Digital Commerce

Augmented Reality erfasst den Handel

Die volle Konzentration auf den Kunden – egal ob vor Ort im Ladenlokal oder digital im Online-Shop – bringt Händlern Erfolg.

Digital Commerce

Mithilfe von Augmented Reality können Kunden von zu Hause aus unterschiedliche Brillenmodelle anprobieren.

Welche Händler werden künftig erfolgreich sein? Jene, die ihre Verkaufskanäle miteinander verbinden und hybrid verkaufen. Dazu muss das Ladenlokal mit allen Online-Aktivitäten verknüpft sein. Das Kundenerlebnis im Online-Shop sollte dem im Ladenlokal entsprechen und umgekehrt – das zeigt eine interne Studie von Y1, einer Agentur für nachhaltige Digital-Commerce-Projekte. 

Die Vorteile des Online-Shops wie Warenverfügbarkeit, eine effektive Suche, Kundenbewertungen und weiterführende, visuell aufbereitete Informationen lassen sich auch in Apps und interaktive Touch-Systeme (Digital Signage) vor Ort integrieren. Um seinen Kunden persönlich relevante Angebote zu unterbreiten, kann der Händler zudem Check-in-Systeme mit Kundenkarten anbieten und das mit Rabattaktionen und anderen Vorteilen kombinieren. Im Idealfall hat der Händler dadurch umfassende Informationen über das Kaufverhalten seiner Kunden – unabhängig davon, ob diese im Ladenlokal oder im Online-Shop kaufen. 

Online-Funktionalität im Store

Digitale Werkzeige wie interaktive, Touch-fähige Stelen, dynamisch bespielte Bildschirme, Apps, die vor Ort lokale und kontextabhängige Faktoren berücksichtigen (Location Based Services) sowie Augmented-Reality-Anwendungen (AR) über das Kunden-Smartphone reichern das Ladenlokal mit den Funktionen an, die man bisher nur vom Online-Shop kannte. So ist es technisch möglich, die Kunden im stationären Handel genauso individuell anzusprechen. Interaktive Stelen erfassen Kundenhandlungen wie Klicks im Online-Shop und liefern dem Händler Daten, um die Kunden besser zu verstehen und ihnen ein passenderes Angebot zu unterbreiten. 

Neben dem einheitlichen Aussehen müssen die Bereiche technisch verknüpft sein: QR-Codes am Schaufenster führen nahtlos zum Kundenwarenkorb im Online-Shop – im Idealfall wählen die Kunden am Schaufenster aus, scannen den QR-Code, legen die Ware in ihren Warenkorb und bestellen sie. 

Shopping-Erlebnis vor Ort

Das Smartphone ist mit den leistungsstarken Kameras und den großen Bildschirmen sehr gut geeignet, mithilfe von Augmented Reality die Produktpräsentation vor Ort digital zu erweitern, etwa mit Animationen und Infos wie Statistiken, Grafiken und Rezensionen. Ein weiteres Beispiel für AR im stationären Handel sind Magic Mirror. Das sind Spiegel mit Kamera und Bildschirm, über die Kunden virtuelle Outfits probieren können. Eine interessante Anwendung des Magic Mirrors des Herstellers Hello Mirrors mit AR ist eine Idee für Optiker: Kunden mit stark eingeschränkter Sicht können mithilfe von Augmented Reality ein Brillengestell anprobieren und sich fotografieren lassen. Der Kunde kann das Ergebnis vergrößert anschauen und digital auch andere Brillengestelle testen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

AR-Anwendungen sind auch für den Online-Shop spannend: So stellt beispielsweise Krass Optik im Online-Shop eine entsprechende Anwendung bereit, mit der Kunden von zu Hause aus unterschiedliche Brillenmodelle anprobieren können. Dazu nutzt der Kunde entweder die Kamera seines Endgeräts oder lädt ein Foto hoch. 

Bildquelle: Krass Optik

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