Mit der Cloud-Migration verhält es sich ähnlich wie mit einem Schiff, das auch in unruhigen Gewässern auf Kurs gehalten werden muss.
Ein Schiff benötigt einen Kapitän, der präzise durch unruhige Gewässer navigiert und seine Besatzung sicher ans Ziel bringt. Ähnlich verhält es sich bei der Migration in die Cloud. Es können unerwartete Problemstellungen aufkommen und man droht eventuell, den Kurs zu verlieren. Denn auch wenn die Cloudifizierung zahlreiche Vorteile bringt, birgt sie ebenso Herausforderungen. Neben den technischen Veränderungen geht sie auch mit einem organisatorischen und kulturellen Wandel einher. Das Cloud Center of Excellence (CCoE) nimmt hier die Rolle des zuverlässigen Kapitäns ein und hilft als zentrale Anlaufstelle dabei, die Transformationsaufgabe „Cloud“ ganzheitlich zu betrachten.
Laut einer Bitkom-Studie nutzen bereits 89 Prozent der deutschen Unternehmen Cloud Computing. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich hierbei für ein CCoE. Es ist als eigenständige Unternehmenseinheit strukturiert und besteht aus einem interdisziplinären Team von IT-Experten, Führungskräften und Mitarbeitern verschiedener Abteilungen. Denn bei einer unternehmensweiten Cloud-Transformation ist eine enge Zusammenarbeit und Verzahnung über unterschiedliche Fachbereiche hinweg unverzichtbar.
Das CCoE entwickelt eine klare Cloud-Strategie und hilft bei der Auswahl der richtigen Cloud-Plattformen, der Festlegung von Richtlinien und der Planung langfristiger Cloud-Investitionen. Gerade in dezentral aufgestellten Organisationen mit verschiedenen Bereichen und Abteilungen kann es leicht zur Fragmentierung kommen. Das CCoE behält z.B. im Blick, dass die Cloud-Ressourcen effizient genutzt und bewährte Praktiken konsistent angewendet werden. Dies kann zu erheblichen Kosteneinsparungen führen. Zudem kann dem CCoE auch in puncto Sicherheit und Compliance eine entscheidende Bedeutung zukommen. So können beispielsweise Sicherheitsaspekte zentral kontrolliert und das Einhalten gesetzlicher Anforderungen geprüft werden.
Nicht zuletzt ist das CCoE aber dafür verantwortlich, Wissensaustausch und Zusammenarbeit im Unternehmen zu fördern – ein Grundpfeiler, der von Gartner im Zusammenhang mit dem CCoE als „Community“ bezeichnet wird. Darunter wird die Verbesserung des Cloud-Wissens und die Verbreitung bewährter Praktiken gefasst. Ziel ist es, Silos abzubauen und Teams dazu zu ermutigen, voneinander zu lernen.
Ein CCoE ist keineswegs nur für große Player interessant. Mittelständische Unternehmen verfügen oft nur über begrenzte Ressourcen – sowohl finanziell als auch in Bezug auf IT-Personal. Für den Mittelstand ist es daher besonders wichtig, die Ressourcennutzung zu optimieren, Kosten unter Kontrolle zu halten und ähnlich leistungsstarke Technologien einzusetzen wie die Konzerne. So können sie innovative Lösungen entwickeln, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Mit Blick auf die Mehrwerte der Cloud wird klar, dass diese nur vollumfänglich zum Tragen kommen, wenn neben technischen Aspekten auch die Mitarbeiter sowie die Prozesse der Zusammenarbeit in der Cloud mitgedacht werden. Die Msg-Gruppe, ein internationales IT- und Beratungsunternehmen, hat dazu beispielsweise ein CCoE im eigenen Unternehmen etabliert, das als interdisziplinäres Kompetenz-Team passgenau auf die Organisationsstruktur der über 10.000 Mitarbeiter in 32 Ländern zugeschnitten ist.
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Die spezifischen Arbeitsbereiche eines CCoE lassen sich nur schwer generalisieren. Sie sind vielfältig und unterscheiden sich in der Praxis aufgrund der individuellen Bedürfnisse eines Unternehmens stark. Und egal, ob neue Regularien oder Sicherheitsanforderungen – der Aufgabenbereich des CCoE befindet sich im stetigen Wandel. Es ist daher von Anfang an auf Veränderung eingestellt und langfristig angedacht. Ebenso wie ein Kapitän sticht es nicht nur einmal in See, sondern steuert mit der Zeit auch neue Häfen an.
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