Hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI) vereinen Server, Storage und Netzwerk in einer Lösung.
Im Jahr 2020 mussten buchstäblich über Nacht Zehntausende Mitarbeiter vom Büro in das Homeoffice umziehen. Der ständige Wechsel zwischen Verschärfungen und Lockerungen der Maßnahmen gegen die Pandemie hat viele Unternehmen veranlasst, ihren Mitarbeitenden den Arbeitsort freizustellen. Diese Entscheidungsfreiheit wünschen sich laut einer Cisco-Studie 86 Prozent der Mitarbeiter auch für die Zeit, wenn die Büros wieder wie gewohnt öffnen. Doch die neue, hybride Arbeitswelt erfordert eine flexible und gleichzeitig zuverlässige Infrastruktur. Diese muss Anwendungen sowohl im Rechenzentrum als auch in der Cloud reibungslos unterstützen.
Herkömmliche Lösungen für On-Premises-Systeme reichen hier nicht aus. Es sind moderne Ansätze nötig, die sich flexibel in Rechenzentren und Cloud-Umgebungen einsetzen lassen. So integriert etwa eine hyperkonvergente Infrastruktur (HCI) Server, Storage und Netzwerk in einem System. Moderne HCI-Lösungen basieren dabei auf einer vollständig Software-zentrierten Architektur und ermöglichen ein ganzheitliches Management von Hybrid-Cloud-Umgebungen. Sie bieten die Bereitstellung von Infrastruktur, integrieren aber auch diskrete Server und Storage-Systeme. Durch eine solche verwaltete Multi-Cloud-Umgebung lassen sich Container und virtuelle Umgebungen für Private und Public Clouds betreiben.
HCI unterstützt Anwendungen sowohl im Rechenzentrum als auch in der Cloud. Das bedeutet nicht nur eine gesteigerte Produktivität von IT-Teams, weniger ungeplante Ausfallzeiten und schnellere Entwicklungszyklen, sondern auch erheblich reduzierte Investitions- und Betriebskosten. Laut dem White Papervon IDC „Business Value of Improved Performance and Agility with Cisco HyperFlex“ können die Betriebskostenvorteile beim Wechsel zu einer hyperkonvergenten Infrastruktur bis zu 50 Prozent betragen. Zudem profitieren Unternehmen von 91 Prozent weniger ungeplanten Ausfallzeiten. Aktuelle HCI-Lösungen bieten sogar weitere Funktionen wie Disaster Recovery, Deduplizierung, Datenkomprimierung oder WAN-Optimierung. Dabei stehen alle Funktionen über Rechenzentren, Private und Public Clouds hinweg auf einer Oberfläche zur Verfügung. Durch die Unabhängigkeit von Hardware und Cloud-Anbieter können Unternehmen flexibel die für sie optimale Lösung einsetzen.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 04/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Virtuelle Maschinen und Anwendungen sorgen in einer HCI dafür, dass Workloads von der physischen Infrastruktur unabhängig sind. Damit ist es letztlich egal, ob Anwendungen und Prozesse on-premises oder in der Cloud laufen. Die Virtualisierungs-Software fasst die IT-Kapazitäten ortsunabhängig in Pools zusammen. Diese Ressourcen weist sie dann je nach Bedarf und Auslastung den Anwendungen zu.
Durch die Integration von Netzwerk, Server und Storage und vielen weiteren Funktionen führen HCI-Systeme zu deutlich reduzierten Gesamtkosten. Zudem vereinfachen sie das Management, erhöhen Skalierbarkeit und Verfügbarkeit und bieten eine offene Integration in multiple Clouds.
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