Bei der E-Mail ist noch kein Karriereende in Sicht.
Damaliger Empfänger der ersten, über das Internet versandten Nachricht war Prof. Michael Rotert, seinerzeit technischer Leiter an der Universität in Karlsruhe, heute Vorstandsvorsitzender des Eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. Gesendet wurde die erste elektronische Post gen Bundesrepublik Deutschland von Laura Breeden vom Computer Science Network Coordination and Information Center (CSNET) am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. Das sollte für die virtuelle Post der Startschuss einer langen Karriere sein, die bis heute anhält.
Wie der Hightech-Verband Bitkom anlässlich des Jubiläums ermittelte, senden und empfangen heutzutage fast vier von fünf Bundesbürgern (78 Prozent) regelmäßig E-Mails. Damit soll Deutschland auf Rang 7 im EU-Vergleich liegen, während sich der Durchschnitt aller EU-Länder bei 67 Prozent ansiedelt. Auch aus der Arbeitswelt ist die elektronische Post nicht mehr wegzudenken. Ferner sind über die Jahre mit Facebook, Twitter & Co. viele weitere Kommunikationsdienste hinzugekommen, die die Welt zusammenwachsen lassen und einen Austausch über Grenzen hinaus ermöglichen.
Unified Communications (UC) ist hier ein schönes Stichwort, das die Zusammenführung aller Kommunikationskanäle in einer einheitlichen Umgebung umschreibt und viele Unternehmen dieser Tage auf dem Schirm haben. Doch wird die E-Mail an sich, da sind sich die Experten einig, nicht im Kommunikationsmediendschungel untergehen. Vielmehr wird „die Zahl der E-Mail-Nutzer […] in den kommenden Jahren weiter steigen, trotz zunehmender Konkurrenz von Chats und Messaging-Diensten“, bekräftigt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. So scheint also noch lange kein Karriereende in Sicht.
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