhersagte.
Der von den Studierenden entwickelte Algorithmus sagt diesmal voraus, dass Daenerys Targaryen die höchste Chance hat, die GoT-Welt zu überleben. Die rechte Hand des Königs, Tyrion Lannister, hat ebenfalls eine vielversprechende Überlebensrate.
Die Überlebensraten werden mithilfe der Langlebigkeitsanalyse vorhergesagt. Diese Technik ähnelt wissenschaftlichen Anwendungen, bei denen die Auswirkungen von Behandlungen und Komplikationen bei Krebspatienten untersucht werden.
Fans, die daran interessiert sind, die Unterschiede zwischen der Handlung der TV-Serie und der Geschichte aus den Büchern, die der TV-Serie zugrunde liegen, zu erforschen, finden einen direkten Vergleich der Angaben zu den Charakteren, darunter Alter, Status (Dead vs. Alive) und Voraussagen zur Überlebenswahrscheinlichkeit.
Die Arbeit an diesen Algorithmen ist Teil eines Javascript-Seminars, das jedes Semester an der Informatik der TU München abgehalten wird. Während des Kurses lernen die Teilnehmer, wie sie intelligente Computersysteme entwerfen, entwickeln und einsetzen.
Der leitende Mentor des Kurses, Dr. Guy Yachdav, sagt: „Während die Aufgabe, Überlebenschancen für Game-of-Thrones-Charaktere vorauszusagen, auf Daten aus der Welt der Phantasie beruht, werden in der Realität dieselben Techniken der künstlichen Intelligenz verwendet und haben einen starken Einfluss auf unseren Alltag.“
Professor Burkhard Rost, Leiter des Lehrstuhls für Bioinformatik der TUM, ergänzt: „Die Kombination von Lehre und Leidenschaft ist eine brillante Möglichkeit, Studierenden Erfahrungen im Umgang mit diesen neuen Werkzeugen zu vermitteln und sie darauf vorzubereiten, nach ihrem Abschluss selbst großartige, neue Anwendungen zu schaffen.“
Bild: HBO