Aktuell sind Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter in ganz Deutschland von essenzieller Bedeutung. Nur dadurch wird es Unternehmen möglich sein, ihre Mitarbeiter zu halten und neue Fachkräfte zu gewinnen.
Unternehmen kämpfen aktuell damit, ihre Mitarbeiter zu halten, denn in vielen Sektoren nimmt der Fachkräftemangel zu, während zeitgleich Einstellungsstopps – verursacht durch Corona und die unsichere wirtschaftliche Lage – verhängt werden. Darüber hinaus befinden sich seit der Pandemie viele Unternehmen in einem Kampf ums Überleben und sind teilweise nicht in der Lage, die Gehälter der Mitarbeiter zu erhöhen, um den steigenden Lebenshaltungskosten gerecht zu werden.
Die Umfrage von Docebo zeigt, dass aus diesem Grund Investitionen in die Weiterentwicklung und Schulung von Mitarbeitern einen besonders hohen Stellenwert haben und vor allem dabei helfen, einen positiven ROI für das Unternehmen zu generieren. Die Umfage ergab ferner, dass 71 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sich eher für einen Arbeitgeber entscheiden würden, der kontinuierliche Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten priorisiert. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der deutschen Arbeitnehmer gab an, dass sie einen Jobwechsel innerhalb von zwölf Monaten in Betracht ziehen würde, wenn ihr aktueller Arbeitgeber Lernmöglichkeiten oder Schulungen zur Unterstützung ihrer Karriereentwicklung einschränkt oder nicht anbietet.
Auf die Frage nach den drei wichtigsten Gründen, warum deutsche Arbeitnehmer ihre Stelle kündigen würden, gehörten eine zu geringe Bezahlung (73 Prozent), unterbesetzte Teams (35 Prozent) und eine schlechte Unternehmenskultur (33 Prozent). Obwohl die Bezahlung der am häufigsten genannte Grund in ganz Europa war, weist der an zweiter Stelle liegende Fachkräftemangel auf einen ernst zu nehmenden Trend in Deutschland hin. Zudem wird der Verlust weiterer Fachkräfte dieses Problem noch weiter verschärfen. Interessanterweise empfanden deutsche Arbeitnehmer schlechtes Management weniger problematisch als ihre europäischen Nachbarn, wobei nur 30 Prozent dies als Kündigungsgrund anführten, verglichen mit 52 Prozent der italienischen Arbeitnehmer.
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